Naruto Recap: Kapitel 700 – Und was haben wir daraus gelernt? Nix

Answer

Unsere fleißige und aufmerskame Userin „mirasen“ hat heute etwas hier auf Ramen-chan gepostet: Einen tumblr-Eintrag eines Fans zum Ende von Naruto, das laut ihr von der Moral des Mangas her extrem enttäuschend ist. Hier der volle Beitrag.

tl;dr (too long; didn’t read)? Hier die kurze Version (und auch auf deutsch):

Das super-mega-wichtige Oberthema des Mangas war doch immer „I believe there will come a time when people truly understand each other.“ Es galt, den Zyklus des Hasses von Indra-Ashura, Hashirama-Madara und Sasuke-Naruto zu brechen. Es war klar und klar von Kishimoto kommuniziert: Sasuke und Naruto müssen am Ende zusammenarbeiten, um wahren Frieden zu schaffen.

Doch halt, was machen beide in Kapitel 700? Sasuke geht allein auf Wanderschaft, und Naruto befindet sich im „status quo“ als Hokage unter 4 anderen Hokage.

Es hat sich nichts geändert.

Sasuke wollte eine Revolution anzetteln, eine die das Kage-System und die Kooperation zwischen den Dörfern komplett neu formt. Ja, es war ein brutaler, eventuell nicht funktionierender Plan, aber es war ein Plan, der etwas geändert hätte. Kapitel 700 hat uns keine Änderung präsentiert. Naruto hat keine Antwort gefunden.

„Aber er könnte doch…“

„Woher willst du wissen, dass er nicht…?“

Nein, äh-äh, no way. Diese Frage war der OBERaufhänger des gesamten Manga. Die Antwort hätte konkret kommuniziert werden müssen. Selbst wenn die Antwort „Es gibt keinen wahren Frieden, man muss einfach seinem Herzen folgen und das Beste tun, was man zu seiner Lebzeit tun kann, und in die Zukunft (=Kinder) investieren“ gewesen wäre: Das hätte Naruto sagen müssen. Und wie gesagt: Eigentlich hätten das Naruto + Sasuke sagen müssen.

Denn was haben die beiden denn durch ihre Zusammenarbeit, durch die Niederlegung des Konflikts geschafft? Sie haben Kaguya vernichtet und das Mugen Tsukuyomi aufgelöst. Gut. Aber das ist nur ein Gegner der Shinobi-Welt. Bei der elementaren Frage des Mangas geht es aber um eine langfristige Lösung. Und nicht darum, sich von Widersacher zu Widersacher zu hangeln und jeden aufs Erneute platt zu machen.

Wie seht ihr dies?

Mir war es nicht komplett klar, nachdem ich Kapitel 700 gelesen hatte, ich bin ehrlich gesagt auch nur durch den tumblr-Post darauf gekommen. Trotzdem finde ich, dass die Schreiberin damit komplett recht hatte. Ich hatte gestern nochmal den Kampf Jiraiya vs Pain geschaut und eigentlich auch an sein Ideal „I believe there will come a time when people truly understand each other“ kurz gedacht, aber wirklich die Verbindung beziehungsweise die Deutung, was damit in Kapitel 700 geschehen ist, habe ich nicht gezogen.

„Vielleicht kommt dazu ja noch etwas im Film.“ Meh, find ich irgendwie nicht gut. Ich weiß, das ist Cross-Marketing, und Kishimoto ist höchstpersönlich in den Film involviert, aber für mich zählt im Herzen trotzdem nur der Manga. Kishimoto hat mit Kapitel 699 + 700 den Manga abgeschlossen, und da hätte dann auch dieses elementare Story-Teil drin vorkommen sollen, meine ich.


Einen weiteren Punkt, den die tumblr-Schreiberin schön beschrieben hat, und was einige von uns auch schon als blöd empfanden: Die Art und Weise, wie Naruto mit seinem vernachlässigten Kind umgeht.

Das hat sie so gut umschrieben, das will ich eigentlich gar nicht in eigenen Worten aufschreiben. Ich übersetze es mal nur:

700 Kapitel über die gesamte Welt, die versucht, den Idealismus aus Naruto herauszuprügeln; und Naruto, der immer und immer wieder mit einem Lächeln aufsteht und sich dagegen wehrt. Und nun soll ich glauben dass der Überraschungsninja #1 sich davon abhalten lässt… von was? Von Bürokram?? … Zeit zu finden, seinem Kind all die Liebe und all die Zuneigung zu geben, die es braucht, um ihm verstehen zu geben, dass er NIEMALS alleine ist? …Dies ist der Teil, der mich regelrecht verletzt. […]
Worauf es hinausläuft ist eine halbgare Entschuldigung für das Erwachsenwerden, das eine Person nach Jahren von Charakterentwicklung verändert, alles nur für eine visuelle Verbindung zu Kapitel 1: Ein Störenfried-Raufbold, der die Hokage-Gesichter bemalt. Es ist eine komplett oberflächliche Parallele, die vollkommen dem Mark der Geschichte widerspricht, die damit oh-so-clever den Kreis schließen will. Was extrem dämlich ist, da man dasselbe „nostalgische Nicken“ genau so MIT all der Tiefe und der thematischen Auflösung hätte hinbekommen können, die hier fehlt. Sagen wir mit… einem Waisenkind des 4. Krieges, das die Hokage-Gesichter bemalt. Und anstatt sauer zu werden, lacht Naruto, nimmt das Kind mit nach Hause und gibt ihm ein Zuhause. Damit hätte man dann nicht nur die visuelle Verbindung zu Kapitel 1, sondern auch mit einer simplen Szene die Symbolisierung der Idee, dass Naruto eine bessere Zukunft baut, ohne die Leiden der Vergangenheit zu wiederholen.

So!!! ^^

Hier auch wieder die Frage: Wie seht ihr das?

Ich stimme dem zu. Mir hat es direkt von Anfang an missfallen, dass Narutos Kind jetzt genau so ein Rabauke ist, der -durch Iruka an uns Leser kommuniziert- auch vernachlässigt ist. Selbst mit Hinata als Mutter scheint das nicht zu reichen. Gut, da könnte man gerade noch sagen, dass Boruto trotzdem die Vater-Figur fehlt und Hinata nichts falsch macht. Trotzdem passt das überhaupt gar nicht zu Narutos Charakter, der seit Kapitel 1 gepredigt wurde.

Die Essenz bleibt: Ich liebe den Naruto-Manga, und es hätten echt nur Kleinigkeiten gefehlt für mich, um diese Dinge auszubügeln. Was das für Sachen sind, das erzähle ich euch die nächsten Tage noch mal…

Aeris

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Über Aeris

Ich bin die Aeris, Autorin von Ramen-chan, und begeisterter Naruto-Fan! :)

8 Kommentare zu “Naruto Recap: Kapitel 700 – Und was haben wir daraus gelernt? Nix

  1. Ridcully sagt:

    Irgendwie muss ich gerade an Blackzesu denken, War er nicht der symbolische Hass der Ninjawelt, den Naruto erledigt hat. Laut Kishi hat dieser schwarze Schleim doch alles Böse verursacht. Zumindest glaubt der Schleim das 😀
    Nein, ich glaube wirklich, dass Kishi sich da einfach nur rauswindet mit Blackzetsu und dem Übergehen von Missständen. Schließlich gibt es auf der Welt noch andere Sachen die Kriege verursachen außer Rache:
    Hunger, Dürren, Naturkatastrophen, Kapitalismus (halt mehr haben wollen, den Preis zahlen die anderen). Solche Sachen lassen sich ja nicht mit ein paar halbherzigen Worten lösen.
    Wenn die Welt von Naruto so friedlich ist, wie es dargestellt wird, wofür braucht man dann noch Ninjas? Eigentlich müssen die dann mit Kakashi und Gai ins Altersheim xD

    Das mit Boruto finde ich auch schrecklich. Nur damit er genauso ist wie Naruto früher, reicht ja nicht, dass er genauso aussieht, muss er die gleichen Störungen haben. Das war einfach nur schlampig.
    Ich kann mir gar nicht vorstellen, ob Boruto wirklich Grund hat, so zu sein. Hinata scheint ja eine sehr warmherzige Mutter zu sein und dann hat er auch noch ne kleine Schwester. Ich könnte mir eher vorstellen, dass er so wäre wie Konohamaru. Hat zwar alles, fühlt sich aber nicht als er selbst wahrgenommen, sondern als Sohn des Hokages.

    Aber wie Naruto mit dem Fehlverhalten seines Sohnes umgeht, ist einfach mies. Das ist nicht Naruto, dass ist ein x-beliebiger Ninja! Das hätte jeder Shinobi auf der Straße sagen können, selbst jene, die nur für den Papierkrieg taugen.

    Und kein PLan, was wird, wenn Naruto und Sasuke ihre Superkräfte entzogen werden.
    Die beiden kommen mir wie die Atombomben von USA und Russland vor. Keiner zieht offen gegen sie ins Feld, weil ihr Schadenspotenzial so unfassbar groß ist.

  2. Rokuro sagt:

    Hey, hier meine Einschätzung:
    Danke erstmal für den tl;dr post. =)

    „I believe there will come a time when people truly understand each other.” Ja. genau das ist der Punkt.

    „Es galt, den Zyklus des Hasses von Indra-Ashura, Hashirama-Madara und Sasuke-Naruto zu brechen. Es war klar und klar von Kishimoto kommuniziert: Sasuke und Naruto müssen am Ende zusammenarbeiten, um wahren Frieden zu schaffen.“
    Ähm, es kann sein, dass ich teile des Mangas überlesen oder falsch verstanden/interpretiert habe, aber ich persönlich denke nicht, dass das der zentrale Punkt ist.
    Der zentrale Punkt besteht meiner Meinung nach vielmehr darin den Zyklus des Hasses in der ganzen Shinobi-Welt zu unterbrechen. Zu früheren Zeiten bestanden solche Konflikte zwischen den verfeindeten Clans und wurde zugegebenermaßen meist über den Konflikt zwischen Senju und Uchiha porträtiert. Trotzdem sollte man das globale Konzept des Hasses im Hinterkopf berhalten. Später übertrug sich dieses Konfliktpotential auf das Sytem der Shinobidörfer sodass diese in ständigem Streit standen, was dann letztenlich in den Ninja-Weltkriegen resultierte. Mit dem „curse“ und „system“ von denen im zitierten Panel oben die Rede ist, geht es weniger um das Verhaltnis zwischen Naruto und Sasuke, sowie dessen „Vorfahren“, sondern um das Shinobisystem an sich.
    Schaut man sich an, was die alten und neuen Kage (also alle die die in irgendeiner Weise am letzten Weltkrieg beteiligt waren) nun geschaffen haben sieht das meines erachtens nach einer ganz guten Lösung aus. Konohagakure scheint zu florieren (schaut man sich im letzten Panel die riesigen neuentstandenen Stadtteile an) und vorallem der technische Fortschritt hat in der Schinobi-Welt Einzug gehalten. Das spricht für mich für hohe wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit unterhalb der verschiedenen Reiche, da in 2 Hokage-Generationen (Kakashi und Naruto) in diesen beiden Aspekten anscheinen mehr erreicht wurde als in allen Generationen davor. Auch in der Bezihung zwischen Choji und Karui erkennt man die Einheit der damals verfeindeten Shinobidörfer wieder.

    Welche Rolle Sasuke dabei spielen soll bleibt mir schleierhaft. Naruto und die anderen Kage scheinen das Ganze auch so ganz gut im Griff zu haben. Vielmehr entschärft er (Sasuke) durch seine Entscheidung genau die Spannungen die zwischen ihm und den „alten“ Kage (sowie den Einwohnern von Konohagakure) hätten auftreten können.
    Ich finde das die „langfristige Lösung“ von der die Verfasserin spricht also gefunden wurde, oder seht ihr das anders?
    Ich finde er hat sehr wohl eine Lösung gefunden, nur nicht eben die die sich Sasuke gegen Ende des Krieges vorgestellt hat. Was daran problematisch ist erschließt sich mir aber nicht.
    Sie sagt es sein ein Plan „der etwas geändert“ hätte und es klingt so als wäre eine Veränderung per se etwas Gutes. Das was Naruto und die neuen Kage geschaffen haben scheint für mich eine sehr sinnvole Alternative zu Sasukes Plan zu sein. Darüberhinaus hätte es auch ohne die Kage Anführer und ein Hierachiesystem in den Dörfern gegeben, der Unterschied wäre aus meiner Sicht gewesen, dass diese schlicht und einfach dann nicht mehr Kage gehießen hätten und diese Stelle durch neue Leute besetzt worden währe. Das hat doch eigentlich auch so ganz gut geklappt, nur heißen sie immernoch Kage. =)

    Man könnte zwar sagen, dass Naruto über fast die ganze Länge des Mangas versucht hat Sasuke zurückzuholen, doch denke ich dass man dieses „zurückholen“ nicht an den Ort Konohagakure binden sollte. Vielmehr scheint es in dieser Beziehung eher um die emotionale Einstellung und das Verhalten Sasukes zu gehen, als das Narutos Ziel war ihn wieder in Konohagakure bei sich und Sakura zu haben (kann mich aber auch irren).

    Zu der Sache mit dem Idealismus:
    Narutos Idealismus war und ist geprägt durch Überzeugungen wie: „Gib niemals auf!“, „Kämpfe für deine Freunde, sie sind das Wichtigste!“,…

    Was die Vernachlässigung der Pflichten zugunste der Erziehung des eigenen Sohnes damit zu tun hat ist für mich erstmal nicht ersichtlich.
    Es wäre töricht und dumm von Naruto gewesen zu glauben, dass die Position des Hokages „mal eben so nebeher“ läuft und er keine Opfer bringen muss. Vor allem da er ja schon bei den anderen Hokagen gesehen hat wieviel diese (vor allem mit Papierkram) um die Ohren hatten. Und ich denke in den letzten 700 Kapitel haben wir eines gelernt: Naruto mag vieles sein, aber dumm ist er nicht. =)
    Er erkennt, dass er als Hokage (vorallem zu seiner Zeit) eine immense Verantwortung trägt und dieser voll und ganz gerecht werden muss.
    Nur weil Naruto Ideale hat, heißt das nicht, dass er sich nicht weiterentwickelt hat oder erwachsen wird. Und mit dem erwachsen werden (vorallem als Hokage) gehen Verpflichtungen einher und das erkennt auch Naruto. Und wer, wenn nicht Naruto, sieht das ganze Dorf als seine „Familie“?^^

    Und das hat meines Erachtens rein gar nichts mit einer halbgaren Entschuldigung für das Erwachsenwerden zu tun.
    Ich finde es relativ Schade, dass sie die Verhaltensweisen des jungen Bolt nur als Möglichkeit zu visuellen Verknüpfung von Anfang und Ende des Mangas ansieht. Ich sehe das eher als visuelle Verknüpfung zwischen den Generation. Zwischen den Generation herrscht ein ständiger Fluss von Werten und Überzeugungen. Dazu gehören beispielsweise hierachische Strukturen, aber vor allem „der Wille des Feuers“ bildet für mich hier das zentrale Element. Bolt verhält sich wie sein Vater fürher, hat seinen Charackter, sein Temperament, aber meiner Meinung auch den Willen des Feuers von Naruto geerbt, der somit auch an die nächste Generation weitergegeben wurde.

    Ich möchte hier auf keinen Fall das Ende des Mangas als perfekt und Kishimoto als (Mangaka-) Gott beschreiben. Jeder kann das Ende finden wie er möchte und berechtigte Kritik an dem Manga üben der uns nunmehr seit 12 Jahren begleitet hat.
    Aber mir scheint es als seinen die Kritikpunkte der Verfasserin selbst von großem Idealismus geprägt.
    – Sasuke ist zurück im Dorf
    – Naruto bekommt Beruf(ung) und Familie wunderbar unter einen Hut.

    Vor allem den ersten Punkt hätte ich (auch wenn Naruto einen Shounen ist ^_^) für sehr unwahrscheinlich gehalten.

    Ich möchte aber keinesfalls die Meinung der Autorin schlechtreden oder sie für „falsch“ erklären, dass ich nicht meine Absicht.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass ihre Kritik teilweise unberechtigt ist.^^

    Und Meinungen darf ja bekanntlich jeder haben. =)

    LG Rokuro ^_^

  3. Aeris sagt:

    Hallo ihr zwei!

    @Ridcully: Ja, das stimmt schon, laut Manga war Black Zetsu für alles verantwortlich, im Namen Kaguyas. Aber soll das Narutos Antwort auf den wahren Frieden gewesen sein? Zetsu zu töten?
    Wie gesagt, selbst wenn: Die Fragestellung, das Thema wurde unübersehbar riesig in den Raum gestellt während des Mangas. Dann muss es (meiner Meinung nach) auch in direkter Rede zum Abschluss gebracht werden. Und nicht nur durch die Blume zwischen den Zeilen.

    Zu Boruto sind wir uns ja einig.

    @Rokuro: Okay, der Punkt “I believe there will come a time when people truly understand each other.” steht natürlich klar über dem
    “Es galt, den Zyklus des Hasses von Indra-Ashura zu durchbrechen“. Das kam vielleicht ein bisschen falsch rüber. Trotzdem sehe ich das ganz eindeutig so, dass ab der Hashirama-Flashback-Story klar war: Naruto und Sasuke müssen zusammenarbeiten, um Frieden zu erreichen. Andere Meinungen *in die Runde guck*?

    Aber dann lass uns das Indra-Ashura-Ding mal außen vor lassen und nur auf Jiraiyas Ideal eingehen.

    @globaler Shinobi-Konflikt: Da stimme ich dir zu. Pain/Nagato zB hatte ja gar nix mit Uchiha/Senju zu tun.

    Konohagakure scheint zu florieren (schaut man sich im letzten Panel die riesigen neuentstandenen Stadtteile an) und vorallem der technische Fortschritt hat in der Shinobi-Welt Einzug gehalten. Das spricht für mich für hohe wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit unterhalb der verschiedenen Reiche, da in 2 Hokage-Generationen (Kakashi und Naruto) in diesen beiden Aspekten anscheinen mehr erreicht wurde als in allen Generationen davor.

    Hmm, das sehe ich gar nicht so. Ja, Konoha floriert. Aber dass dies aus Zusammenarbeit der Dörfer resultiert und der Abwesenheit von Aggressoren, das sehe ich ganz und gar nicht so. Stimmt schon, früher gab es so nen technologischen Sprung vorwärts nicht… Aber Fernseher und Elektrizität und Walkie Talkies gab es früher auch schon, und die Wolkenkratzerstadt kann sich auch über 20 Jahre hin gezogen haben (auch kein Riesen-Sprung).
    Noch weitere Gedanken dazu? Ich strebe halt immer danach, mit vielen/allen einer Meinung zu sein, deswegen frage ich so oft nach… sorry, falls das nervt ^^ !

    Ich finde das die “langfristige Lösung” von der die Verfasserin spricht also gefunden wurde, oder seht ihr das anders?

    Genau das ist eben nicht konkret gesagt: Wenn Naruto (und Sasuke meinetwegen auch) sterben, und dann eine neuer Pösewicht kommt: Was haben die 2/der 1 dann hinterlassen, was der Nachwelt hilft, den Hass zu brechen? Um nicht jeden Gegner aufs Neue immer wieder besiegen zu müssen, sondern endgültig Frieden zu haben?

    Ich finde er hat sehr wohl eine Lösung gefunden

    Welche denn? Wie hat er es denn geschafft, dass „people truly understand each other“? (ich schreib das nur auf englisch, weil es mir so viel geläufiger ist, weil man Manga + Anime ja doch eigentlich nur auf englisch liest/guckt (Subtitles))

    Zu der Sache mit dem Idealismus:

    Was die Vernachlässigung der Pflichten zugunste der Erziehung des eigenen Sohnes damit zu tun hat ist für mich erstmal nicht ersichtlich.

    Idealismus, beziehungsweise Narutos Idealismus ist doch 100pro, dass er so etwas Banales wie Bürokram niemals zwischen ihn und seinen Sohn hätte kommen lassen. Er hat sich nie mit nur der halben Lösung zufriedengegeben, nie Kompromisse für das Wohlergehen von jemandem gemacht. Dass er es jetzt nicht hinkriegt, seinem Sohn das Gefühl zu geben, anerkannt zu werden, ist für mich schlichtweg unmöglich.
    (Im echten Leben mag das durchaus anders sein! Aber dass Naruto als Manga und als Charakter extrem idealisiert ist, von der Gutmensch-Art her, sollte für diese Betrachtung mit einbezogen werden.)
    Nee das stimmt, für dumm halte ich ihn auch nicht. Aber eben für so ehrgeizig, dass er nichts zwischen sich und seine Kinder kommen lassen würde, was ihn sagen lässt „Akzeptier es halt und komm mit klar, 6-jähriger Junge. -Schlag auf den Kopf-“

    Und wer, wenn nicht Naruto, sieht das ganze Dorf als seine “Familie”?^^

    Dass er dafür aber seine echte Familie vernachlässigt…
    Eigentlich müsste der Anblick von seinem Sohn, der genau so wie er damals die Gesichter beschmiert, ihm das Herz brechen und ihn zum Weinen bringen.

    Ich sehe das eher als visuelle Verknüpfung zwischen den Generationen. Zwischen den Generation herrscht ein ständiger Fluss von Werten und Überzeugungen.

    Sorry, aber wo ist denn da ein Fluss, wenn sich nichts ändert? Den Willen des Feuers sehe ich hier noch nirgends, da er im Moment in seinem Alter erstmal nur Streiche spielt.

    Aber mir scheint es als seien die Kritikpunkte der Verfasserin selbst von großem Idealismus geprägt.
    – Sasuke ist zurück im Dorf
    – Naruto bekommt Beruf(ung) und Familie wunderbar unter einen Hut.

    Okay, aber Idealismus ist doch im Narutoversum nichts Schlechtes?
    Das stimmt was du schreibst, beide Punkte wären total idealistisch. Aber das IST doch „Naruto“. Ein Naruto, der am Ende versagt hätte, wäre eine Enttäuschung, so hat Kishi ihn ja nicht aufgebaut und charakterisiert. Also ist das bestmögliche Ziel für Naruto, dessen Ideale umgesetzt zu kriegen.
    Oder?

    Puh, langer Kommentar auf deinen langen Kommentar 🙂 !

  4. Z3D sagt:

    Kishimoto hat sich mit der Friedensfrage eine Frage gestellt, die er selbst nicht beantworten bzw. zu der er keine Lösung finden kann. Wie auch? Es wird immer irgendwo Konflikte geben, die eskalieren können, das liegt in der menschlichen Natur. Die Tatsache, dass er dieses Thema, welches immer mehr oder weniger subtil im Hintergrund lief, einfach gar nicht mehr aufgriff ist aber extrem unbefriedigend. Obito, Nagato und zu guter letzt Sasuke hat Naruto alle erfolgreich davon überzeugt, dass er eine Antwort finden wird bzw., dass seine Antwort die richtige ist. Rückblickend und nüchtern betrachtet war Narutos gesamtes Gerede aber ohne jegliche Substanz und reine Zeitverschwendung, nichts hat er besser gewusst als der Rest, Naruto ist nur ein weiterer Gutmensch, der sterben wird und auf den dann wieder ein paar Bösewichte folgen werden.

    Deswegen hat mich auch die Sache mit Sasuke so tierisch gestört. Ich habe ja schonmal gesagt, dass ich Sasukes Entscheidung sich überhaupt gegen Naruto zu stellen nicht nachvollziehen kann, nicht weil seine Lösung, die ja auch schon in anderen Werken Verwendung gefunden hat, keinen Sinn ergibt, sondern, weil er damit quasi alle Erfahrungen der wichtigsten Personen in seinem Leben (Itachi, Naruto) komplett ignoriert und das nachdem er alles so toll reflektiert hat. Aber darüber habe ich mich schon ein Mal aufgeregt und das habe ich dann als „gründlich überlegte und reflektierte Meinung“ von Sasuke akzeptiert. Aber was dann kam ging gar nicht..
    Wenn Sasuke nach all dem Wissen, welches er von den Kage bekommen hat so einen felsenfesten Entschluss (ist leider nicht der erste dieser Art, seinen Clan wollte er auch vor kurzem noch wiederbeleben) gefasst hat, dann muss Naruto ihm eine Lösung zu all diesem anbieten, ansonsten macht es für Sasuke keinen Sinn in einer Welt zu leben, die er zuvor kritisierte und ändern wollte. Das kam für mich wie ein „du hast den Kampf gewonnen, dann geb ich dir halt recht“ herüber. Dann noch dieser erleichterte Gesichtsausdruck von Sasuke.. Ich dachte mir nur „Sasuke vor einem Tag wolltest du nachdem du alles reflektiert hast genau das, was jetzt eintreten wird NICHT und es hat sich NICHTS verändert, aber ne is klar..“

    Einfach schade, dass ich einem Manga, den ich lange Zeit so verehrt habe, gegen Ende so wenig abgewinnen konnte..

  5. Rokuro sagt:

    Zu der Sache mit dem idiealismus haben wir denke ich einfach verschiedene Ansichten. Du findest´s schade, dass er diesen Idealismus später nicht mehr so hat wie fürher oder ihn nicht mehr so durchsetzetn kann (oder ihn gar verliert?).
    Ich hingegen finde gerade gut, dass er ihn nicht immer durchsetzten kann, weil es das für mich realistischer macht.
    Habe ich das richtig verstanden?^^

    Zu der „Lösung“:

    „Ich finde das die “langfristige Lösung” von der die Verfasserin spricht also gefunden wurde, oder seht ihr das anders?

    Genau das ist eben nicht konkret gesagt: Wenn Naruto (und Sasuke meinetwegen auch) sterben, und dann eine neuer Pösewicht kommt: Was haben die 2/der 1 dann hinterlassen, was der Nachwelt hilft, den Hass zu brechen? Um nicht jeden Gegner aufs Neue immer wieder besiegen zu müssen, sondern endgültig Frieden zu haben?

    Ich finde er hat sehr wohl eine Lösung gefunden

    Welche denn? Wie hat er es denn geschafft, dass “people truly understand each other”? (ich schreib das nur auf englisch, weil es mir so viel geläufiger ist, weil man Manga + Anime ja doch eigentlich nur auf englisch liest/guckt (Subtitles))“

    Ich hatte da an die Kollaboration zwischen den fünf Ninjadörfern gedacht. =)
    Ich dachte das Gokagetreffen (in welchen Abständen es auch stattfinden mag) zeigt das in politischen und militärischen Angelegenheiten nun stark/stärker zusammengearbeitet wird.

    Diese Allianz dann quasi als bestmögliche Vorbereitung auf all das was noch kommen kann.

    Ich sehe einzelne Bösewichte nicht als Gegensatz zum „people truly understand each other.“ Ich denke es geht nich darum das jeder mit jedem grün ist, sondern das zwischen den Dörfern frieden herrscht und alle die Kultur/Traditionen/Ansichten der anderen Dörfer respektieren und akzeptieren. Einzelne Charaktere die diesen Frieden stören können sehe ich darin nicht inbegriffen.
    Ich finde es auch sehr schwer diese Variable aus der Gleichung zu streichen. Ausser Obitos Mugen Tsukuyomi sehe ich das in der „realen“ Welt schwer umsetzbar. Also „people truly understand each other“ schon, aber nicht auf jedes einzelne Individuum bezogen.^^

    Und so wie ich mir das vorstelle bleibt dieses System, wenn alles nach Plan läuft, auch nach Narutos Tod noch bestehen.

    Oder um es mal etwas emotionaler auszudrücken:
    Wäre Jiraiya beim Gokage-Treffen dabei gewesen (als Geist z.B.) würde er in einer Ecke stehen/schweben und mit Tränen in den Augen und einem breiten Grinsen auf Naruto (the child of prophecy) schauen, weil dieser es geschafft hat alle Nationen „an einen Tisch zu bringen“ und so die Streitigkeiten untereinander beendet hat.
    Das war das was Hashirama wollte und das was für mich heißt „people truly understand eacht other“.

    Wenn dir das als Lösung nicht reicht, was wären denn dann deine Ideen/Möglichkeiten/Alternativen zur (ultimativen) Lösung? =)
    Also wie hast du dir das vorgestellt, das würde mich mal interessieren. ^_^

  6. Aeris sagt:

    Zur Idealismus-Frage: Genau, ich finde es schade und nicht glaubwürdig, dass Naruto diesen Idealismus verliert und es nicht hinkriegt, seinen Sohn glücklich zu machen.

    Zur Lösung: Hmm ja gut, Kage-Treffen… Das ist auf jeden Fall eine Verbesserung, ja.

    Ich sehe einzelne Bösewichte nicht als Gegensatz zum “people truly understand each other.” Ich denke es geht nich darum das jeder mit jedem grün ist, sondern das zwischen den Dörfern frieden herrscht und alle die Kultur/Traditionen/Ansichten der anderen Dörfer respektieren und akzeptieren. Einzelne Charaktere die diesen Frieden stören können sehe ich darin nicht inbegriffen.

    Okay, verstehe deinen Standpunkt.
    Hmmmm (lange Überlegezeit hier denken)…
    Dass Kage-Treffen als (einziges) Anzeichen, dass die Nationen im Allgemeinen miteinander Frieden geschlossen haben und es keine Streitereien mehr zwischeneinander gibt?
    Also jetzt bringst du mich schon ein bisschen ins Wanken… 😉

    Ich weiß nicht, ich seh die „einzelner Aggressor kommt an“-Sache immer noch recht wichtig. Denn bevor Naruto da war, oder wenn Naruto nicht da gewesen wäre oder wenn er nach 70-80 Jahren stirbt, wie würde die Nachwelt dann mit jemandem wie Nagato umgehen? Das war ja schon ein definierender Punkt, als Naruto gesagt hat „Ich werde dich nicht (aus Rache) töten“. Könnten seine Nachfolger das auch?
    Dieses Umgehen, diese Kompetenz von Naruto meine ich, die ich nicht an die Nachwelt übergeben sehe.

    Trotzdem: Danke, dass du den Unterschied zwischen „Verständigung und Kooperation zwischen den Dörfern“ und „1 Feind“ so herausgestellt hast, das war schon wichtig.

    @wie ich mir das vorgestellt hab: Komme ich hoffentlich morgen drauf zurück, ich muss jetzt ins Bettchen 🙂 .

  7. mia sagt:

    also i habe den manga bis zum schluss verfolgt, kishi ein autor der wirklich talent hat mir bleibt nur schleierhaft wie er so dermassen abstürzen konnte, was war denn da los

    Aber fangen wir an was mich stört:
    Chapter 699, war gut nur mit sasuke und sakura, was war das für eine scheiße mal im ernst nach all dem ist sakura genau wie im part 1, i ch mein unlkogische gehts echt nicht hier siegt fanservice über jede logic, allgemein fand ich sakuras character komplett ausbaufähig in part 1 ist sie nutzlos dann geht sie zu tsunade, lernt stärke und heilung und am ende bleibt sie hinten und weint doch nur die ganze zeit rum. da war ich echt entäuscht.
    wieso ist tsunade nur 2 jahre hokage, de ist doch immernoch frisch aber alölgemein wisen wir kishi findet frauen gehröen hinterm herd.

    sie am ende als hausfrau=( der fight vs sasori war echt gut und es war der einzige

    100 pairs, dann diese fusionen der eltern was sollte das, noch dazu so hässlich, kapitel 700 war nur noch ein reinfall.
    naruhina geht noch obwohl naruto immernoch andeute er liebt sakura??? aber wieso ist hinata eo ein wichtiger character gewroden ich weiß nicht wieso sich kishi da so reingesteigert hat. sassaku ist ein schlechter witz
    was ist mit narutos traum frieden zu bringen?
    Sasuke hätte ich am ende sterben lassen, ganz im ernst wäre logischer,
    naruto als scheiß vater, gibt es eigentlich was gutes am ende

  8. Aeris sagt:

    Also Gutes gab es schon am Ende – aber das muss jeder persönlich für sich entscheiden! Dass Naruto Hokage geworden ist, und ihn mit dem Hut zu sehen, und sein Gesicht im Hokage-Felsen, das war schon etwas ganz Tolles und Magisches! 🙂
    Über die Pairings wäre ich zum Beispiel auch viel froher gewesen, wenn man gesehen hätte, WIE sie sich lieb haben. Liebevoller Blick, Umarmung, Kuss, so etwas. Aber das war ja leider überhaupt kein Thema…

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