Die Probleme in der Anime-Industrie

Hallo, liebe Anime-Fans!

Hier schreibt Kai, besser bekannt unter dem Nicknamen Narutofreak1412 oder auch Chytharo.

Mit diesem Artikel möchte ich ein ernsteres Thema aufmerksam machen, worüber meiner Meinung nach viel zu wenig Leute Bescheid wissen.
Man liest im Netz ja immer wieder mal von Gerüchten, wie dem bevorstehenen Ende der Anime-Industrie, oder News-Artikel mit bedrückenden Aussagen von Leuten, die in der Industrie arbeiten. Aber wie viel steckt wirklich dahinter?

Ich interessiere mich schon seit mehreren Jahren für das Thema, vor allem für die Produktion von Anime (Insbesondere Animation) und bei zahlreichen Recherchen sind mir immer wieder gewisse Probleme aufgefallen, mit denen die Industrie zu kämpfen hat. Und nicht nur die Industrie: Die Probleme betreffen im Endeffekt auch uns Anime-Fans, denen Anime am Herzen liegt!

Insgesamt springen vor allem 2 Probleme ins Auge, auf die ich in diesem Artikel ausführlich eingehen möchte.
Dabei streue ich auch immer wieder meine persönliche Meinung ein, die ich aber so gut wie möglich von den Fakten zu trennen versucht habe.

Außerdem sind einige Textstellen und Bilder mit Quellen und weiteren Berichten zu der jeweiligen Stelle verlinkt, sodass ihr euch auch immer nochmal selbst einen Eindruck machen könnt, wenn ich möchtet.

1) Sponsoring und die Kosten einer Anime-Produktion

Das meiste des Budgets einer Animeproduktion kommt durch Sponsoren zusammen. Um möglichst viele Sponsoren für das Anime-Projekt gewinnen zu können, werden Themen eingebaut, die eine breite Masse an Fans anspricht, wie zB. Ecchi, Comedy oder Action. Zusätzlich werden Szenen so angepasst, dass man den Sponsoren zB. Produkt-Placement anbieten kann, die Chars einen Song singen, der dann von einem Musik-Label Sponsor vermarktet werden kann und so weiter. Also quasi, dass die Sponsoren für ihr Geld was sie reinstecken, auch die Show teilweise beträchtlich beeinflussen können. Manchmal werden sogar ganze Folgen gekauft, in denen dann das Produkt im Mittelpunkt steht oder der komplette Anime wird von vorn herein dafür ausgelegt, um für Sponsoren attraktiv zu sein.

Produkt-Placement in Kara no Kyoukai, Kaiji, GJ-bu und Code Geass

Produkt-Placement in Kara no Kyoukai, Kaiji, GJ-bu und Code Geass

Desweiteren basieren Anime oft auf schon vorhandenem Material, wie Manga, Novels, Spielen ect., sodass man schon eine existierende Fanbase hat, von der man Käufe erwarten kann. Auch werden solche Anime eher gesponsort, da sie oft von Anfang an nur als eine Art Werbung für das Original gedacht sind.
Und trotzdem machen die meisten Anime, welche produziert werden, Verluste. In jeder Season kommen 30-40 neue Anime raus, aber wirklich erfolgreich werden davon immer nur wenige. Deswegen ist es für Anime-Studios schwierig Sponsoren für ihre Projekte zu überzeugen und ohne größere Anpassungen und besonderen Angeboten für Sponsoren hast du als Studio kaum eine Chance dein Projekt überhaupt umzusetzen. Ständig müssen die Studios hoffen, dass sie die Verluste durch zig Flop-Titel mit 1-2 Topsellern ausgleichen können.

Ihr könnt euch ja selber einmal die Anzahl der durchschnittlich verkauften Scheiben pro Volumes bei einer Vielzahl von Anime anschauen, die auf dieser Seite immer recht aktuell zusammengetragen werden.

Es kommt zwar bei einigen Serien auch auf die Merchadising-Sales an, wie zB. bei Langzeit-Anime-Serien, die tagsüber laufen, und auch das Budget ist ja von Serie zu Serie unterschiedlich, aber ungefähr kann man sagen, dass die Serie erst bei durchschnittlich über 5000 Verkaufen pro Volume wirklich ein Erfolg ist.

Laut Masamune Sakaki, der in der Anime-Branche als CG Animator tätig ist, kostet ein durchschnittlicher 1 Season Anime um die 250 Millionen Yen (ca. 2 Millionen €). Außerdem sagt er, wie ich ja auch schon erwähnt hatte, dass ein Großteil der Anime das nicht durch Scheibenverkäufe wieder reinbekommt und das Studio Verlust macht. Sie müssen darauf setzen, dass hin und wieder einer der Titel einschlägt und sich richtig gut verkauft.

Takayuki Nagatani (Producer von dem Anime Shirobako) sagte, dass sein Anime mit 24 Episoden um die 500 Millionen Yen gekostet hat und damit es sich verkauft, musste er viel Werbung machen, Events planen und für Merchadising sorgen.

Werbung und Merchadising von Shirobako - Man beachte den ganzen Ecchi-Kram (Die Serie selber handelt von der Produktion eines Anime und beinhaltet keinerlei Ecchi)

Werbung und Merchadising von Shirobako – Man beachte den ganzen für die Serie untypischen Ecchi-Kram (Die Serie selber handelt von der Produktion eines Anime und beinhaltet keinerlei erotischen Fanservice)

Shinji Takamatsu, ein Veteran-Animator, schrieb dazu auch:

„Expecting to make that up through disc sales alone is a hopeless business model, but that’s how almost all late night anime are“

Das lässt sich hier nachlesen und Anime2You hat den Artikel übrigens auch auf deutsch übersetzt.

Das Resultat des Ganzen sehen wir in jeder Season: Das meiste sind Ecchi/Moe-Comedy-Titel ohne richtiges Ende, welche nur durchschnittlich sind, sowohl vom Inhalt als auch von der Umsetzung her, und beim näheren hinschauen fallen dann auch die ganzen Elemente auf, die nur da sind, um Merchadising zu verkaufen oder Werbung für bestimmte Produkte zu machen. Dazu gehören übrigens oft auch sowas wie  Strandfolgen, denn daraus kann man gleich ne Menge Ecchi-Merchadising wie Poster oder Figuren der weiblichen Charaktere in Badeanzügen verkaufen, oder mit unnötig starker Zensur bei Ecchi-Szenen die Verkäufe der unzensierten BDs/DVDs ankurbeln.
Ihr könnt euch hier ja mal durch die Seasons klicken und darauf achten wie viel Moe-Anime und klischeehafte Novel-Umsetzungen jedes Mal so dabei sind.

An einen Anime zu bereits komplett abgeschlossenen Manga-Vorlagen geht man eher selten ran, weil die meisten Shows ja als Werbung für den laufenden Manga dienen sollen. Außerdem wird einfach mehr Interesse generiert, wenn der Manga noch läuft, da der Manga zu der Zeit dann aktuell im Gespräch ist und man auch auf eine aktuelle Fanbase des Mangas zählen kann, die durch den Anime dann oft noch deutlich größer wird.

Hier noch ein Video dazu, wo das Problem auch nochmal super (auf englisch) erklärt wurde:


So, soviel zur Situation.

Das Problem:

Das Problem liegt jetzt darin, dass es deswegen kaum richtig gute und originelle Anime gibt. Die wirklich kreativen Köpfe, wie talentierte Direktoren oder Animatoren können nur selten ihren Ideen freien Lauf lassen und ihr Konzept dann finanziert bekommen. Es reicht schon, wenn der Stil nicht dem Mainstream entspricht oder man bei der Produktion etwas mehr Zeit braucht, um besonders hohe Qualität zu erreichen, damit die Sponsoren abgeneigt sind, da der Titel dann ein hohes Risiko ist und wahrscheinlich nur ein bestimmtes Nischenpublikum erreicht. Man erreicht als Sponsor mit seinen Produkten dann keine breite Masse. Anime, wie Gurren Lagann oder Space Dandy, die einen wirklich einzigartigen Stil haben und eine sehr hohe Animationsqualität, erblicken deshalb nur selten das Tageslicht und scheitern oft schon an der Finanzierung.

Das Video von oben hat schon einige gute Beispiele dazu geliefert, wie zum Beispiel Masao Maruyama (einer der Gründer von Madhouse), welcher immer wieder orginelle und kreative Anime-Serien/Filme wie zB. Kaiba oder Redline mit massig aufwändiger Sakuga-Animation produzieren ließ und damit das Studio fast in den Bankrott getrieben hatte. Nachdem er dann Madhouse verlassen und sein eigenes Studio gegründet hat (Mappa), musste Madhouse erst einmal einige Mainstream-Anime wie z.B. Mahouka Koukou no Rettousei oder Hanayamata produzieren, um sich davon zu erholen.

Hanayamata - Aus der Sommerseason 2014

Hanayamata – Aus der Sommer-Season 2014

Mittlerweile gibt es auch immer wieder Aktionen, wo die Studios, wie zB. Trigger (KillLaKill) oder Direktoren, wie zb. Masaaki Yuasa (Mindgame, Ping Pong) ihr Projekt über Kickstarter finanzieren und kleine Filme durch die Fans ohne kommerzielle Sponsoren ermöglicht werden.
Das neuste Projekt dieser Art ist zum Beispiel Under the Dog, welches sein Ziel bei weitem erreicht hat 🙂

Meine Meinung dazu:

Das geschilderte Problem ist im Prinzip das, was Hayao Miyazaki (Studio Ghibli) und Hideaki Anno (Studio Khara [Evangelion]) seit längerer Zeit an der Anime-Industrie stark kritisieren.

„The Japanese animation industry has hit a dead end—it will be tough to escape unless we can make animation without commercial considerations… It may even be too late.“ – Hideaki Anno

Anno geht ja sogar so weit zu sagen, dass das ganze in naher Zukunft platzen wird.

Ich wusste das meiste aus dem Video auch schon vorher (Aus Interviews und Aussagen von eben solchen Anime Produzenten ect.) und als Otaku habe ich persönlich nichts gegen Fanservice-Shows an sich, aber was ich sehr schade finde, sind die originellen und besonderen Anime ohne Vorlage, wo man meist Sakuga-Animation und eine kreative Story bekommt. In diesen Anime spürt man wirklich das Wesen und Atmosphäre der einzelnen Direktoren, die jetzt vor allem unter dem Problem leiden. Das muss Fanservice ja nicht ausschließen, wie man bei Gurren Lagann und Space Dandy gesehen hat.
Aber Serien wie Psycho Pass, Eden of the East oder Jigoku Shoujo werden immer seltener und schwieriger zu produzieren und nachdem man den wirklich talentierten und interessanten Leuten dann irgendwann komplett den Hahn zugedreht hat, bleiben in Zukunft nur noch auf Otaku zugeschnittene Mainstream-Serien mit starkem Sponsoreneinfluss übrig, die billig im Ausland animiert werden. Immer mehr Fans von Qualitäts-Anime werden abspringen oder sich lieber Älteres anschauen, was wieder zu weniger Umsatz, also weniger Anime und schlechterer Qualität führt. Am Ende bleiben dann nur noch die Hardcore-Otakus übrig, die alles fressen, was die Industrie so raushaut.

Der Gedanke daran macht mich traurig, das darf so nicht enden!
Obwohl ich ein Otaku bin, schaue ich auch Anime abseits des Mainstream, wie zum Beispiel Kaiji, wozu ich ja auch schon eine Anime-Vorstellung geschrieben habe, in der Hoffnung, dass sich mehr Anime-Fans auch mal trauen einen Titel abseits vom Mainstream zu schauen.

Traurigerweise hat sich Kaiji in Japan pro Volume gerade einmal durschnittlich 425 Mal verkauft und in anderen Ländern ist es garnicht erst erschienen 😦

2) Die Arbeitsumstände der Animatoren

Ein weiteres großes Problem sind die Löhne der Animatoren. Es gibt nur wenig Neulinge im dem Berufsfeld, da die Löhne als frischer Animator dermaßen gering sind, dass man selbst mit zig Überstunden meist nicht einmal die Miete & Essen bezahlen könnte!

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Verlinktes Bild vom Wall Street Journal zum Artikel „The Decline of Anime“

Eine aktuelle Studie zu Löhnen von neuen Animatoren kommt zu folgendem Ergebnis:

Ein durchschnnittlicher Arbeitstag besteht aus 11 Stunden und der durchschnittliche Lohn sind 1,1 Millionen Yen im Jahr, was ungefähr 8.000€ entspricht.

Henry Thurlow (ein amerikanischer Inbetweener, der bei Studio Pierrot zB. an Naruto/Tokyo Ghoul/Baby Steps/Gaist Crusher bei Inhouse-Episoden gearbeitet hat), hat vorher auch bei Nakamura-Productions gearbeitet und sich über die unmenschlichen Bedingungen beklagt:

“Let’s just be clear: It’s not a ‘tough’ industry… It’s an ‘illegally harsh’ industry. They don’t pay you even remotely minimum wage, they overwork you to the point where people are vomiting at work and having to go to the hospital for medicine. They demand that you come in whenever they realize a deadline isn’t going to be met. That probably means about a month and a half of nonstop work without a single day off. Then you will be allowed to go back to your regular six-day workweeks of 10-hour days. No one talks, or gets lunch together or anything. They just sit and work in complete silence and seem uninterested in changing this.” – Henry Thurlow

Inbetween-Work von Henry Thurlow für Naruto Shippuuden Episode 399

Inbetween-Work von Henry Thurlow für Naruto Shippuuden Episode 399

Er schreibt von seinen Erfahrungen und macht auch klar, dass es auch von Studio zu Studio unterschiedlich sein kann:

„The amount of money you earn from day to day changes … since it’s based on how many frame you draw. On Monday I might draw simple corrections on a whole bunch of frame (adding effects that were forgotten by other animators, or “Kii energy” or something like that) resulting in me being able to draw 40 drawings in one day and make over $150 depending on the series. Tuesday-Thursday however, I might have to do the trace-back and inbetweens for a super detailed shot from Tokyo Ghoul (which is really fun btw)…but results in me only drawing 5 frames per day each of those days ($12 a day or so). Each month at Pierrot I earn about $1000. Each month at my previous “slave-labor” studio, I earned about $300 a month.“ – Henry Thurlow

 

Chart vom Shirobako-Staff über das durchschnittliche Einkommen der Leute, die an einem Anime arbeiten. Die Angaben sind in Dollar und mit dem Kurs US$1 = 116 Yen umgerechnet.

Die Angaben sind in Dollar und mit dem Kurs US$1 = 116 Yen umgerechnet.

Dieser Einkommensvergleich stammt vom Shirobako-Staff, also von P.A. Works, und vergleicht das Geld, was die Leute, die an einem Anime arbeiten, durchschnittlich im Jahr verdienen.
Die Abbildung stellt keine Karriere-Leiter dar, so sind College Student und Part-Timer zum Beispiel nur als Vergleich mit drauf. Production Assistant, CG Animator, Producer und Voice Actor sind auch andere Berufszweige als der des Animator.
Aber da sieht man mal wie die Löhne in Japan normalerweise aussehen, wenn man bedenkt dass man als College Student oder Part-Timer noch eher wenig verdient.
Mit „College Student“ sind übrigens neue, junge Leute aus dem Ausland gemeint, die eine Schule besuchen und offiziell unter dem Status „College Student Nebenjobs annehmen können, wenn sie dies im zuständigen Amt eingereicht haben.

Im allgemeinen sind die Löhne der Animatoren in den ersten Jahren deshalb so niedrig, da du ja als Inbetweener anfängst, also die Zwischenframes in einer Bewegung zeichnest und gerade für solche eintönige Arbeit, die kaum Können und Feinfühligkeit benötigt (Du pauschst eigentlich nur einen Key-Frame ab, nur dass du einige Linien etwas versetzt zeichnest, bis du die Position des nächsten Key-Frame erreicht hast), werden meistens günstige Studios aus Korea, Vietnam, Singapur, die Phillipinen u.a. beauftragt. Und diese bieten Inbetweening so dermaßen günstig an, dass das auch den Lohn in Japan weit nach unten gedrückt hat.
Für die Studios ist das sehr nützlich und auch notwending, denn es wäre sonst zeitlich nicht möglich nur mit Inhouse-Staff jede Woche eine Folge produzieren zu können. Inbetween-Frames zu zeichnen hat auch kaum Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts, da man nur für die Zwischenbilder von bereits gezeichneten Frames zuständig ist. Kein Wunder also, dass die Studios für eigentlich jeden Anime Inbetweening größtenteils outsourced in Auftrag geben.

Aber aus diesem Grund gibt es jetzt, ca. 40 Jahre nach dem Aufstieg von Anime, sehr, sehr viele alte Veteranen unter den Animatoren, die in den 70ern/80ern angefangen haben, aber kaum Nachwuchs. Stattdessen wird fehlendes Budget und fehlende Ressourcen/Leute wieder durch billige outsourced Episoden kompensiert, also mittlerweile eben nicht nur mehr das Inbetweening, sondern die ganze Animation einer Folge, samt Key-Animation. Das Ergebnis ist für den aufmerksamen Zuschauer meist einfach nur schrecklich anzusehen, denn die outsourced Key-Animation und Animation-Direction wirkt sich stark auf die Qualität des Endproduktes aus. Das fällt besonders bei Endlos-Animeserien auf, wo es mittlerweile nicht unüblich ist, dass jede zweite Episode oder sogar noch mehr aus billigen Studios aus dem Ausland stammt.
Und dadurch, dass es immer mehr Aufträge für outsourced Studios gibt, sinken auch weiter die Löhne, selbst für Key-Animatoren, und neue eventuell talentierte Animatoren haben nicht einmal eine Chance zu wachsen.

Die Aufstiegsmöglichkeiten als japanischer Animator bestehen eigentlich nur vom Inbetweener zum Key-Animator, wo man aber halt aus dem oben genannten Grund auch nur geringfügig mehr verdient. Und hier hört es dann meist auch schon auf mit der „Karriere“. Nur wirklich talentierte und begabte Key-Animatoren, die mit ihren Szenen herausstechen, haben die Chance zum Animation-Director oder Episode-Director aufzusteigen und vernünftiges Geld zu verdienen. Aber die meisten werden einfach immer weiter jeden Tag extrem lange für einen sehr niedrigen Lohn arbeiten.

Neue und motivierte Leute lernen ziemlich schnell die harte Realität der Anime-Produktion und es ist auch nicht unüblich, dass Leute recht schnell wieder kündigen, wie man auch zB. hier oder hier lesen kann.

Kein Wunder also, dass kaum jemand ein Animator werden möchte. Auch wird mittlerweile soviel Animation outsourced produziert, dass die wenigen Neulinge kaum eine Chance dazu bekommen, richtig zu lernen. Es gibt wenigstens ein paar einzelne Projekte, um dem entgegenzuwirken, wie das Young Animator Training Projekt, welches jedes Jahr veranstaltet wird und von der Regierung selbst bezahlt wird, aber das kratzt eben auch nur an der Oberfläche des Problems und ist keine Lösung auf Dauer.
Der einzige Grund, warum Leute diesen Berufszweig überhaupt noch wählen, ist, weil sie das Zeichnen und Animieren an sich sehr lieben und es als Beruf ausüben wollen, egal wie sehr die eigene Gesundheit darunter leidet und wie wenig man bezahlt wird.
Es ist nicht unüblich, dass Leute sich ins Krankenhaus arbeiten, da sie pro gezeichneten Frame bezahlt werden und sie keine andere Wahl haben als jeden Tag bis in die Nacht zu arbeiten, um die Miete und Essen bezahlen zu können.

Arbeitszeiten von Stunden in der Woche sind keine Seltenheit

Arbeitszeiten von 60-70 Stunden in der Woche sind keine Seltenheit.

Studio Pierrot ist da noch eines der menschlicheren Studios, bezahlt überdurchschnittlich und behandelt seine Mitarbeiter nicht wie Sklaven. Das merkt man ja alleine schon, wenn man deren Blog-Posts verfolgt und sich mit der Animation bei Naruto auseinandersetzt, worüber ich auch mal einen Artikel geschrieben hatte. Es gibt Einweihungsfeiern für neue Mitarbeiter und man lässt den Animatoren große Freiheiten. So werden selbst Stile, die von dem regulären Stil abweichen, wie Shingo Yamashitas oder Norio Matsumotos, so gelassen und sogar gefördert, was ich richtig gut finde! Das ist auch der Grund, warum man bei Naruto die einzelnen Animatoren so gut unterscheiden und erkennen kann. Aber das ist leider eher die Ausnahme…
Wenn ich jetzt nebenbei mal daran denke wie oft Studio Pierrot von den Fans gerade wegen den Shingo- und Norio-Folgen (zB. Naruto vs Pain) auch noch gehatet wurde… Aber nun gut, das ist ein anderes Thema.

Apropos Shingo Yamashita!

Er hat zusammen mit Jun Sugawara und Naoyuki Asano versucht zumindest im kleinen dem Problem entgegen zu wirken und hat über IndieGoGo bereits 2 mal erfolgreich Wohnmöglichkeiten für junge Animatoren gesponsert! Ich habe natürlich auch beide Male einen kleinen Teil dazu beigetragen, genauso wie zu Yuasa’s Kickheart und Triggers „Little Witch Academy 2“ damals über Kickstarter.
Die Leute, die dort einziehen dürfen, bekommen eine besondere, sehr niedrige Miete, sodass sie von den knapp 660€ im Monat für die 60 Stunden Woche trotzdem leben können und als Bonus bekommen sie sogar Hilfe, Unterricht und Unterstüzung von talentierten Sakuga-Animatoren wie Shingo Yamashita.

Meine Meinung dazu:

Ich finde die Idee mit den Kickstarter-Projekten zwar richtig toll, aber das ändert leider nichts am Hauptproblem! Erst als talentierter Freelancer oder wenn du dich zum Animation-Director/ Episode-Director hochgearbeitet hast, kannst du wirklich davon leben, aber bis dahin können Jahre vergehen und ein gewisses Talent ist auch von Nöten. Viele werden diesen Status nie erreichen und für immer Key-Animator bleiben…
Auch die handvoll Leute, die in den „Young Animator Dorms“ wohnen und arbeiten dürfen, ändern nicht wirklich etwas an dem Problem an sich.

Ihr habt bestimmt schon gemerkt – Die Probleme hängen alle miteinander zusammen und es ist ein Teufelskreis in den sich die Anime-Industrie immer weiter reinreitet. Ich kann schon verstehen, was Anno und die anderen damit meinen, dass es irgendwann zusammenbricht.
Auch immer mehr andere Leute aus der Industrie melden sich zu Wort und wenn man sich mal die ganzen Berichte, die ich in diesem Artikel so verlinkt habe, durchliest, wird schnell klar, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das ganze System wie ein Kartenhaus zusammenfällt.

Das sollte einfach nicht sein, dass komplette Serien unnötig stark unter schlechter Qualität leiden müssen, von Sponsoren beeinflusst werden, es kaum talentierte Leute mehr gibt, die Animatoren unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen und selbst der Staff am Ende mit dem Produkt unzufrieden ist, das aber hinnehmen muss, da das Ganze sonst nicht einmal entstehen hätte können. Und gleichzeitig wird aus der tollen und spaßigen Idee für einen Anime nur ein weiterer Durchschnitts-Flop, welcher von hunderten gesundheitlich angeschlagenen und ausgebeuteten Animatoren gestemmt wird, und das ganze Projekt stellt im Endeffekt auch noch einen weiteren Schritt in die falsche Richtung für die Anime-Industrie dar.

Was kann man dagegen tun?

Der Typ im Video schlägt zum Beispiel vor, dass die Fans mehr DVDs kaufen sollen. Aber gerade bei den heutigen Standards mit Streams sind Scheiben ein aussterbendes Medium und immer weniger Menschen legen sich eine DVD/BD-Sammlung an. Deswegen ist das meiner Meinung nach keine richtige Lösung auf Dauer.

Es ist in der Tat ziemlich schwierig einen Ausweg aus dem Kreislauf zu finden.
Ich kann es ja mal aus meiner Sicht beschreiben,  da ich ich als Fan/Käufer ja auch ein Teil der anderen Seite des Problems bin. Noch dazu kann man mich schon als Otaku, also extremen Anime-Fan, bezeichnen, da ich beinahe mein gesamtes Geld in Anime stecke und auch mein Lebensstil mit dem eines typischen, japanischen Otakus vergleichbar ist.
Bei meinem Bedarf (10-15 Serien pro Monat) könnte ich es mir niemals leisten auch nur 5 Stück davon auf DVD zu kaufen. Mal davon abgesehen, dass vieles davon hier nicht verfügbar ist und man es sich aus Japan importieren müsste, würden 5 Serien, selbst wenn sie nur 12 Folgen haben und auf nur 4 Volumes erscheinen (in Japan sind 12 Folgen meist sogar auf ganze 6 Volumes aufgeteilt), schon 500€+ kosten!
Also was mache ich? Auf offizielle Streaming-Seiten wie zB. Crunchyroll oder Daisuki ausweichen und dort schauen. Aber natürlich können die 4,99€ im Monat nicht mal ansatzweise 10-15 Serienproduktionen unterstützen.
Nur in wenige Serien, die ich wirklich als Meisterwerk bezeichnen würde, stecke ich dann auch mal hunderte an Euros, um sie im Regal stehen zu haben.
Da Naruto für mich nochmal etwas ganz Besonderes ist, stecke ich dort was DVDs angeht eigentlich das meiste Geld rein (Nicht nur, dass ich die deutschen DVDs und Boxen alle ausnahmslos kaufe, ich importiere sogar japanische DVDs).

Dafür, dass ich keine große DVD/BD-Sammlung habe, fließt der Großteil meines Geldes in Merchadising und Manga von Serien, die mir gefallen haben. Wenn mir ne Serie gut gefallen hat, dann kaufe ich Figuren, Poster, Karten, Kissenbezüge, Spiele und mehr und meistens nicht die Anime-DVD, weil ich habe den Anime ja gerade erst gesehen und für den Stream ja sogar etwas bezahlt. Wieso dann für 150-200€ dieselben 12 Folgen direkt noch mal kaufen, nur damit es dann erstmal im Regal rumsteht…? Merchadising bietet mir in dem „Hype“ direkt nach dem Schauen einen höheren Mehrwert und ist auch noch günstiger als die DVDs, die oftmals erst noch teuer importiert werden müssen. Ich tendiere oft dann auch dazu lieber den Manga oder die Novel zu kaufen, also die Vorlage, da ich dann die Original-Story genießen kann und um die Story nochmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Und so denken anscheinend auch viele der japanischen Otakus, die dort den Großteil der Animefans ausmachen. Wobei diese es nicht einmal per Stream, sondern direkt im TV schauen können. Die Taktik der Industrie mit Bonus-Episoden, einem Haufen Extras oder der schon erwähnten übermäßigen Zensur im TV, die dann auf der Scheibe uncut ist, einen Mehrwert zu schaffen, funktioniert auch nur bedingt, weil ja dadurch die Preise der sowieso schon teuren Volumes weiter steigen.

Merchadising- und Manga-Sammlung

Merchadising- und Manga-Sammlung

Kein Wunder also, dass ein üblicher Anime heutzutage Merchadising braucht, um sich zu verkaufen. Und ein Moe-Faktor in den Serien hilft beim Verkaufen von Merchadising ungemein + die Serie ist für Sponsoren um ein Vielfaches interessanter.

Es gibt sicherlich auch ältere Fans, mit einem gut bezahlten Job, die sich viele DVDs kaufen, aber das kommt leider bei den japanischen Otakus nicht so häufig vor, denn viele haben entweder keinen Job, oder schlagen sich mit Nebenjobs durch, um das meiste ihrer Zeit mit Anime verbringen zu können. Dazu kommt dann noch, dass man auch in Japan als Otaku von der restlichen Gesellschaft schief angeschaut wird und viele Otakus dann anfangen von der Gesellschaft Abstand zu nehmen. Und dann gibt es natürlich auch noch das Hikkikomori-Problem.
Ich will jetzt aber auch nicht alle Otakus über einen Kamm scheren, denn auch über Otakus hinaus wird in der Zukunft Streaming eine immer größere Rolle einnehmen und der DVD-Vertrieb immer weiter zurückgehen.

Aber ich finde nicht, dass man die Schuld auf das Merchadising schieben kann. Offizielles Merchadising unterstützt den Anime finanziell und viele Endlos-Serien können sich nur deswegen überhaupt über Wasser halten.
Aber da fängt das Problem auch schon wieder an, weil die Studios ja nicht auf den Kopf gefallen sind und man ja mehr Merchadising verkaufen kann, wenn man seine Serie auch vom Inhalt her gleich darauf auslegt, wodurch man mehr Sponsoren gewinnen kann, wie zB. Namco Bandai, die dann Spielzeug/Games dazu herstellen oder Aniplex, die dann die DVDs, CDs und Merchadising vertreiben und viele mehr. Man weiß vorher nicht, ob die Serie erfolgreich wird und möchte natürlich so wenig Verlust wie möglich machen, wenn es ein Flop wird.

Hayao Miyazaki ist der Meinung, dass die Otakus Schuld sind, da es hauptsächlich diese sind, die sich mit dem ganzen Merchadising eindecken und sich auf stereotypische 2D-Charaktere fixieren.

Otaku-Zimmer

Otaku-Zimmer

Außerdem verachtet er die Sexualisierung von Anime-Charaktern, die ja ein Teil der Otaku-Kultur ist, und möchte in seinen Filmen der stereotypischen Darstellung von weiblichen Charaktern entgegenwirken.

Das macht schon Sinn finde ich, denn Angebot richtet sich ja nach der Nachfrage und wenn sich Moe-Serien sicherer verkaufen, dann wäre es ja dumm von den Studios das nicht zu nutzen, gerade da sich viele Anime ja nicht genug verkaufen, und die Studios sich über Wasser halten müssen.
Und egal, ob es sich um Flops handelt oder richtige Hits – Eine Serie wie z.B. Love Live verkauft in Japan einfach mehr Scheiben als Attack on Titan oder etwas wie Highschool DxD ist erfolgreicher als Death Note.
Das wäre bei uns im Westen unvorstellbar, aber die meisten Anime werden eben in erste Linie für den japanischen Markt produziert. Klar werden auch Lizenzierungen von anderen Ländern als Einnahmequelle immer wichtiger, aber es wird selten etwas produziert, was von Anfang an im eigenen Land keine hohe Aussicht auf Erfolg hat, weil westliche Publisher haben ja den japanischen Markt im Auge und sind sicher nicht daran interessiert Serien einzukaufen, die in Japan gefloppt sind.

Sind also Otakus Schuld? Ich persönlich finde nicht, dass man den Otakus da hauptsächlich die Schuld geben kann, da ja gerade eben die Otakus sehr viel Geld in die Industrie stecken und diese auch den Großteil der Scheibenverkäufe ausmachen. Ohne Otakus wäre der Anime-Markt garnicht erst so weit gekommen, denn um die Otaku-Kultur herum hat sich das ganze ja überhaupt erst entwickelt. Wenn ich daran denke, was alleine damals schon der Evangelion-Hype alles ausgelöst hat!

Aber ich bin ganz klar der Meinung, so gern ich auch Moe-Mainstream-Anime schaue oder Merchadising kaufe, dürfen solche Serien nicht den kompletten Markt negativ beeinflussen!
Da läuft einfach was falsch, wenn du als Direktor fast schon dazu gezwungen bist, deine Charaktere für Otakus zu sexualisieren, oder einen relevanten Teil des Inhaltes zu verändern, um das Projekt überhaupt erst ermöglichen zu können, auch wenn der Inhalt und die Atmosphäre deines Titels eigentlich in eine ganz andere Richtung geht.

Eine andere Möglichkeit wäre noch, dass es Animeserien gibt, die vom Staat bezahlt werden, um dem Problem entgegenzuwirken. Sowas gibt es ja schon im kleineren, wie bei dem oben bereits erwähntem Young Animator Training Project,wo es darum ging die Ausbildung von neuen, jugen Animatoren zu unterstützen.

Es gibt auch einige Anime, die auf öffentlich rechtlichen Sendern, wie NHK laufen. Dessen Kosten werden, genau wie bei uns auch, größtenteils durch eine Art Rundfunkgebühr gedeckt, die jeder Bürger zahlen muss. Und NHK sponsort dann auch die Anime, die auf dem Sender manchmal laufen. Viele davon sind nicht an Otakus gerichtet, sondern zeigen Anime als Teil der japanischen Kultur.

Koji Takeuchi, Anime Produzent und President von Telecom Animation Film Co. (Eine Tochtergesellschaft von TMS Entertainment) sieht laut The Wall Street Journal Geldmittel vom Staat auch als eine Lösung:

Koji Takeuchi - Telecom Animation Film Co.

Koji Takeuchi – Telecom Animation Film Co.

„Mr. Takeuchi says if the government wants to help, it should find ways to channel funds for making high-quality programs. Without such an effort, the 55-year-old industry veteran says, the new museum [Die Rede ist von einem neuen Anime-Museum] might become a tombstone for a dead industry.“ – The Wall Street Journal

Also meiner Meinung nach wäre es eine super Idee, wenn die Regierung Anime fördert, die nicht Otakus als Zielgruppe haben, und nicht im Ausland animiert werden. Man muss ja nicht gleich die kompletten Kosten übernehmen, aber man könnte doch für Anime dieser Art finanzielle Fördermittel bereitstellen, um einen Teil der japanischen Kultur am Leben zu erhalten.
Außerdem sollte es Mindestlöhne für Animatoren geben. Auch wenn sich das wahrscheinlich schwierig umsetzen ließe, da die meisten Animatoren als Freelancer arbeiten, also sie arbeiten nicht fest bei einem Studio, sondern immer gerade da, wo es was zu tun gibt. Vielleicht könnte man aber wenigstens jungen, neuen Animatoren staatliche Zuschüsse gewähren.
Ich kenne mich aber ehrlich gesagt nicht so gut mit der japanischen Politik aus und weiß nicht, wie amibitioniert die bei solchen Themen sind.

Nur was kann ich selbst jetzt dagegen tun? Es ärgert mich zusehen zu müssen, wie all den tollen Animatoren Ketten angelegt werden und die Zukunft meines Hobbys, welches einen großen Teil meines Lebens einnimmt, nicht rosig aussieht 😦
Ich unterstütze finanziell vollstens Naruto und andere Anime, die mich sehr faszinieren, ich spende Geld für Projekte über Kickstarter wie die Shingo’s Animator Dorms oder damals Yuasas Kickheart und zuletzt „Under the Dog“, aber das sind alles nur kleine und einzelne Fälle und wirken den Problemen in der Anime-Industrie grundsätzlich nicht wirklich entgegen.

Deswegen habe ich mich entschlossen, diesen Artikel zu schreiben, um mehr Anime-Fans auf diese Probleme aufmerksam zu machen!

Ich mache mir nämlich oft zu Themen wie diesen Gedanken, wenn ich zum Beispiel Sakuga-Animationen durchstöbere oder mir Interviews und Blogposts von den Menschen durchlese, die in der Industrie arbeiten…

Ich habe das Gefühl, dass sich die Menschen mit ihrer Geldgier und Profit-Orientiertheit soviel selbst kaputt machen, nicht nur in der Anime-Industrie, sondern auch in vielen anderen Bereichen…

Nachwort

Erst einmal vielen Dank für die Zeit, die ihr euch zum Lesen genommen habt!
Was denkt ihr zu dem Thema? Habt ihr die angesprochen Auffälligkeiten auch schon oft in Anime entdeckt? Wie steht ihr zu dem Thema und was sind eure Meinungen zu den Problemen?
Fällt euch vielleicht eine weitere Lösung ein, wie man aus dem Kreislauf ausbrechen oder die Anime-Industrie wieder stabilisieren könnte? Und was könnte man als einzelner Fan tun, um dem entgegenzuwirken?

Ich würde mich auch sehr über Lob & Kritik zum Artikel freuen!

Und wenn euch der Artikel gefallen hat, dann würde es mir auch viel bedeuten, wenn ihr den Artikel mit anderen Leuten teilt, damit mehr Menschen auf dieses wichtige Thema aufmerksam werden.

Euer Kai (Narutofreak1412/Chytharo)

 

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Gastartikel: Bitte schaut… „Kaiji“

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Gyakkyou Burai Kaiji

Kaiji Itou - der Hauptcharakter

Kaiji Itou – der Hauptcharakter

Hallöchen, ich bin der Narutofreak1412, und vielleicht kennt mich der ein oder andere noch von dem Gastartikel zur Animation des Naruto-Anime.

Hier möchte ich euch den Anime „Gyakkyou Burai Kaiji“ oder auch kurz „Kaiji“ vorstellen, welcher auf den Manga-Reihen „Tobaku Mokushiroku Kaiji (zu Deutsch etwa: „Spieler/Zocker-Apokalypse Kaiji“) von Nobuyuki Fukumoto basiert.

Erst mal möchte ich im Vorfeld sagen, dass dieser Artikel möglichst spoilerfrei sein wird. Ich bin selbst jemand, dem ein Handlungsverlauf, die Unterteilung in Arcs oder das detaillierte Vorstellen der Charaktere schon zu viel an Information ist und gerade so einen Anime wie Kaiji sollte man am besten selbst kennenlernen und eine eigene Sicht auf die Handlung und Charaktere haben, da jeder andere Schlüsse und andere Gedanken daraus schließen kann. Ich werde generell inhaltlich nur auf die erste Episode eingehen, damit man einen Einblick bekommen kann, worum es überhaupt geht und für all diejenigen unter euch, denen das nicht genug ist, gibt es eine kleine Extra-Inhaltsangabe (ganz nach dem Vorbild von Aeris bei dem Code Geass-Artikel).

Der Manga ist in Japan recht bekannt und wird oft von anderen Anime parodiert (sogar im Rock Lee Anime). Im Westen kennt diesen Titel aber kaum jemand, was vor allem an dem außergewöhnlichen Zeichenstil liegt, der viele Leute, die an Mainstream gewöhnt sind, auf den ersten Blick abschreckt.

Die sehr kantigen und spitzen Gesichter sind typisch für Nobuyuki Fukumoto's Werke

Die sehr kantigen und spitzen Gesichter sind typisch für Nobuyuki Fukumotos Werke

Auf jeden, der sich aber darauf einlässt, wartet ein packender Thriller, der einen nicht so schnell wieder loslässt, wenn man einmal mit dem Schauen angefangen hat!

Worum geht es in Kaiji?

Kaiji Itou ist ein typischer Versager. Er ist 22 Jahre alt, hat keinen Job, lebt in seiner kleinen 1-Zimmer-Wohnung vor sich hin und sein weniges Geld, das ihm zur Verfügung steht, verzockt er in Spielhallen oder er betrinkt sich in Bars. Er verachtet die reichen Leute, die mit ihrem Mercedes und ihren Frauen angeben und um seinen Frust abzulassen, sticht er auch schon mal ein Loch in deren Reifen oder stiehlt ein Emblem.

Eines Tages steht plötzlich der Kredithai Endou (wunderbar gesprochen von Naoya Uchida [u. a. Madara Uchiha] vor seiner Tür und konfrontiert ihn damit, dass er knapp 4 Millionen Yen (umgerechnet ca. 30.000 €) Schulden habe, da er in der Vergangenheit für einen Freund einen Bürgschaftsvertrag unterschrieben hat. Um diese Summe abzuarbeiten, müsste sich Kaiji 11 Jahre seines Lebens mit kleinen Jobs rumschlagen.

Kredithai Endou spricht mit Kaiji

Kredithai Endou spricht mit Kaiji

Alternativ bietet ihm Endou die Chance an, auf einem Schiff an einem Spiel teilzunehmen, bei dem er all seine Schulden auf einen Schlag loswerden kann, um danach ein freies Leben führen zu können. Kaiji stimmt zu und nachdem er einen weiteren Vertrag unterschrieben hat, begibt er sich auf das Schiff und Kaijis Zocker-Apokalypse beginnt…
Und hier jetzt noch etwas ausführlicher, für alle die denen das nicht genug war:

Auf dem Schiff wird Kaiji in eine Halle geführt, in der er einer Menge anderer Leute begegnet, denen es finanziell auch sehr schlecht zu gehen scheint. Aber viel Zeit, die anderen Leute zu begutachten, bleibt ihm nicht, denn kurz darauf betritt ein Mann im Anzug die Bühne und erklärt, dass sie ein Spiel spielen werden, bei dem jeder Karten erhält auf dem entweder eine Schere, ein Stein oder ein Papier abgebildet ist. Außerdem erhält jeder 3 Sterne.
Nun sollen alle Teilnehmer untereinander mit den Karten um die Sterne spielen und wer am Ende 3 Sterne und keine Karten mehr besitzt, der bekommt seine Sterne für eine sehr hohe Summe ausgezahlt. Von diesem Geld kann man mit Leichtigkeit seine Schulden bezahlen und vielleicht braucht man sogar den Rest seines Lebens nicht mehr arbeiten gehen.

Nachdem das Spiel begonnen hat, stellt sich allerdings heraus, dass die so einfachen Regeln wohl doch nicht so einfach sind, wie gedacht. Kaiji versucht nun nach und nach die Lücken in den Regeln zu finden, die ausgenutzt werden können/sollen und den wahren Sinn und Zweck dieses Spiels zu entschlüsseln.
Das ist nicht das einzige Spiel und es stellt nur den Beginn einer Reihe von individuellen Spielen, Herausforderungen und psychischen Tricks dar, in denen nicht immer ganz sauber gespielt wird, denn sich Vorteile zu verschaffen, ohne dass der Konkurrent etwas merkt, ist schließlich auch eine Kunst, die von vielen reichen Organisationen und Banken auch im Real-Life hervorragend gemeistert wird.

Woraus besteht Kaiji und was macht Kaiji aus?

Die korrupte Welt des Glücksspiels

Die korrupte Welt des Glücksspiels

Der Anime besteht bisher aus 2 Staffeln mit jeweils 26 Episoden, welche zusammenhängend erzählt werden. Obwohl der Manga noch fortgeführt wird, ist das Ende der zweiten Staffel abgeschlossen, sodass man sich die beiden Staffeln trotzdem anschauen kann.

Der Titel lässt sich dem Seinen-Genre zuordnen und ich würde ihn vor allem älteren Zuschauen empfehlen, da in dem Anime Dinge wie Kreditschulden, Glücksspiel, Korruption und Verträge behandelt werden und der Machtunterschied zwischen den reichen und den armen Menschen kritisiert wird. Solche Dinge lassen sich besser erfassen und ins Verhältnis setzen, wenn man sich selber schon einmal mit so etwas befasst hat. Wenn ich den Anime zum Beispiel schon mit 15 oder 16 Jahren gesehen hätte, dann hätte ich mir bestimmt gedacht:

„Boah voll geil, der ist ja voll schlau und so!“

Aber die Hintergründe und das Umfeld wären mir unklar gewesen.

Der Anime hat keine tolle, liebe Aussage wie zum Beispiel: „Mit der Kraft der Freundschaft kannst du alles schaffen“, wie es in vielen Shounen eben üblich ist, sondern es wird immer wieder deutlich gezeigt, dass – je mehr Geld man hat, umso mehr Macht besitzt man und umso mehr kann man sich herausnehmen, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Man braucht schon eine gewisse Reife, um zu verstehen, dass das pure Gesellschaftskritik darstellt.

Der zunächst ungewöhnliche Zeichenstil entpuppt sich schnell als passend und schon nach kurzer Zeit mag man ihn gar nicht mehr missen, da er einfach typisch für Kaiji ist. Es wird bewusst auf Anti-Mainstream gesetzt, daher wird man hier keine Comedy, kein Ecchi oder stereotypische Charaktere finden. Trotzdem ist die Aufmachung sehr hochwertig, da der Anime von „Madhouse“ produziert wurde, aus deren Studio zum Beispiel auch Death Note, HunterXHunter 2011 und Claymore kommen.

Charakterisierend für Kaiji ist auch der Sprecher (gesprochen von Fumihiko Tachiki [u.a. Kenpachi aus Bleach, Gendou Ikari aus Evangelion und Akainu aus One Piece), der Kaijis Gefühle und Möglichkeiten in angespannten Situationen sehr emotional und episch beschreibt und einen durch die Serie führt, indem er komplizierte Handlungsabläufe noch einmal leicht verständlich wiederholt oder beschreibt was genau zwischen 2 Szenen passiert ist. Bei gefühlsstarken Szenen werden oft Metaphern verwendet, welche auch bildlich dargestellt werden. Zum Beispiel, wenn Kaiji kurz vor dem Ziel ist, sich ihm dann aber doch noch ein Hindernis in den Weg stellt, wird wortwörtlich gezeigt, wie Kaiji auf das Ziel zu rennt und dann eine riesige Mauer vor ihm aus dem Boden wächst oder wenn jemand durch eine Fehlentscheidung quasi „in den Abgrund des Verderbens sinkt“ wird eine Szene gezeigt, wie derjenige hilflos in einem Sumpf untergeht.

Er sinkt wortwörtlich in den Abgrund des Verderbens.

Er sinkt wortwörtlich in den Abgrund des Verderbens.

Wenn er dann aber doch noch eine Idee bekommt, wie er aus der Situation heraus kommen könnte, wird diese Szene wieder aufgegriffen und man sieht, wie er ein rettendes Ufer erblickt und versucht, es zu erreichen.
Generell werden die Emotionen der Charaktere auch sehr deutlich durch die Animation und Dialoge hervorgehoben, so passiert es auch öfter, dass ein Charakter durch den Druck zusammenbricht, weint oder verrückt wird.

Er sieht keinen Ausweg mehr und zerbricht unter dem Druck.

Er sieht keinen Ausweg mehr und zerbricht unter dem Druck.

Die Spannung wird durch diese und viele weitere Stilelemente immer weiter nach oben getragen, bis eine bedrückende und beklemmende Stimmung erzeugt wird, der Kaiji oft ausgesetzt wird und man das Gefühl bekommt, selber in seiner Situation zu sein.
Die Wendungen und Mind-Battles, die meiner Meinung nach locker mit Death Note mithalten können, haben dadurch noch viel mehr Kraft und schlagen bedeutend heftiger ein.

Der Soundtrack sticht zwar nicht mit epischen Tracks heraus, wie der Death Note Soundtrack vom gleichen Komponisten (Hideki Taniuchi), allerdings finde ich, dass Kaiji keine übermäßig epischen Tracks braucht, da Kaiji einfach realistischer ist und es keine übernatürlichen Elemente, wie bei Death Note, gibt. Persönlich finde ich ihn sehr gelungen, da er sehr beklemmend und düster wirkt und daher auch einen großen Teil zur Atmosphäre beiträgt.

Gibt es noch andere Umsetzungen von Kaiji?

Es gibt 2 Live-Action Filme, die den Inhalt der ersten beiden Staffeln adaptieren, allerdings in gekürzter Form. Der Cast ist komplett japanisch und auch die Emotionen werden „typisch japanisch“ dargestellt, was allerdings kein Problem ist, wenn man daran gewöhnt ist oder man sich darauf einlässt.
Mit „typisch japanisch“ meine ich die Art, wie in japanischen Filmen geschauspielert wird. Unter anderem werden Emotionen anders dargestellt, als in westlichen Filmen. Also wenn zum Beispiel jemand verzweifelt ist, weil jemand gestorben ist oder so, dann wird oft das ganze Gesicht stark verzogen und zusätzlich zu den Tränen gibt es noch Schreie der Wut oder Verzweiflung. Ich denke jeder, der schon einmal ein paar japanische Filme gesehen hat, wird direkt wissen was ich meine.

Der Hauptcharakter Kaiji wird von Tatsuya Fujiwara gespielt, welcher zum Beispiel als Light Yagami aus den Death Note Live-Action-Filmen oder als Shuya Nanahara aus Battle Royale bekannt ist.

So sieht Kaiji in den Live-Action-Movies aus

So sieht Kaiji in den Live-Action-Movies aus

Der erste Film „Kaiji: Jinsei Gyakuten Gemu“ ist sehr zu empfehlen, da dort die besten Elemente der beiden Staffeln zusammengefügt worden sind und der Film mit seiner Laufzeit von über 2 Stunden nicht langweilig wird. Durch diesen Film bin ich auch das erste Mal mit Kaiji in Berührung gekommen und er hat mir so gut gefallen, dass ich mich dazu entschlossen habe den Anime zu schauen. Der Anime toppt den Film aber um Längen, da die Dinge, die Kaiji ausmachen, wie der Sprecher, die Metaphern oder der Zeichenstil in dem Film fehlen.

Der zweite Film mit dem schlichten Titel „Kaiji 2“ behandelt den Rest, der beim ersten Film weggelassen wurde + ein wenig Filler, um die Laufzeit voll zu bekommen. Dieser Film hat mich ziemlich enttäuscht und ich kann ihn leider nicht weiterempfehlen, da die besten Elemente und Story-Abschnitte ja schon im ersten Film verwendet wurden und man in diesem Film dann die sowieso schon leicht schwächeren Abschnitte lieblos abgehandelt hat. Als Höhepunkt wurde dann ein eigenes „Spiel“ erfunden, welches meiner Meinung nach aber unoriginell und antiklimatisch wirkt.

Warum stelle ich gerade diesen Anime vor?

Wie werden die Würfel wohl fallen?

Wie werden die Würfel wohl fallen?

Der Anime hat mich persönlich sehr geflasht (selbst mehr als Death Note), da ich durch den Zeichenstil am Anfang nicht viel erwartet habe und man auch nach der ersten Episode noch kein klares Ziel vor Augen hat. Da ich bei Death Note schon vorher hohe Erwartungen hatte und Kaiji aber kaum bekannt ist, wurde ich bei Zweiterem einfach mehr überrascht. Er hat mich dann in den Bann gezogen und von Folge zu Folge wurde ich immer weiter hineingezogen, bis ich dann in einem Rutsch am Ende angelangt war und einfach nur begeistert war. Ich bin ein großer Fan von Anime, in denen sich die Charaktere durch Überlegungen und weites Vorausplanen gegenseitig ausspielen und von solchen Anime gibt es nicht viele, die gut gemacht sind und einen in einer spannungsgeladenen Atmosphäre einfangen.

Ich möchte, dass dieser Anime kein Geheimtipp bleibt, sondern von mehr Leuten gesehen wird, da der Anime das einfach verdient hat. Ich finde es ziemlich schade, dass manche durchschnittliche Anime so viel Aufmerksamkeit erhalten, nur weil sie Mainstream-Elemente beinhalten und generell wahre Perlen der Animationskunst oder außergewöhnliche Werke aufgrund des Zeichenstils verurteilt und links liegen gelassen werden, ohne dass man auch nur eine einzige Episode davon gesehen hat. Also gebt dem Anime bitte eine Chance, es lohnt sich!


Wenn ihr euch mal die erste Folge angeschaut habt, würde ich mich über eure Meinungen dazu in den Kommentaren freuen ^^ Lob und Kritik zum Artikel sind natürlich auch immer gerne gesehen.

Euer Narutofreak1412

Gastartikel: Animation in Naruto

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Hallöchen, ich bin der Narutofreak1412.
Manch einer kennt mich vielleicht von den Kommentaren zu den Breakdowns von Aeris. Ich bin schon lange ein begeisteter Leser ihres Blogs und freue mich jede Woche genauso auf die neuen Breakdowns wie auch auf das neue Kapitel. Nachdem sie gemerkt hat, dass ich mich viel mit der Animation des Anime „Naruto“ und den Leuten, die dahinter stehen beschäftige, hat sie mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, einen Artikel darüber zu schreiben.

Nachdem mir damals bei den Kämpfen gegen Hidan und Kakuzu im Totbaumwald, des 6schwänzigen gegen Pain und Sasuke gegen Danzou die grandiose und außergewöhnliche Animation aufgefallen ist, wollte ich wissen, warum das so ist und wie das kommt, dass vereinzelnd so gute Episoden dabei sind und dann auch mal wieder richtig schlechte. Ich habe mich dann auf anderen Blogs und Foren-Threads darüber informiert und mich immer mehr damit beschäftigt. Dabei habe ich die Leute kennegelernt, die hinter dem Anime stecken, wie die Produktion von einem Anime, insbesondere bei Naruto, abläuft und wie man bestimmte Animatoren anhand der Zeichenstile erkennt. Man kann dann schon im Voraus, wenn die Staff-Listen der folgenden Episoden jeden Monat erscheint, sagen, welche Episoden besonders gut umgesetzt werden und welche weniger gut sein werden.

Ich achte seitdem auch bei anderen Anime verstärkt auf die Animation und es erfreut mich immer wieder, wenn ich richtig gute Szenen, insbesondere Kampfszenen, zu sehen bekomme. Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Artikel auch ein wenig für die Animation bei Naruto begeistern kann und ihr einen Eindruck davon bekommt, warum die Episoden so aussehen wie sie nun einmal aussehen.

Grundlegendes

Wie euch bestimmt aufgefallen ist, ist die Animationsqualität bei Naruto sehr inkonstant. Die Qualität einzelner Episoden schwankt zwischen extrem guten, mittelguten bis hin zu sehr schlecht umgesetzten Folgen.

Der Hauptgrund dafür ist, dass Naruto eine Serie ist, die auf unbestimmte Zeit läuft. Anders als zum Beispiel bei 13-, 26- oder 52-Episoden-Animeserien, haben Serien wie Naruto kein festgelegtes Budget. Daher kann auf Dauer keine hochwertige Animation verwendet werden, da man nicht weiß, wieviel Geld demnächst durch z.B. DVD Verkäufe und vielen anderen Faktoren zur Verfügung steht. Außerdem gibt es enge Zeitfenster und die Episoden müssen schnell hergestellt werden, da jede Woche eine Episode erscheint und der Anime, außer bei Feiertagen, keine Pause macht.

Um diese Zeitfenster einhalten zu können, werden viele verschiedene Leute benötigt. Bei Naruto Shippuuden ist die Person mit dem meisten Einfluss auf die Animationsqualität der Animation Director. Seine Aufgabe ist es, den Verlauf bei der Herstellung der Animationen zu überwachen. Bei Naruto werden meistens ca. 8 ADs (Animation Director) gleichzeitig eingesetzt, wobei jeder an einer anderen Episode arbeitet. Sie weisen die Animatoren dazu an, wie sie ihre Szenen animieren sollen. Japanische Animatoren animieren nämlich, anders als in US-Cartoons (Dort zeichnet meistens jeder Animator einen bestimmten Charakter), ihre Szene komplett alleine. Jeder animiert meist eine 1-3 Minuten-Szene der Episode.

So wird innerhalb von ca. 3, manchmal auch 4 Monaten, Folge für Folge fertig gestellt. Dabei wird nicht nur animiert, sondern danach müssen den animierten Szenen noch Hintergründe, Lichteffekte, CGI (computeranimierte Objekte und Umgebungen) und Bildeffekte (zum Beispiel Nebel, Hitze- oder Unterwasser-Verschwimmen u.ä.) hinzugefügt werden. Danach muss alles noch zu einer Folge zusammengeschnitten werden, Soundeffekte und Hintergrundmusik müssen eingefügt werden und die Folge muss synchronisiert werden. Dabei läuft das ähnlich wie bei der Animation ab. Es ist nämlich nicht so, wie man sich das gerne vorstellt, dass alle Synchronsprecher sich in einem Raum versammeln und dann jeder seinen Charakter spricht. Es werden einzelne Synchronsprecher ins Studio eingeladen, manchmal auch in kleinen Gruppen von 2-3 Leuten, und jeder spricht dann alle Dialoge seines Charakters für die nächsten ca. 5-6 Episoden.

Bei der Animation hat jeder Animation Director seinen eigenen besonderen Stil. Er zeichnet den ersten und den letzten Frame (einzendes Bild) einer Aufnahme und sagt dem Animator, wie die Bewegung zwischen den beiden Frames genau ablaufen soll. Zum Beispiel, wenn ein Charakter seinen Arm hebt, dann zeichnet der Key Animator ein Bild, wo der Charakter seinen Arm unten hat, dann eines wo er den Arm auf halber Höhe hat und eins wo der Arm oben ist. Das nennt sich Key-Animation. Die Frames zwischen den Key-Frames zu zeichnen nennt sich Inbetween-Animation.

Mit CGI-Effekten wird bei Naruto gerne gearbeitet, wenn man mit wenig Aufwand sehr viele Objekte zeigen möchte, die alle gleich oder ähnlich aussehen. Es wurde zum Beispiel benutzt, als die Zetsu-Armee das erste mal gezeigt wurde, Konan das Meer mit ihrem Kami no Shisha no Jutsu (das, wo sie das Wasser teilt und den Gegner mit 600 Millarden Briefbomben sprengt) geteilt hat, zu animieren. Die Shinobi Armee wird auch oft mit CGI animiert. Aus der recht aktuellen Episode 323 (da wo sich die 5 Kage auf dem Schlachtfeld bei Madara versammeln) ist die Szene, wo Naruto mit seinen ganzen Doppelgängern das Oodama Rasengan gegen das Mokuton-Jutsu von Madara einsetzt, auch sehr offensichtlich als CGI zu erkennen. CGI ist deshalb so arbeitssparend, weil man einfach nur ein 3D-Modell am PC erstellen und mit einer bestimmten Bewegung versehen muss und man das dann einfach kopieren und mehrfach einfügen kann. Und schon hat man zum Beispiel eine ganze Armee.

Mit CGI erstellte Zetsu-Armee

Mit CGI erstellte Zetsu-Armee

Naruto hat, wie gesagt, ein ständig wechselndes Budget und knappe Deadlines. Dadurch müssen viele verschiedene ADs eingesetzt werden, wobei alle unterschiedliche, eigene Zeichenstile haben. Bei Naruto werden beim Clean-Up und dem Finishing die unterschiedlichen Zeichenstile nicht stark aneinander angepasst und den Key-Animatoren wird viel künstlerische Freiheit gelassen. Dadurch kann man mit bloßem Auge innerhalb der Episoden die verschiedenen Zeichenstile erkennen.

Hier ein extremes Beispiel aus Shippuuden Episode 322 wo 3 Szenen mit unterschiedlichem  Zeichenstil hintereinander kommen:

Szene 1 - originalgetreuer Zeichenstil

Szene 1 – originalgetreuer Zeichenstil

Szene 2 - Mit animiertem Hintergrund und weniger Details an den Charakteren

Szene 2 – Mit animiertem Hintergrund und weniger Details an den Charakteren

Szene 3 - "Skechy" wirkender Stil mit sehr geringen Details

Szene 3 – „Skechy“ wirkender Stil mit sehr geringen Details

Bei Naruto Shippuuden ist auch besonders, dass jeder Animation Director meist mit denselben Animatoren und Storyboardern wie ein Team zusammen arbeitet. Manchmal wechselt auch der Animation Director, aber die Animatoren und Storyboarder bleiben meistens zusammen.

Hier ist eine Grafik mit unterschiedlichen „Teams“ aus ADs/Key-Animatoren, normalen Animatoren (auch Inbetween-Animatoren genannt) und Storyboardern, welche zu Anfang von Shippuuden (001-116) oft zusammengearbeitet haben. Dort sieht man auch gut die unterschiedlichen Zeichenstile.

Laaaaaaanges Bild mit unterschidlichen Teams und deren verschiedene Zeichenstile

Laaaaanges Bild mit unter-schiedlichen Teams und deren Stilen

Besonders auffällig sind die unterschiedlichen Arten, wie die Augen oder die Nase gezeichnet wird. Die Form des Gesichts verändert sich auch je nachdem wie tief das Kinn und wie breit die Wangen gezeichnet werden. Das Stirnband sieht auch immer etwas anders aus.

Wie man sieht, unterscheiden sich die Stile erheblich – manche sehen sehr gut aus (1, 11, 14) und manche wirken eher billig (2, 4, 10), was häufig daran liegt, das Episoden outsourced sind. Das bedeutet, dass die Episoden nicht in Studio Pierrot von den eigenen Mitarbeitern hergestellt werden, sondern die Animationen günstig bei z.B. chinesischen Firmen oder schlechteren japanischen Studios in Auftrag gegeben werden.

Sakuga-Animation

Kommen wir nun zu einer besonderen Animationsart, der Sakuga-Animation.
Was ist das? Nun, normalerweise hat die Animation bei Animes einige Einschränkungen. Das heißt, es werden oft Standbilder mit wenig Bewegung und feste Hintergründe verwendet. Zum Beispiel, wenn man einfach nur den Kopf des Charakters sieht und nur der Mund sich bewegt, während der Charakter spricht. Nichts anderes bewegt sich und der sprechende Mund besteht meistens auch nur aus wenigen Frames.

Standbild, wo nur der Mund sich mit wenigen Frames bewegt

Standbild, wo nur der Mund sich mit wenigen Frames bewegt

Das gleiche wird auch oft mit Effekten, wie Rauchwolken, fliegenden Steinen ect. gemacht. Ein paar wenige Frames mit Bewegung, welche immer wieder wiederholt werden.

Das ist aber nicht immer der Fall. Wenn ein Anime sehr flüssige Animation, also mehr Frames (Bilder) hat und die Animationen durch aufregende Kamerafahrten, Perspektivwechsel und mit-animiertem Hintergrund sehr aufregend gestaltet sind, dann spricht man von Sakuga-Animation.

Hier sind 2 Sakuga Beispiele aus Shippuuden Episode 293:

Lee und Gai öffnen ihre Tore und schlagen den Gegner mit Sakuga Animation zurück

Lee und Gai öffnen ihre Tore und schlagen den Gegner in Sakuga-Animation zurück

Man beachte die geniale und aufregende Kamerafahrt!

Man beachte die geniale und aufregende Kamerafahrt!

Sakuga-Animation ist normalerweise oft in Filmen und OVAs zu finden, da dort das Budget höher ist, aber in normalen Anime TV-Serien kommt es seltener vor und in Langzeit-Anime wie One Piece, Toriko, Naruto & ect. ist es noch seltener. Nichtsdestotrotz findet man aber in Animes von jedem Studio von Zeit zu Zeit Sakuga-Szenen.

Hier noch ein Sakuga-Video mit vielen verschiedenen Anime-Szenen:

Key-Animatoren/Animation Directors

Hier stelle ich noch ein paar meiner Lieblings-Key-Animatoren aus Naruto vor:

Hiroyuki Yamashita

Mein Lieblings-Key-Animator! Er hat viele klasse Szenen animiert, hat einen sehr geilen Stil sowohl in Action- und Badass-Szenen als auch in Comedy-Szenen.

Bei Episode 322 von Naruto Shippuuden (Madara vs Shinobi-Allianz) hat Hiroyuki sich das erste Mal über Animation hinaus an eine Folge gewagt. Die ist also etwas ganz Besonderes! Normalerweise macht er nur Key-Animation, aber bei der Folge hat er die Animationen überwacht, den Grund-Stil vorgegeben, das komplette Storyboard geschrieben und die Rolle des Episode Directors eingenommen, also hat er auch die Dialoge gesetzt, Musik ausgewählt, Kamerafahrten und CGI-Effekte bestimmt. Mir hat „seine“ Folge sehr, sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass er in Zukunft öfter Mal auch Storyboard und Direction macht. Mir haben vor allem die vielen kleinen Details gefallen, wie die betende Kunoichi, die Shinobi, die ihre Schwerter zitternd in der Hand halten, die detaillierten Charakter-Designs der No-Name-Shinobi, die Schwarz-Weiß-Sketch-Zeichnung (als Madara sein Katon-Jutsu macht) oder auch so Szenen, wie als Oonoki den Felsen aufhält und seine Finger bluten, als der zweite Felsen kam und man kurz vorher immer zwischen Himmel und der Armee, die sich zu früh freut, gewechselt hat und nach dem Meteor, wo der Shinobi sich durch die Szenerie voller Leichen schleppt.

Hier hat neshru aus dem Naruto-Boards Forum Hiroyuki Yamashitas Style mal auseinandergenommen und genau beschrieben, woran man seine Szenen erkennt, was seine Eigenheiten sind und wie sich sein Stil über die Jahre langsam verändert hat. Das ganze ist 4 Posts lang und mit vielen Screenshots und Beispielen versehen, sehr interessant!

Gut zu wissen: Das Cover von dem Spiel Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm 3 ist auch von ihm. Artworks, Covers zu DVDs, Spielen usw. werden bei Naruto nämlich auch meistens von ADs angefertigt.

Das Cover zur Standart und Day-1 Edition von Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm 3

Das Cover zur Standart und Day-1 Edition von Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm 3

Man erkennt sofort seinen Stil, wenn man auf Narutos Mundwinkel oder auf Kabutos Gesicht schaut. Die Schattierung in Sasukes Gesicht trägt auch seine Handschrift.

Und hier habe ich noch 2 Videos, wo ihr Szenen von ihm in Bewegung bewundern könnt:

Shingo Yamashita

Er ist auch einer meiner Lieblings-Key-Animatoren. Allerdings ist er kein regulärer Key-Animator an Naruto, also er wird nur hin und wieder mal eingesetzt, arbeitet aber nicht fest an Naruto. Er ist vielleicht der umstrittenste Animator, der an Naruto arbeitet, da sein Stil und seine Bewegungen meistens etwas abstrakt und „sketchy“ wirken und er gerne auch mal Gesichtszüge entgleisen lässt, was nicht jedem gefällt (Leute, die Masaaki Yuasa kennen, u.a. Mind Game, Kemonozume, Kick Heart, wissen, wie ich das meine). Er ist aber auf jeden Fall ein Top Key-Animator, welcher sich auf Kampfszenen spezialisiert hat. Er hat an unter anderem auch an Kampfszenen aus „Birdy the Mighty Decode“, „Fullmetal Alchmeist: The Sacred Star of Milos Movie“, „Gurren Lagann“ und an der OVA „Yozakura Quartet ~Hoshi no Umi~“ gearbeitet. Grade die Golem-Kampfszene aus „Yozakura Quartet“ (Yozakura Quartet ~Hoshi no Umi~ Episode 2 16:47-19:39) ist meiner Meinung nach sein bestes Werk bisher (sein Stil ist gleich an den rechteckigen Felsen und den Wassereffekten zu erkennen).

Er hat immer wieder kleine Szenen in Naruto animiert, aber am bekanntesten ist er wohl durch Shippuuden Episode 167 geworden. Das ist die Naruto 6 Tails VS Pain Episode. Er hat dort eine unglaubliche Arbeit auf sich genommen und fast ein halbes Jahr lang, die erste Hälfte der Episode komplett alleine!!! mit Flash animiert. Key-Animation, Inbetween-Animation, Finishing… Das hat er alles alleine gemacht und hat bis zur Explosion des Bijuu Dama über 5500 Frames (Bilder) gezeichnet, damit der Kampf so flüssig abläuft. Dafür bewundere ich ihn sehr.

Allerdings gefällt sein verzerrter Stil nicht jedem und man hat oft von Leuten, die keine Ahnung haben, gelesen, dass der Animator faul war, das Studio gezig ist, sie dort Azubis drangesetzt haben, die Folge nicht rechtzeitig fertig wurde u.ä.! Das stimmt definitiv nicht. Die Szenen sehen alle so aus, weil sie so aussehen sollen. Ich finde es aber okay, wenn Leute sagen, dass ihnen sein Stil nicht gefällt, weil es zum Beispiel zu stark vom restlichen Anime abweicht oder weil sie die Szenen nicht ernst nehmen können. Hat ja jeder eine eigene Meinung ^^ .

Ich persönlich finde die Folge eine der besten aus Naruto, weil ich seinen Stil kenne und er mir gefällt und ich finde, dass sein abstrakter Stil diesen irrsinnigen Kampf sehr gut unterstreicht. Zum Beispiel, wenn sich Pains Gesicht nach Narutos Schlag verzerrt, um die Geschwindigkeit und die Wucht des Schlages zu unterstreichen, oder wenn er ganz steif in den Boden gestampft wird und dann, wie eine Marionette, wieder aus der Erde gezogen wird, ohne das es ihm etwas ausgemacht hat.

Hier noch ein Video von einer Szene aus Shippuuden Episode 85 (Team Konoha vs Kakuzu und Hidan), wo man Shingos Stil sofort wiedererkennt an den Bewegungen von Kakashi, Shikamaru und Co. und besonders an Hidans Bewegung am Ende.

Und hier ein Video von Shingo Yamashitas roher Key-Animaion einer Kampfszene aus „Birdy the Mighty Decode“. Die Zeichnung sind alle ohne Inbetween-Animation und wirken daher etwas „unflüssig“. Unten rechts sieht man dann, das Endergebnis.

Das aktuelle Opening 13 ist übrigens auch größtenteils von ihm (die Kampfszenen, wo die Kage gegen Madara kämpfen). Man erkennt seinen Stil besonders an Madaras Bewegungen und an den Steinen und Effekten wieder.

Hirofumi Suzuki

Er hat unter anderem als Animation Director an folgenden guten Episoden gearbeitet:

Außerhalb von Shippuuden ist er bekannt durch Werke wie zum Beispiel dem „Madoka Magica“ Ending, welches er komplett alleine gemacht hat.

Hier noch 2 Beispiele von Szenen, welche von ihm animiert wurden:

Aus Naruto Shippuuden Opening 1

Aus Naruto Shippuuden Opening 1

Aus Naruto Shippuuden Episode 166

Aus Naruto Shippuuden Episode 166

Norio Matsumoto

Er taucht auch immer auf, wenn gute Animation benötigt wird. Er hat unter anderem an den folgenden Episoden aus dem alten Naruto gearbeitet:

Highspeed Kampf im Wald des Todes - sehr tolle Kamerafahrten!

Highspeed Kampf im Wald des Todes – sehr tolle Kamerafahrten!

In Shippuuden hat er Szenen in folgenden Episoden animiert:

Seine Kampfszene aus Shippuuden Episode 85:

Kengo Matsumoto

Er ist ein regulärer Key-Animator und Animation Director, welcher immer wieder auftaucht und uns schöne Animationen mit tollen Kamerafahrten beschert. Er hat unter anderem auch an den Episoden

gearbeitet, welche ja dafür bekannt sind, dass dort viele gute Animatoren mitgearbeitet haben. Außerdem hat er noch an der Filler-Episode

mitgearbeitet, welche mir ziemlich positiv aufgefallen ist.

Hier eine Szene von ihm aus Episode 234:

Aus Shippuuden Episode 234 - Einer der wenigen richtig guten Filler!

Aus Shippuuden Episode 234 – Einer der wenigen richtig guten Filler!

Tsuru Toshiyuki

Zum Schluss möchte ich euch noch Tsuru Toshiyuki vorstellen. Er animiert eher selten und ist hauptsächlich ein Storyboarder und Episode Director. Aber alle Episoden und Projekte, die er macht, gefallen mir außerordentlich gut. Er schafft eine tolle Atmophäre, wählt gute Musik und geht nicht 1:1 nach dem Manga, sondern fügt auch gerne mal eigene Szenen ein, die den Manga-Szenen noch mehr Wirkung verleihen. Zum Beispiel in Shippuuden Episode 82, wo er noch mehr Szenen hinzugefügt hat, wie Shikamaru um Asuma trauert und wie er langsam seinen Tod verarbeitet.

Bekannt ist er unter anderem für den dritten Naruto-Movie (der mit der Zirkusfamilie), den er größtenteils selber gemacht hat, also er hat den ganzen Film directed, die Story und das Storyboard geschrieben und ein paar Szenen auch selbst animiert.

Ein besonderes Werk von ihm ist auch der „Chikara Arc“ (Shippuuden 290Shippuuden 295). Er hat die komplette Story geschrieben, bei jeder Episode das Storyboard gemacht und jede Episode außer 292 und 294 directed. Die Story hat mir sehr gut gefallen und er hat tolle Animatoren eingesetzt, welche die Szenen sehr schön unterstrichen haben. Es gab ruhige und nachdenkliche Szenen, bedrückende Szenen und Sakuga-Kampfszenen. Dieser Arc hebt sich definitiv von den herkömmlichen Fillern ab und übertrifft meiner Meinung nach auch die meisten Filme von Naruto.

Am Storyboard zu Road to Ninja hat er übrigens auch (zusammen mit Masashi Kishimoto) gearbeitet.

Screenshots aus Episoden, wo er das Storyboard geschrieben hat:

Episode 17 - Mir hat hier sehr der Stil der Schwarz-Weiß-Szenen gefallen, die Narutos Wut unterstrichen haben

Episode 17 – Mir hat hier sehr der Stil der Schwarz-Weiß-Szenen gefallen, die Narutos Wut unterstrichen haben.

Episode 19 - sehr gefühlvolle Folge, sehr geiles Storyboard! Von Zabuzas Berserker-Angriff bis zur Finalen Szene, wo die beiden nebeneinanderliegen - großartig!

Episode 19 – sehr gefühlvolle Folge, sehr geiles Storyboard! Von Zabuzas Berserker-Angriff bis zur finalen Szene, wo die beiden nebeneinanderliegen – großartig!

Naruto Film 3 - Besonders der Zeichenstil springt hier ins Auge. Kenner erkennen eine Szene von Shingo Yamashita, wo Kakashi den Wasserdrachen auf die Soldaten macht ;)

Naruto Film 3 – Besonders der Zeichenstil springt hier ins Auge. Kenner erkennen eine Szene von Shingo Yamashita, wo Kakashi den Wasserdrachen gegen die Soldaten einsetzt 😉

Naruto Shippuuden Episode 82 - Hier springt sofort die geniale Atmosphäre ins Auge. In den ersten Sekunden der Episode konnte ich garnicht glauben, dass das der Anime Naruto ist, den ich grade schaue ^^

Naruto Shippuuden Episode 82 – Hier springt sofort die geniale Atmosphäre ins Auge. In den ersten Sekunden der Episode konnte ich gar nicht glauben, dass das der Anime Naruto ist, den ich grade schaue ^^

Naruto Shippuuden Episode 166 - Wieder eine emotionale Folge mit einem gekonntem Wechsel aus Filler-Flashbacks und Hinatas verzweifeltem Kampf gegen Pain!

Naruto Shippuuden Episode 166 – Wieder eine emotionale Folge mit einem gekonntem Wechsel aus Filler-Flashbacks und Hinatas verzweifeltem Kampf gegen Pain!

Shippuuden Episode 290-295 -  Sehr besonderer Filler, der mich vollkommen überzeugt hat. Von den Kampfszenen und der Charakterentwicklung bis hin zu den ruhigen und emotionalen Szenen - genial!

Shippuuden Episode 290-295 – Sehr besonderer Filler, der mich vollkommen überzeugt hat. Von den Kampfszenen und der Charakterentwicklung bis hin zu den ruhigen und emotionalen Szenen – genial!

Es gibt noch einige andere tolle Animatoren, Storyboarder usw., welche an Naruto arbeiten. Es kommen auch immer wieder neue, junge und talentierte Leute dazu. Man kann gespannt sein, was uns in Zukunft noch für besondere Folgen und Szenen erwarten.

Eine komplette Liste, welche Leute an euren Lieblingsfolgen gearbeitet haben, findet ihr hier:

Episode Credits (Animation Supervisor/ Storyboard/ Episode Director/ Screenplay)

Wenn euch eher die Animatoren interessieren (Key-Animation und Inbetween-Animation), dann findet ihr diese in einer Liste unter anderem hier:

Naruto Shippuuden Anime News Network Seite (Liste des Staffs, unter anderem Key Animatoren)

Es werden hin und wieder interessante Infos von Hayato Date (Director des ganzen Naruto-Anime) auf Twitter gepostet. Zum Beispiel meinte er vorher schon, dass eine besondere Episode auf uns zukommt (Episode 322) und dass unter Hiroyuki Yamashita viele jüngere, neue talentierte Animatoren in dieser Folge mitgewirkt haben.

Hayato Dates Twitter-Seite (Japanisch)

Hier noch ein Link auf den Blog von Studio Pierrot (japanisch). Dort gibt es manchmal Konzeptzeichnungen und einige Gedanken, die sich das Team gemacht hat, während sie zum Beispiel an einer Folge gearbeitet haben.

Hier haben sie zum Beispiel über Episode 319 gebloggt und es gibt Charakter-Designs und Skizzen dazu zu bewundern.

Als Quellen habe ich www.animenewsnetwork.com und den Naruto Animations Thread auf Naruto-Boards benutzt.

Ich hoffe euch hat dieser Artikel Aufschluss darüber gegeben, wie der Naruto Anime gezeichnet wird, welche Leute hinter den Episoden stehen und dass ihr genausoviel Spaß beim Lesen hattet, wie ich beim Schreiben ^^

Euer Narutofreak1412