5 weitere Fragen an uns alle zu Anime und Manga

Akashi_interview_anime

Hallo liebe Leser,
bitte entschuldigt den recht dünnen Content in den letzten Wochen, wie immer wenn man sich vornimmt, sich „ab jetzt ganz besonders um eine Sache zu kümmern“, meldet sich das Privatleben zu Wort.
Wir möchten natürlich auch wieder tiefer in die Autorenschaft und vor allem unsere tolle Community einsteigen, mit interessanten Projekten und allem was dazu gehört und melden uns jetzt erstmal wieder mit der Fortführung der Fragereihe zurück, die wir zu Jahresbeginn gestartet haben:

Da Aeris momentan leicht verhindert ist, poste ich heute meinen Teil zu dieser Fragerunde ohne ihren Input, damit wir die Unterhaltung schonmal beginnen können.


Welchen Titel findest du am stärksten unterschätzt?

Kakashi thinking

denkdenkdenk…

Hmm, auch wenn die Frage von mir selbst kommt – ich habe sie vor Monaten in einem „für spätere Artikel dieser Art“-Notiz-Artikel abgespeichert und völlig vergessen – ist das echt hart.

Ich müsste ja jetzt „den“ Titel parat haben, der total der Underdog ist, aber das größte Rampenlicht verdient – aber woher sollte ich den kennen? Ich kenne ja wahrscheinlich nur die fetten, großen Titel. Und selbst die, die *ich* als kleine Titel bezeichnen würde, haben es ja immerhin bis zu einem Leser/Schauer in Deutschland geschafft…
Ich nenne daher Titel, von denen ich immer gewollt habe, dass MEHR Leute sie sehen/lesen und mache das daran fest, wie gut man heute (noch) da herankommt:

  • Crayon Shin-Chan
  • Digimon
  • Dr. Slump
ShinChan01

Mangaband 1

Shin Chan (in Japan Crayon Shin-chan) ist eine meiner absoluten Lieblingsserien. Die Serie läuft seit 1990 als Manga/seit ’92 als Anime ununterbrochen in den unmöglichsten Ländern und wir hier in Deutschland haben nur eine Handvoll Bücher/Episoden davon abbekommen und werden NIEMALS mehr kriegen…
Ich selbst besitze alle 8 in Deutschland erschienenen Mangabände (es gibt insgesamt 50!). Die deutsche Stimme von Shin war sooo gut – alle Stimmen in der deutschen Vertonung…
Es war echt ein Traum.

Selbst der Tod des Autoren 2009 hat die Serie nicht vom Stoppen abgehalten – sie läuft seitdem als „New Crayon Shin-chan“ weiter und hat seitdem 3 weitere Mangabände veröffentlicht.
Von den aktuell 856 Anime-Episoden haben wir gerade mal 130 oder so in Deutschland bekommen…
Den Rest werden wir niemals übersetzt kriegen, der Zug ist abgefahren. Von den deutschen Synchronsprechern ist mindestens einer seitdem gestorben – und zwar eine recht zentrale Stimme – das wird also nichts mehr.

Poster zum aktuellen Shin Chan Movie

Poster zum aktuellen Shin Chan Movie

Es gibt außerdem 25 Videospiele, 23 Kinofilme (von denen einige mehrere Millionen $ gemacht haben… und der aktuellste am 18.05.2015 erschienen ist)
Auch all das werden wir niemals sehen/spielen/lesen können…

Digimon – vor allem Digimon Adventures 01 und 02 und auch Digimon Tamers (das war das erste Mal, dass Digimon quasi rebootet wurde – Digimon Tamers hat mit Digimon Adventures nichts zu tun, auch wenn es technisch die dritte Staffel von „Digimon“ als Serienuniversum ist) sind richtig gute Serien.
Es geht natürlich um Freundschaft und Verständnis, aber auch viel um das noch junge Internet.

Digimon 01

Akteuere der Staffeln 1-3 (für Vergrößerung klicken)

Visionen einer digitalen Welt, die parallel zu unserer liegt und endlose verschiedene Digimon-Evolutionen, die Digimon 1 zu Digimon XVQ werden lassen können, haben mir gezeigt, dass die Serie um Längen besser war als der Overdog Pokémon.

Leider waren anscheinend zu wenige der gleichen Meinung.
Die Folgen gibt es kaum auf Deutsch zu kaufen, ein Manga, der einen Digi-Tamer ähnlich wie Tai (Anführer der ersten Staffel), aber mit einer Digi-Volution von Veemon (Digimon des Anführers der zweiten Staffel) hat es nur zu einem Band geschafft, das war sehr schade, weil ich den Einblick in diese Digi-Welt immer sehr interessant fand…
Zum Glück ist eine neue Staffel (Digimon Tri) in Arbeit, die sich mit den erwachsenen Digi-Rittern der ersten Staffel auseinandersetzt – sie kommt sogar im Mai glaube ich in Japan heraus. Ich bin gespannt…

Es gibt 7 verschiedene Animeserien, die im Digi-Universum spielen, 9 Kinofilme und UNZÄHLIGE Videospiele – vom Tamagotchi-Aufziehen eines Digimon (das war glaube ich die Urversion), über Beat-em-Ups bis zu RPGs und Trading Card Games. Ich kenne die Digimon-World-Serie (1 und 3 sind sehr gut).

Dr.Slump01

Mangaband 1

Als letztes Dr. Slump.
Den Manga kann man nicht mal online lesen – 1, 2 oder 3 der 18 Bände bieten verschiedene Online-Reader-Seiten an, eine Schande…
Dabei ist das Stück von Akira Toriyama längst ein Klassiker – viele Ideen und Entwicklungen, die es in den Folgemanga Dragon Ball (ah, den kennt man) geschafft haben, wurden hier entwickelt, auch wenn die Story um das Robotermädchen Arale ein eigenes Stück Humor-Gold ist.

Oben: Arale im Dragon Ball-Anime (1986-89) Unten: Goku im (neuen) Dr. Slump-Anime (1997-99)

Oben: Arale im Dragon Ball-Anime (1986-89)
Unten: Goku im (neuen) Dr. Slump-Anime (1997-99)

Es gab 2 Anime-Serien, eine sehr alte und eine früh in den 2000ern, nachdem DBZ abgeschlossen war – das hat man gemerkt.
Viele deutsche DBZ-Sprecher waren in der Serie, Arale (die ja in den 80ern noch vor Goku gezeichnet wurde) hatte in einer Folge einen DB-Manga in der Hand…
Fanservice vom Feinsten -_-
Die zweite Serie war ein Remake – zwar hübscher aber hat leider abgestunken. Der Manga aber – greift zu, wenn ihr ihn jemals seht, man kann den orangefarbenen Einband nicht übersehen – ist absolute Spitzenklasse!

Ansonsten gibt es noch 11 Kinofilme und mehrere Videospiele, die ich aber alle nicht kenne.


Wenn du dir einen Titel aussuchen könntest, dem du eine Fortsetzung geben könntest – welcher Titel wäre es und was müsste darin enthalten sein?

Und: Welche Form würdest du wählen, um die Fortsetzung zu erzählen (Chapters/Manga-Band, (Visual-)Novel, Data-/Art-Book, (Real-)Movie, OVA, normale Folge, Interviews mit dem Autor/den Synchronsprechern, oder, oder, oder…) und warum gerade dieses Medium?

Uff, ich denke, ich würde einen ganzen Band zu Ranma 1/2 machen wollen.

In der Serie wurden immer mal wieder Elemente eingeführt (Personen, Künste, Liebesentwicklungen…), die nie weitergeführt wurden, damit immer und immer wieder neue zusammenhangslose Abenteuer mit diesen Elementen gesponnen werden können.
Quasi nach dem Motto „am Ende einer Episode ist alles wieder wie am Anfang“.
Dabei ist sooo viel Detail auf der Strecke geblieben, das ich gerne gebündelt aufnehmen und abschließen wollen würde.

Ranma 01

Das Ende des Ranma-Mangas ist so plötzlich gekommen, weil es nicht ausgeleitet worden ist.
Es hätte quasi einfach auch noch ein Abenteuer hintendran kommen können und keiner hätte sich gewundert.

Das heißt (SPOILER-ALARM), ich würde Ranmas Familie zusammenführen (oder für immer trennen), Ranma und Akane zusammenbringen, Ranma eine Lösung für seine weibliche Seite präsentieren und die wichtigen Nebencharaktere (Kuno, Ryoga, Shampoo, Happosai, Familie Tendo, Cologne) alle in eine feste Richtung bringen, sie die Schule abschließen lassen, etc. und ganz allgemein nacheinander die Charaktere von der Bühne treten lassen mit jeweiligen Zukunftsvorstellungen und Wünschen und die letzten – unfassbar schönen – anderthalb Seiten des echten letzten Mangabandes von Ranma 1/2 einfügen, um zu zeigen, dass all das *gerade eben* passiert ist und dass die Protagonisten jetzt zufrieden die Bühne verlassen können.

Warum einen Mangaband?
Ich hätte zu viel zu erzählen für ein einzelnes Chapter und möchte meine Geschichten in die bekannte Erzählung einbetten – nicht etwas „extra“ machen. Da der Anime generell einen anderen Verlauf hat, würde ich daher auch kein animiertes Format wählen.


Was ist das essentielle Element, dass einen „guten“ Titel für dich ausmacht? Gibt es so etwas überhaupt?

Und: Kannst du (wenn du davon ausgehst, dass es dieses gibt) Titel nennen, die du mochtest, die diesem Element aber dennoch widersprechen und sagen, warum du sie trotzdem magst?

Das „eine“ Element gibt es m.E. nicht, dafür ist die Materie einfach zu komplex.
Es gibt sicher mehrere Dinge, die einen Titel zu einem guten/schlechten Titel machen können – allerdings sind das wohl eher alles schlechte Dinge. Das Fehlen dieser schlechten Dinge, macht in meinen Augen oft einen guten Titel aus, da ich sehr schnell Titeln kritisch gegenüberstehe, wenn sie gewisse Grundregeln, die (von mir?) gefordert werden, nicht einhalten.

Auf Aeris‘ Wunsch werde ich hierauf an dieser Stelle ganz besonders eingehen und versuchen, meine Position am bisherigen Naruto Gaiden-Manga als Beispiel zu erläutern.

Ich habe diese Dinge nicht auf Kommando bei der Hand, aber wenn ich so überlege, was ich die letzten Jahre immer als das herausstechendste Element beobachtet habe, dass einen Titel „schlecht(er)“ macht, dann ist es Konsistenz.

Konsistenz ist meiner Ansicht nach wirklich ein Grundpunkt, der von jedem Autoren zu halten sein muss. Ich finde das auch nicht übertrieben – wenn eine Welt erschaffen wird mit gewissen Regeln, Grundsätzen und Grenzen, dann sollte es im Interesse des Autors sein, diese Welt zu erhalten. Klar gibt es Entwicklungen, die alles ein wenig biegen und ausreizen, aber solange das begleitend *erklärt* oder irgendwie anders kommuniziert wird, dass es sich um etwas Besonderes handelt, oder dass die Akteure dieser Welt, sie zuvor falsch eingeschätzt haben, ist das in Ordnung. Nicht in Ordnung ist es, wenn man Elemente einfach in die Story hineinsetzt, weil man genau weiß, wie *geil* es die Leser finden – ja ok, tun sie halt. Aber schlecht ist es dann trotzdem – billiger Fanservice ist genau das gleiche wie ein Übermaß an CGI-Effekten… Es ist peinlich, wenn man sein Werk dadurch legitimieren muss und ich kann Verteidiger solcher Werke nicht ernst nehmen, wenn sie keine anderen Elemente vorführen können, als „wie geil Narutos neuer Moodo“ war, im Angesicht des 7. oder 9. Mals, dass er mal wieder einen neuen hatte.

Als Beispiel: Naruto ist ein Manga, in dem es Tode gibt. Menschen sterben halt. Nicht nur das – es gibt einen Todesgott, der Seelen oder Teile von Seelen mit sich nehmen kann, die NIEMALS wieder verfügbar sein können. Und selbst der übermächtige Orochimaru ist nicht dagegen gefeit. Er verliert die Kontrolle seiner Arme im Kampf gegen den Hokage und muss Tsunade um Hilfe bitten – wir können uns in etwa vorstellen, wie gerne er das getan hat. Aber – huch? Orochimaru ist wieder topfit. Einfach so. Wie? Was meinst du damit „seine Arme sind von Sarutobi versiegelt worden und dürften nicht mehr Teil seiner Seele sein? Neeein, das war doch nur… Psscht. Orochimaru hat den Körper gewechselt und ist wieder fit. Wir reden einfach nicht mehr darüber, dann merkt es vielleicht keiner. Ach – und genauso vergessen wir einfach, dass *das gesamte Dorf Konoha* von Pain ausgelöscht wurde – ich lasse ihn einfach ein „alle sind wieder am Leben“-Jutsu ausführen, dann passt das schon.

ÜBER-Sasuke im normalen Manga, Kapitel 5

ÜBER-Sasuke 010 – 05

DAS – ist billige Storyentwicklung und bricht mit jeder Konsistenz.
Genauso die Entwicklungen, die wir gerade im Manga beobachten, in dem Shin Uchiha (wenn er so heißt), gegen Sasuke kämpfen kann, aber dessen Tochter nicht mit einem Hieb ausschaltet, sogar eine Waffe beschwört und mit ihnen „kämpft“.

Sarada vs Shin Gaiden 003 - 14

Sarada vs Shin
Gaiden 003 – 14

Chouchou vs Shin Gaiden 003 - 16

Chouchou vs Shin
Gaiden 003 – 16

Oder wenn Akademie-Schüler generell plötzlich (und das im krassen Gegensatz zum originalen Naruto-Manga, in dem Naruto und Sakura, die bereits die Akademie-Prüfung abgeschlossen haben, sich beim Angriff der zwei Kiri-Chunin vor lauter Angst nicht bewegen können) plötzlich einfach losfighten, als hätten sie ihren Lebtag nichts anderes getan. Im originalen Manga wurde hier Sasuke als DER Genin dargestellt. Der krasse Gegensatz zu allem, was der Leser bis hier erwartet hatte und vor allem natürlich zu Naruto, der ja sogar Mizuki besiegt hatte. Indem Kishi sich hier nicht an seine Grenzen hält und sich darauf besinnt, dass ein Kampf gegen Shin, der mit Heute-Sasuke kämpfen kann, bedeutet, dass Sarada ein absolutes Ninja-MONSTER sein müsste (Chouchou genauso) bricht er seine Konsistenz und verleiht damit seiner Arbeit ein schlechtes Element.

Blablabla, ein so ein Ausrutscher – Wurst.
Das Problem ist, dass Kishi sich seit Jahren solche Dinge erlaubt und denkt, indem er jetzt seinen Hauptninja Sarada *diesen starken Ninja* bekämpfen lässt, zeigt er schnell, wie cool er ist und das alle Leser ihn schnell mögen und bewundern sollen.

Hä? mehrere Kapitel investieren, um das richtig auszufleischen?
Nein… Ich hab doch auch den Dummkopf Naruto einfach Kakuzu besiegen lassen.
Jemanden, der mit dem Shodai Hokage gekämpft hat.
Mit dem dümmsten Angriff der Welt.

Die beklagen sich schon nicht, die Leser…


Gibt es einen Titel/eine Figur/ein Universum/… von dem du „wirklich“ etwas gelernt hast?

Und: Denke dabei bitte nicht an etwas Plattes wie: „niemals aufzugeben“ durch „Naruto“ oder so, sondern an eine wirklich echte Sache, die du in dein Leben hast mitnehmen können/das eine bestehende Wunde oder ein offenes Problem hat heilen oder lindern können.

„Wirklich etwas gelernt“?

Nein.

Ich bezweifle nicht, dass das möglich ist, auch wenn die großen Serien der letzten Jahrzehnte allenfalls mit generischen, langweiligen Eigenschaften wie „Blabla-Freundschaft“, „Blabla-Liebe“, „Blabla-fest-an-etwas-Glauben“, etc. glänzen. Die Auswahl der Titel, die es im Ganzen gibt, sollte groß genug sein, dass sich jeder etwas davon heraussuchen kann, das ihm/ihr schmeckt, von dem sie/er etwas „lernen“ kann – wenn man denn auf diese Weise Titel erleben möchte.
Ich persönlich möchte das nicht – ich beziehe diese Abenteuer nicht auf mich oder mein Leben und habe daher nicht die Bindung zum Werk, dass ich sagen kann, dass ich da „für mich persönlich etwas von mitnehme“ oder überhaupt mitnehmen möchte. Ich habe aber verschiedene interessante Storyelemente präsentiert bekommen und eher „vom Autoren“ gelernt, wie Geschichten dargestellt werden können, aber IM Werk etwas gelernt… das wüsste ich jetzt nicht.

Halt irgendwie Trivia, nicht wahr? Die-und-die Orte gibt es in Japan, die ich nicht kannte… Ort „X“ hat so-und-so-viele Einwohner – wenn denn Titel sowas in ihre Infoboxen auf den Panels aufnehmen, aber das ist ja nicht, was diese Frage von mir wissen will…

Außer man zählt, dass ich gelernt habe, wie diese Werke Realität porträtieren (oder sogar wahrnehmen). Also – wenn ich davon ausginge, dass Autoren glauben, sie stellen mit ihren Real-Life-Werken „wirklich“ ein echtes Leben dar, dann halt das – aber das wäre dann auch schon wieder auf einer Meta-Ebene.


Welches ist der *beste* Plot-Twist, den du in einem Titel erlebt hast?.

Bitte beschreibe die Situation und vor allem – was *diesen* zum allerbesten Twist macht.

Ich glaube, bin kein Typ für Plot-Twists.
Ich bin kein Typ für: „Oooh, das ist der entscheidende Moment – HEFTIGES Kapitel, ich wusste es schon immer!“

Das ist etwas, das in meinen Augen eher kurzfristige Entwicklungen beschreibt – eine plötzliche Überraschung, der Auftritt einer neuen Person/Information auf der Bühne… Es gab sicher schon viele solcher Momente, die mir (mitunter auch sehr) gut gefallen haben, aber ich glaube nicht, dass ich *so* Titel erlebe. Jedenfalls nicht, wenn ich mir manchmal die Spoiler-Ecke angesehen habe und gelesen habe, wie man über Entwicklungen in einem Kapitel *abgehen* kann.

Ich glaube eher, dass ich mich mehr für länger angelegte Entwicklungen begeistern kann. Dinge, die über mehrere Kapitel entwickelt werden und so einen stärkeren Einfluss auf das Gesamtgeschehen eines Titels nehmen können – der entscheidende Moment passiert dann natürlich immer in einem Chapter (muss ja), aber er lässt sich oft in einen größeren Arc setzen, der das Geschehen schon länger in diese Richtung gesteuert hat.

Zwei Beispiele:

VORSICHT, TOKYO GHOUL-SPOILER!

VORSICHT, TOKYO GHOUL-SPOILER!

Dragon Ball
Dragon Ball 196 - 12

Dragon Ball 196 – 12

Mein erstes Beispiel ist aus Dragon Ball. Es ist die Entscheidung, aus Goku „endlich“ einen Außerirdischen zu machen. Dargestellt durch den Moment, in dem Gokus Bruder Radditz auf der Kame-Insel auftaucht und Gohan entführt. Diese „Entscheidung“ betrifft den gesamten Rest des Mangas und macht im Grunde genommen (wie wir es aus dem TV kennen), ein „Dragon Ball“ und ein „Dragon Ball Z“ aus dem Titel.
Dass es sich hierbei nicht um eine Momententscheidung handelt, ist meiner Meinung nach bereits dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung der Saiyajin den gesamten restlichen Manga beherrscht. Aber auch dadurch, dass sie sich quasi angekündigt hat.

Klar – Von Radditz und dem Planeten Vegeta und der neuen außerirdischen Rasse hatte keiner eine Ahnung. Aber Gokus Merkwürdigkeit blieb doch immer einzigartig in diesem Manga. Der Wer-Affe, sein Schwanz, seine unmenschliche Stärke…

Dragon Ball 159 - 14

Dragon Ball 159 – 14

Es war irgendwie schon immer klar, dass er kein „Mensch“ ist – so auch dargestellt, in einer Unterhaltung mit Piccolo, 37 Chapter vorher. Aber eigentlich war es mit Einführung der Figur „Piccolo“ klar, dass Goku etwas ebenso Besonderes sein muss.

Der gesamte Piccolo-Arc ist nicht nur der letzte „irdische“ Teil der Serie, es ist meiner Meinung nach auch mit dem Moment der Ermordung Kuirins in Chapter 134/5 auch der Beginn der zweiten Hälfte des Mangas, der dann irgendwann zu Dragon Ball geführt hat.

Tokyo Ghoul
white-haired Kaneki by gameriuxlt (für Original klicken)

white-haired Kaneki by gameriuxlt (für Original klicken)

Mein zweites Beispiel ist ein „Twist“, der im Manga Tokyo Ghoul vorgekommen ist und den gesamten Manga verändert hat. Durch diese Entwicklung gibt es m.E. „zwei“ Mangahälften – eine schwarze und eine weiße, symbolisiert durch das nun weiße Haar des Protagonisten Kaneki.
Es ist der Moment, in dem der bisher „gute“, scheue und zurückhaltende, ehrfürchtige und ängstliche Kankei, der in besonderen Momenten (ganz wie der typische Manga-Held) nun durch die Folter des Yamori zum eiskalten und ständigen Ghoul-MONSTAR wird.

Ein absoluter Game-Changer und mit meine Lieblingsentwicklung in einem Manga der letzten Jahre.

Der Knackpunkt lässt sich auf ein Chapter fokussieren – ja. Aber die Geschichte ist im gesamten Aogiri-Arc darauf ausgelegt, dass das passiert und es hat Einfluss auf sämtliche spätere Entwicklungen und ist meines Erachten nicht nur ein kleiner Plot-Twist, sondern eben die gesamte zweite Häfte des Mangas.

Beide Beispiele sind sich sehr ähnlich – es sind beides Momente in einer langen und entscheidenden Entwicklung der Storyline. Ob es jetzt *genau diese beiden* Momente sind, die ich am allerallerbesten finde, kann ich nicht sagen – vielleicht ändert sich das auch mal, aber ich denke, ich habe gut begründet, welche Elemente an einer Story mich generell reizen und warum.

Halt… keine Plot-*Twists*


Das soll es mal wieder gewesen sein, ich würde die Fragen auch wieder an euch geben wollen – ihr seid natürlich wieder herzlich eingeladen, die Fragen, die euch davon ansprechen, auch zu beantworten und könnt dabei natürlich Anime, Manga, Anime-Movies, OVAs und dergleichen alles berücksichtigen.

Wer gerne selbst eine (oder mehr) Fragen in die Diskussionsrunde werfen möchte, kann das natürlich auch jederzeit tun, wir sind gespannt.

Bis zum nächsten (großen) Artikel:

Ninjason

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Über Ninjason

Ich bin ein Anime- und Manga-Fan, der unter anderem auf der deutschen Naruto-Wikia sehr aktiv gewesen ist und derzeit mit einer weiteren Autoren-Partnerin am Blog "Ramen-Chan" schreibt, wo wir uns mit Naruto auseinandersetzen. Nebenbei entwickle ich unter "Ninjason.de" ein Naruto-RPG für den PC, das mittlerweile ca. 50 Std. Spielzeit umfasst.

6 Kommentare zu “5 weitere Fragen an uns alle zu Anime und Manga

  1. Also erst einmal wollte ich erwähnen, dass ich es toll finde, dass wieder ein Artikel mit Fragen kommt! Die machen besonders viel Spaß, weil man dort über sich und über Anime nachdenken kann und es mir leicht fällt mich zu solchen Themen zu äußern. Hoffe das noch mehr solcher Artikel für die Zukunft geplant sind ^^

    1) Welchen Titel findest du am stärksten unterschätzt?

    Schwierig sich da auf einen Titel festzulegen, weil bei dem, was ich bisher gesehen habe, sind natürlich viele Sachen dabei gewesen, die ich total awesome fand, aber von vielen entweder schlecht oder überhaupt nicht bewertet wurden, also kaum bekannt sind.

    Erstmal wären da ein paar lange und zum Teil auch alte Anime, die einfach niemand aufgrund ihrer Länge/ episodischem Aufbau oder dem Alter nicht gerne gesehen werden.

    Bei Shin Chan stimme ich dir zu! Die Serie trifft ja sogar gleich auf alle meine 3 genannten Punkte zu und in Japan ist die Serie (zurecht) auch eine der Topserien schlecht hin, was die TV-Ratings betrifft. Sie mischt jede Woche bei den Top5 mit, da kommen selbst Pokemon oder One Piece nicht ran.
    Da hätte ich auch in Deutschland gerne mehr von gesehen, aber wie die meisten langen Anime wurde die Serie einfach irgendwann nicht mehr weiterverfolgt und heutzutage stehen die Chancen gleich 0, dass man es jemals weiter verfolgen könnte.

    Dann fallen mir noch Serien wie Pokemon und Precure ein.
    Klar, damals war Pokemon wohl überhyped, aber heutzutage? Jeder kennt doch nur die alten Episoden und niemand der älteren Generation hat es jemals ernsthaft bis heute weiterverfolgt (dazu zählt nicht es mal beim Zappen auf Pro7Maxx laufen zu lassen).
    Kaum jemand kennt Ashs neue Begleiter, keiner, den ich kenne, weiß was mit Rocko, Misty und Maike später passiert ist und was aus ihnen geworden ist. Niemand weiß, was für Änderungen im Aufbau Pokemon mittlerweile durchgemacht hat. Die Episoden sind nicht mehr so episodisch, es gibt kleinere und größere Storyarcs abseits der Orden und der Liga, Team Rocket kommt nicht jede Episode, sondern ist auch 20 Episoden mal gar nicht zu sehen (dafür planen sie dann im Hintergrund etwas umso größeres). Außerdem wird dadurch die Qualität der Episodeninhalte erhöht, da man eben nicht zu einem „Team Rocket davon abhalten etwas zu stehlen“-Ende bei jeder Folge gezwungen ist.
    Aber nein, jedem wird es nur im Gedächtnis bleiben als die Serie, welche damals awesome war, aber Team Rocket jede Folge genervt hat und die neuen Pokemon immer albener und schlechter wurden. Auch fällt es mir auch, dass es anscheinend im Trend ist das neue Pokemon zu haten.
    Niemand würde heute auf die Idee kommen sich nochmal ernsthaft mit dem Pokemon-Anime zu beschäftigen, deswegen finde ich, dass der Titel hier richtig ist.

    Precure ist von Aufbau her ähnlich wie Digimon, da außer bei 2 Ausnahmen, nach jeder Staffel der Cast, die Welt und das Setting resettet und geändert wird, aber die Grundthematik beibehalten wird.
    Aber bei mittlerweile 11 Staffeln, also rund 550 Episoden und 20 Filmen haben die meisten einfach keine Lust überhaupt mal damit anzufangen. Zumal es typisches, episodisches Magical Girl ist und, genauso wie Pokemon, an Kinder gerichtet ist. Nicht gerade bei vielen beliebt. Aber ich finde es einfach awesome! ich kann nicht genug davon bekommen und es wird mir auch nie langweilig, selbst wenn sich kleinere Storys nach über 500 Episoden auch mal wiederholen. Außerdem gibt es hier sehr viel hochwertige Animationen, die selbst die von Attack on Titan locker in die Tasche stecken, aber einen Großteil der Animefans werden sie niemals zu Gesicht bekommen 😦

    Dann gäbe es noch Yu Yu Hakusho. Einen Fighting Shounen basierend auf einem Manga von dem Mangaka von Hunter X Hunter. Ich habe die Serie damals gesehen, bevor ich HxH kannte und finde sie absolut geil!
    Das ist ein Anime, der einfach hierzulande niemals erschienen ist (ausser ein random Film, mit dem keiner was anfangen konnte) und gute Elemente eines FIghting Shounens vereint: Eine gutes interessantes Setting, fetztige Kämpfe wie aus Dragonball, keine Filler oder Streckungen der Story und gute Animation von Studio Pierrot (Die Leute, die die ersten Naruto-Folgen animiert haben) mit Sakura-Bonus. In Amerika ist es damals erschienen und daher gehört es dort für viele zur Kindheit, aber bei uns kennt es halt niemand und ne alte Serie mit ca. 100 Folgen, von der man noch nie gehört hat, wirkt nicht gerade attraktiv.

    Unterm Strich zählt aber meistens der Geschmack der Leute und der EIndruck, den die Serie auf einen macht. Wenn es vielen gefällt, dann ist es eben erfolgreich und wenn nicht, dann eher ein Nischentitel.
    Ich denke, dass es wirkliche allgemeine Underdog-Serien nicht gibt, denn wenn sie so gut wären, dann wären sie doch viel bekannter? Alles was man machen kann ist, seine Meinung zu sagen, dass man eine Serie gut findet und sie anderen zu empfehlen, aber wenn das nun mal eine Serie ist, mit der viele Leute nichts anfangen können und sie nicht zufällig einen Nostalgia-Bonus hat, dann bringt auch das Empfehlen oder Auflisten nach meiner Erfahrung nicht viel.
    Ich finds zwar Schade, aber ich muss mich halt damit abfinden, dass es einiges gibt, wo ich die Freude und den Hype mit niemanden teilen kann. Wenn ich jemanden, den ich kenne, fragen würde, ob er Bock hat mit mir Pokemon oder Pretty Cure zu schauen, dann würde man mir nur ein „Du spinnst doch“ an den Kopf werfen xD

    Ich könnt jez noch ewig so weiter machen, aber für heute belasse ich es mal bei den genannten Titeln/Franchises ^^

    2) Wenn du dir einen Titel aussuchen könntest, dem du eine Fortsetzung geben könntest – welcher Titel wäre es und was müsste darin enthalten sein?

    Ganz klar Bleach!
    Es gäbe zwar einige Anime, denen ich auch eine richtige Fortsetzung wünschen würde, wie Medaka Box oder Kenshin, aber Bleach ist ganz klar vorne!
    Bleach hat zwar quasi genau das ,was du (Ninjason) nicht mögen würdest und zwar zig fette und fetzige Kämpfe mit immer mehr Power-Ups, aber dafür Story-Schwächen und Inkonsistenz, aber für mich persönlich bedeutet er einfach sehr viel. Ich hab so viel geweint, als der Anime damals eingestellt wurde und auch heute verfolge ich auch noch wöchentlich gespannt den Manga. Aber auch der Manga neigt sich langsam zuende, daher würde mir eine richtige Fortsetzung des finalen Storyarcs echt viel bedeuten, also eine Serie, die halt so lang ist, wie die Story in einem guten pacing braucht. Und auf jeden Fall sollte die Animation wieder so ein hohes Niveau besitzen, wie die letzten 60 Episoden des ersten Bleach Anime.
    Es ist schwer zu beschreiben warum gerade genau dieser Titel und ich kann mir vorstellen, dass du es auch merkwürdig findest, weil ich ja selber schon sage, dass es Storyschwächen hat usw., da hätten richtig gute und durchdachte Serien ja eigentlich eher eine Fortsetzung verdient.
    Aber das ist bei mir so wie bei Naruto: Da finde ich die neuen Kapitel ja immer noch total awesome und mein Hype ist over 9000.
    Aber es ist nicht so, dass ich komplett anderer Meinung bin als alle anderen. Manche Punkte in der Story wirken auf mich einfach anders, wie z.B. die Powerlevel der Chars und bei einigen Punkten, da geb ich euch sogar recht, nur nimmt mir das nicht den Spaß und die Spannung an der Serie und ich ärgere mich nicht darüber. Auch wenn es Schwächen gibt, einige Dinge unlogisch sind ect. bin ich trotzdem noch genauso gehyped wie vor 8 Jahren und ich freue mich auf jede Folge/jedes Kapitel, selbst wenn es ein Filler ist oder irgendwelchen Regeln der Welt widersprechen sollte.
    Und genauso ist es auch bei Bleach. Auch wenn mal ein an den Haaren herbeigezogener Plottwist kommt, bin ich trotzdem Feuer und Flamme, geschockt, gehyped und kann es kaum erwarten, wie krass es wohl beim nächsten Mal weiter geht.

    3) Was ist das essentielle Element, dass einen “guten” Titel für dich ausmacht? Gibt es so etwas überhaupt?

    Ja, so etwas gibt es tatsächlich für mich! Und zwar muss der Titel mich emotional berühren. Damit meine ich jetzt nicht, dass ne traurige Szene vorkommen muss. Es ist egal, ob ein rauschendes Gefühl von Awesomeness & Epicness, das Gefühl der Trauer/des Mitgefühls oder Spannung/Witzigkeit. Ein Titel, der mich alles drumherum vergessen lässt, mich packt, mich in die Welt eintauchen lässt; Das muss ein guter Titel bei mir auslösen. Es gibt keinen Titel, den ich nur so nebenbei schaue, um ein wenig Zeit totzuschlagen oder um mich „einfach nur“ etwas unterhalten zu lassen. Ich möchte mitfiebern, mitdenken, mitlachen und mitweinen! Wenn ein krasser Angriff in Sakuga-Animation kommt möchte ich einen Adrenalin-Rausch im ganzen Körper spüren. Wenn ein Deprimierende stelle kommt, möchte ich einfach losheulen und alles rauslassen können. Wenn ein Witz nach dem anderen kommt möchte ich mich vor Lachen nicht mehr einkriegen können und kaum noch Luft bekommen. Ein Titel der das nicht schafft, also wo ich zum Beispiel ständig zurückspulen muss, weil ich gedanklich beim Schauen abgedriftet bin, oder mittendrin Pause drücke und Facebook checke, der ist für mich nicht wirklich gut und den könnte ich auch persönlich nicht weiterempfehlen.

    4) Gibt es einen Titel/eine Figur/ein Universum/… von dem du “wirklich” etwas gelernt hast?

    Hier muss ich mich dir anschließen. Es gibt zwar einige Serien, die mich nachdenken lassen haben, besonders hervorheben möchte ich hier Obito’s Geschichte und Gedanken und Welcome to the NHK, aber das sich daraus etwas entwickelt hat, was ich in mein Leben übernommen habe, oder ich mich nach einem Anime in bestimmten Punkten verändert habe, das ist noch nicht vorgekommen.
    Es gab zwar mal 2 Momente in denen hat mir die Serie Naruto quasi das Leben gerettet, aber das hatte nichts mit irgendwelchen Lehren oder so zu tun, die in der Serie zu Genüge verbreitet wurden.
    Es ist eher so, dass ich in beim Schauen in eine andere Welt eintauche und nicht, dass die Welt in mein Leben eintaucht ^^

    5) Welches ist der *beste* Plot-Twist, den du in einem Titel erlebt hast?

    Ich will hier jetzt keine expliziten Beispiele nennen, sondern allgemein sprechen: Die besten Plottwists sind für mich solche, deren Ereignis oder Enthüllung alles bisher dagewesene auf den Kopf stellen! Mit nur einer Änderung einer Tatsache werden plötzlich zig Sachen, von denen man eigentlich ausgegangen ist, auf den Kopf gestellt und es ergeben sich zig neue Möglichkeiten. Und dann folgt meistens eins aufs nächste; Wie eine Reihe Dominosteine bricht alles zusammen. das sind einfach die Momente, wo es dann im Kopf rattert und man von einem Gedanken auf den nächsten kommt („Ahhh, so ist das! Aber dann bedeutet das doch, dass jenes… Oh mein Gott, dann ist der Charakter bestimmt in Wirklichkeit das und das! Aber was bedeutete dann die Szene damals? Ahhh, der könnte dann das und das gemacht haben!“). Und in der Serie geht es dann auch meistens Schlag auf Schlag. Das gibt ein richtiges „Shit just got serious“-Feeling und man wird auf einen Schlag um ein Vielfaches aufmerksamer und gehypter!
    So etwas haben leider nicht viele Serien, aber ich habe beobachtet, dass diese Art von Plottwist gerade bei Langzeit-Serien viel häufiger anzutreffen und auch um einiges effektiver ist, weil sie da über eine lange Zeit im Plot vorbereitet werden können und das Konstrukt viel höher gebaut und viel länger gestaltet werden kann, bevor man es zusammenbrechen lässt.

    So das war es von mir 🙂
    Bin auf weitere Antworten gespannt!

  2. Ninjason sagt:

    @Pokemon
    Ich habe das glaube ich nie wirklich geschaut. Staffel 1 so hin und wieder (ich kannte die Story ja aus dem Game und hatte auch den Manga in der Hand und fand das viel interessanter – die Episoden waren, wie du schreibst, sehr wiederholend.

    Ich meine… Das war Sailor Moon auch – jede Folge Schema F und da hat’s keinen gestört – aber bei Pokemon wurde es mir schnell über. Irgendwie wurde das Schmema echt wieder und wieder bewusst neu iteriert. Die Orange Inseln habe ich noch mitgenommen, etwas Johto und dann war auch schon schluss.
    Bei Maike/Max habe ich nochmal aus Interesse reingeschaut, aber ich war viel zu alt dafür und die Serie hatte mit ihrem 13:00 – 14:00 Zeitfenster einfach keine Chance, dass ich da zuhause sein könnte.

    Was ich mir noch geben werde, ist der Pokemon Origins OVA mit Red und Blue, der näher an der Originalstory sein soll (am Manga, glaube ich).

    @Yuyu Hakusho – das habe ich von meinem Lieblings DBZ-YouTube mitbekommen – klar, habe ich an der Seite aufgenommen, aber tatsächlich nie Interesse für entwickelt.

    @Bleach
    Habe ich angefangen zu lesen – ging nicht. Bis chapter 50 bin ich glaube ich gekommen.
    Dann meinte mein Anime-Buddy, man müsse den schauen, habe ich auch angefangen – ging auch nicht. Dann habe ich es sein lassen.

    @Plot-Twists
    Die meisten großen Serien heutzutage sind ja auch nicht mehr „Start-Story-Schluss“, sondern sobald man merkt, dass sie ankommt, wird sie schnell verlängert und die ursprüngliche Storyplanung ist dahin.

    Dann werden solche knackigen „DAS ist der Moment“->Twists natürlich in der späteren, erweiterten Serie nicht mehr erinnert. Aber ich glaube viele Serien haben die relativ früh und wenn sie mal „nur so lange laufen würden, wie sie eigentlich sollten“, dann wären die Stories als Kunstwerk glaube ich auch viel besser und auch erfrischender.

    Fairy Tail zum Beispiel hat sich SO oft ge-plot-twistet, dass es nur noch ein Brei ist, den man heutzutage liest, obwohl ich in frühen Chaptern total am Ball war.

  3. @Pokemon

    Pokemon Origins ist Promotion für die neuen X und Y Spiele mit den Mega-verwandlungen gewesen.
    Die Story hält sich sehr stark an die Story von den alten Spielen, das geht soweit, dass man sogar komplette Dialoge 1 zu 1 übernommen hat. Also man wollte damit ältere Fans, die Pokemon noch aus der Kindheit kennen, für die neuen X und Y Spiele begeistern.
    Mit dem Manga hat das nicht soooviel zu tun, aber ich stimme dir zu, dass der Manga auch echt gut ist! Besonders der Hoenn-Arc hats mir angetan ^^

    @Plot-Twists

    Ja, auch hier muss ich dir (leider) zustimmen.
    Aber selbst Storys, die nicht künstlich in die Länge gezogen werden, bestehen heutzutage oft nur noch aus einem Anfang, welches das Setting und die Charaktere vorstellt, dann einen mittleren Teil mit standartisierten Episoden, wie das es Ärger gibt und sich das am Ende als Missverständnis herausstellt, die Beach-/Onsen- oder Freizeitbad-Episode, ne Weihnachts-Episode und ähnlichem Kram, wo dann nur hier und da kleine Hints auf die interessanten Teile der Story gemacht werden, damit die Leute weiterschauen und am Ende gibts dann ein kurzes Finale (meist ne Parallelwelt/Zeitschleife/ein Krieg/finaler Kampf gegen den Drahtzieher oder ähnliches). Wenn’s ein Anime ist und der Manga noch läuft, dann gibts manchmal auch garkein Ende und man steht doof da und muss Manga lesen oder auf ne zweite Staffel hoffen.

    Komplette, knackige und durchdachte Storys sind selten.

    Wie du schon gesagt hattest, bei Fairy Tail wird damit echt übertrieben.
    Am meisten stört mich aber, dass der Mangaka selbst gesagt hat, dass er meist beim Zeichnen selber oft noch keine Ahnung hat wie es ausgeht und sich dann überlegt, wie er es den Helden so schwer wie möglich machen kann. Und am Ende muss er sich dann überlegen wie Natsu sich dann doch noch aufpowern und den Gegner besiegen kann.
    Ich lese auch seit Anfang vom Turnier-Arc den Manga nicht mehr und den Anime schaue ich nur noch so alle paar Monate n paar Folgen als seichte Unterhaltung. Die einzige Stärke, die ich bei der Serie noch sehe sind die emotonalen Szenen. Zusammen mit dem Soundtrack von Takanashi schaffen sie es immer noch mich emotional zu berühren. Aber wirklich Spannung und Interesse an der Serie, wie am Anfang, ist bei mir auch nicht mehr da.

    Als richtig toll empfinde ich die Twists bei SnK. In jedem Arc erfährt man eine ganze Menge neuen Stuff, weitaus mehr als ich vermuten würde, und ich dabei das Gefühl habe, dass sich die Story vorwärts bewegt. Es gibt keinen Arc, den ich als unnötig oder fillerisch empfunden habe. Selbst den Politik-Arc finde ich wichtig für das gesamte Land und die Welt, in denen die Charaktere leben. Zumal das Finale dann etwas anderes sein wird als die übliche „Wir leiten eine Revolution gegen das böse Königreich ein/Unsere Regierung sind die wahren Drahtzieher“-Art von Ende.

  4. Lüge sagt:

    Netter Artikel! 🙂
    Zur ersten Frage fiel mir Kaiba ein. Das Ding ist wie der Sack Reis in China.

  5. Ninjason sagt:

    Moin, ich bin ein wenig orientierungslos, aufgrund deines Kommentars. Ist das Sarkasmus? Ich kenne Kaiba nicht, aber die Reis-Phrase wird ja eher benutzt, wenn etwas „egal“ ist.

    Wäre nett, wenn du dazu etwas Kontext geben könntest.

  6. Kaiba ist ein Werk von Masaaki Yuasa (Mind Game, Ping Pong the Animation, Kemonozume) und dessen Werke sind generell eher unbekannt und viele gehen diesen aufgrund des Anti-Mainstream-Zeichenstiles aus dem Weg. In den Kreisen von Animations-Fans wird er allerdings als einer der interessantesten Anime-Regisseure und Animatoren hoch angesehen und geschätzt.

    Ich denke, dass der Vergleich von Lüge so gemeint war, dass sich eben kaum einer für die Serie Kaiba interessiert und sie deswegen oft unterschätzt wird.

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