Naruto Breakdown 699 – 0

Oh man Leute, war ich heute aufgeregt!!! Ich hatte eh beschlossen, das Kapitel nicht auf der Arbeit zu lesen. Ich wollte das ganz für mich, mit allen möglichen Gefühlsausbrüchen (falls da welche kommen sollten) ausleben können, ohne mich zurückhalten zu müssen.

So erfuhr ich mittags, dass das Kapitel raus war, und…. uff, war nicht leicht, dann nicht reinzugucken! So wartete ich bis zum Abend, und wollte glaube ich noch nie so sehr schnell zu Hause sein 🙂 ! Reinkommen, Computer anmachen, Seite aufschlagen…

D'aaaaawwwww!!!

D’aaaaawwwww!!!

DAS fand ich echt schön! Hat mich sofort abgeholt! Man, wie gefühlvoll! Genial! Die Hände der Statuen hatten von Anfang an gepasst, machten Hashirama und Madara doch das übliche Fingerzeichen zur Chakrakontrolle. Und nun können sie genau so aufeinander fallen, plus abgebrochene Fingerspitzen vom einen, dass sie genau wie Narutos + Sasukes Geste sind!! Ich weiß, angeblich ist das eine allgemeine Shinobi-Geste, aber ich finde, sie gehört eindeutig Naruto + Sasuke.

Na jedenfalls, da war ich schon völlig hin und weg! 🙂

Das Doppelseiten-Bild mit den eingezeichneten Schemen hätte ich für das Feeling jetzt nicht mehr gebraucht, das war im Grunde genommen ja doppelt gemoppelt, aber da mache ich keinen Stress. Schön gezeichnet ist es allemal, und im Endeffekt sehe ich sowas doch immer gerne!

Sakura und Kakashi sind direkt vor Ort, und ich fragte mich, wen Sakura wohl zuerst heilen würde! …beide gleichzeitig, okay 😉 . Ich war gespannt, wer nun was sagen würde. Und Sasukes Worte fand ich echt passend, stimmig:

Die wichtigsten Worte, die er Sakura zu sagen hatte

Die wichtigsten Worte, die er Sakura zu sagen hatte

Das war gut, das hat gut getan, das war nötig. Er hat echt Mist verzapft, zur Hölle: er hat 2x-3x versucht, sie zu töten!! Nicht, dass ein „I’m sorry“ alles vergeben und vergessen lässt, aber es war defnitiv etwas, das er sagen musste.

Ab da fing direkt Sasuke als Erzähler an, und das fand ich ECHT toll! Die gesamte Zeit, 697 Kapitel über haben wir die Geschichte aus Narutos Sicht gesehen, und erst im vorigen Kapitel 698 und jetzt hören wir von Sasuke. Und er „darf“ das Ende erzählen. Das finde ich wunderbar!

Ein sehr schönes Bild!!

Ein sehr schönes Bild!!

Beide lösen gemeinsam, mit ihren verbleibenden Armen (um Gottes Willen, zum Glück haben sie sich die anderen Hände weggefetzt!!! Stellt euch mal vor, es wären die Hände mit den Siegelzeichen ^^ ^^ ^^) das Mugen Tsukuyomi auf, und Kishimoto zeigt wunderbar („show, don’t tell“) die wichtigsten Charaktere, die noch zu erwähnen waren:

Yamato ist endlich gerettet!! Ein und für allemal!

Yamato ist endlich gerettet!! Ein und für allemal!

Es wird eine Beerdigung für Neji veranstaltet, der während des Kriegs tragisch ums Leben kam. Für alle anderen Toten sicherlich ebenso.

Und Sasuke, der nun endlich versteht, was es für Naruto hieß, sich wie ein Bruder zu fühlen, ist nun endlich wieder angekommen. „In der Mitte“, in seinem zu Hause, bei seinen Freunden. Er wird begnadigt (natürlich, wie könnte er nicht?), da Kakashi der 6. Hokage geworden ist und es zusammen mit dem „Helden der Shinobi-Welt“ entschieden hat. Er erklärt Sakura, dass er nun die Phase seiner absoluten Klarheit nutzen muss, um die Shinobi-Welt zu betrachten und zu sehen, was er zuvor immer übersehen hat. Und auch, wenn Sakura nicht mit ihm gehen darf, so schließt trotzdem auch er die emotionale Lücke zu jemandem und zeigt ihr, dass er sie gerne um sich hat.

hm

Eine Geste von Herzen

Ich fand es hier gar nicht auf eine Liebesbeziehung ausgerichtet, und ich ahnte wegen dieses Bildes auch nicht, dass sie im nächsten Kapitel nach dem Timeskip zusammen wären. Ich fand es echt eine gute, normale, freundschaftliche Geste, die zeigt „Hey, ich bin wieder voll da, und ich habe mich geändert. Ich bin jetzt wieder offen für zwischenmenschliche Beziehungen und nicht mehr verschlossen.“ Und sein „Thank you“ direkt danach fand ich sowieso super toll, da es den Kreis schließt zu seinem „Thank you“ vom Anfang, als er Konoha verließ (und jetzt kann ich mir auch endlich sicher sein, dass sein damaliges „Thank you“ von Herzen kam, und er sich wirklich für ihre Gefühle bedankte, dass ihm dies etwas gegeben hat. Ja, er schlug ihr in den Magen, um sie bewusstlos zu machen damit sie ihm nicht folgt. Aber es ist nun bestätigt, dass er die ganze Zeit über zu Naruto und Sakura und Kakashi, zu einem Team, zu einer kleinen Ersatzfamilie gehören wollte, und seine kalte Art nur vorgeschoben hatte).

Und so begibt Sasuke sich zu einem Eremiten-ähnlichen Dasein, was ich sehr stimmig finde. Aber nicht, ohne vorher nicht etwas Besonderes abgeholt zu haben…

The End

The End

Das hätte auch eigentlich für mich das echte Ende sein können. Endlich lächeln sich Naruto und Sasuke mit genau denselben Gedanken, denselben Gefühlen, endlich im Einklang miteinander, an. Hach, da wird mir echt sowas von warm ums Herz! Ich freue mich so unglaublich, dass Sasuke wieder „zurück“ ist, dass er hier „am Ende aller Dinge“… die Geschichte erzählt. Dass er sein Stirnband wiederhaben wollte, dass er es aufbewahrt und nun symbolisch mit sich trägt. Damit er immer weiß, wohin er gehört.

Und wo gehören wir jetzt hin? Wie treffend jemand auf Facebook schrieb:

Für jemanden, der vor 2 Monaten noch gesagt hat „Hoffentlich ist das bald vorbei“, weiß ich seit heute Mittag erstaunlich wenig mit mir anzufangen…

😀 Da kann ich nur zustimmen.

Es fühlt sich ein bisschen… kalt an. Das Gefühl, dass nächsten Mittwoch oder Donnerstag kein Kapitel mehr kommt. Wie ein kalter Windstoß. Man zieht die Jacke noch mal enger um sich, schlägt die Arme um den Bauch, schaut sich um und fröstelt.

15 Jahre Naruto, und ich kann einfach nur „Danke“ sagen. Gelesen seit ca. 6 Jahren, diesen Blog hier aufgebaut seit exakt 5 Jahren. Ich weiß noch, dass mein allererster Breakdown von dem Kapitel war, als Tobi den Kage den Krieg erklärte. Naruto hat mir echt unglaublich viel gegeben (und jetzt kommen mir die Tränchen, ich hoffe mein Freund schaut gerade nicht rüber), und ich werde Narutos Welt eindeutig vermissen. Es ist dieses Gefühl, wenn man eine ganz große Geschichte erlebt hat, und diese nun zu Ende ist. Man fühlt sich leicht und als ob alles andere auf Pause ist. Als ob man nicht mehr weitermachen könnte, oder zumindest als ob es unangebracht wäre. Man hat das Bedürfnis, eine Schweigeminute einzulegen, und genau darum bitte ich euch jetzt.

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postbookdepression

book-hangover

Dasselbe Gefühl hatte ich, nachdem ich ein paar Buchreihen zu Ende gelesen hatte (zum Beispiel Stephen Kings „The Dark Tower“ oder Herr der Ringe), aber nie habe ich mich SO mit dem Herzen und mit Herzblut in die Geschichte reingehängt und mit ihr gearbeitet, es so teilen und verarbeiten und beleuchten wollen.

Naruto wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben, und ich bin einfach nur total dankbar für die ganzen tollen Gefühle, die die Geschichte mir gebracht hat! In diesem Sinne:

Signing off...

Signing off…

Aeris

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Über Aeris

Ich bin die Aeris, Autorin von Ramen-chan, und begeisterter Naruto-Fan! :)

30 Kommentare zu “Naruto Breakdown 699 – 0

  1. mirasen sagt:

    Haaaach, nun werd ich ja doch noch sentimental. Schön dass ich diesen Breakdown als zweites gelesen hab. Schön geschrieben und sogar nun auch mein Herz erweicht, dass durch 700 ganz versteinert war ❤ Wenn ich mir nun nochmal dieses Bild ansehe, wo Naruto Sasuke das Stirnband gibt und die beiden sich anlächeln… *schnief*
    Danke, für deine ganzen tollen Breakdowns, Aeris 🙂 Ich habe sie immer wieder gern gelesen und werde sie jetzt schon vermissen…

  2. Aeris sagt:

    *sich dir schniefend in die Arme werf* BWAAAAAHHHH!!!!

  3. mirasen sagt:

    Oh!! Da fällt mir ein! Sasuke hat öfter im Manga die Frage gestellt, was denn genau einen Ninja ausmacht und im letzten Satz erkennt er es nun endlich! Oooh, das ist schön~

  4. Ninjason sagt:

    ಠ_ಠ Look of Disapproval

  5. Aeris sagt:

    @Ninjason: Das gilt wahrscheinlich allem, oder? Text, Kommentare, Bilder?

  6. Ninjason sagt:

    Ne ernsthaft, das Chapter war ok. Es war kein großartiges Ende, wenn ich an gute Enden denke, aber die hatten viele Manga auch nicht. In der Spoilerecke habe ich es gesagt und jemand anderes auch – das Ende-Ende kam dann doch iwie etwas zu schnell. Das war merkwürdig – ein Chapter vorher noch das Kampfgeschehen, das hätte man auch erstmal auffangen können. Ansonsten sehe ich hier nicht viel für mich persönlich, wahrscheinlich hätte das Ende einfach mal iwie 45 Seiten sein sollen, das fühlte sich irgendwie seltsam an, Kakashi so als Hokage ehrenhalber.

  7. Ninjason sagt:

    Ne das galt euren Kommentaren da über mir.
    Ich kam in den Raum, sah euch schwelgen und schaute böse, um den Spaß zu verderben, bis ihr auseinandergeht, euch beschämt ob eures Gehenlassens räuspert und so:

    „Ähm ja, ich muss dann mal..:“
    „Ja.. ich auch… das Telefon… Hallo, hallo? Ach Mensch, lange nix gehört (schaut Ninjason immer noch? *Lins über die Schulter*)

    ಠ_ಠ

  8. Aeris sagt:

    Interessanterweise bin ich mit der Geschwindigkeit des Ende (699) total zufrieden. Und das sage ICH, die im 3. Herr der Ringe Film gern noch n Dutzend Abschluss-Szenen gehabt hätte, und nie genug von ausklingenden Enden haben kann 🙂 !

  9. Elynia sagt:

    Auch ich bin froh diesen Breakdown als letztes zu lesen. Und die letzte Seite des Kapitels hätte für mich auch perfekt als komplettes Ende wundervoll funktioniert. Deinem Beitrag kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen, bin gerade damit beschäftigt zu fühlen :`(
    Dieses Kapitel ist einfach so schön, und passt auch größtenteils wunderbar zusammen ❤ Und auch die Sache zwischen Sasuke und Sakura ist zwar schon wieder an der Grenze zur "sinnlosen Liebe", aber das kommt sicher auch daher, dass ich 700 zuerst gelesen habe :/ , aber trotzdem eine schöne Art ihre doch eigentlich starke Verbindung zu zeigen. Mein einziger Kritikpunkt (wie bei 700. schon erwähnt) ist, dass es für meinen Geschmack schon wieder etwas ZU gut passt, vor allem im Bezug auf 700, welches ich wirklich nicht mag. Das Ende ist für mich irgendwo dann doch zu klischeehaft. (ja ich widerspreche mir etwas :D) Ein Happyend ist ja schön und gut aber es wäre realistischer gewesen, wenn es nicht ganz so happy gewesen wäre. Für mich. Aber das hätte Kishi ja schon alleine wegen der ganzen Marketing Firmen dahinter nicht machen können.
    Aber ein würdevolles Ende (700 außen vor gelassen).
    Wir werden Naruto nie vergessen, und es wird immer Teil unseres Lebens bleiben, weil es uns einfach geprägt hat.

    Ganz liebe wehmütige Grüße
    Elynia

  10. Aeris sagt:

    Ich hätte gern noch gewusst, was Kanon-mäßig mit Kabuto geschah (kaum zu glauben). Hat er Urushi, seinen Waisenhaus-„Bruder“ gefunden?

  11. Aeris sagt:

    Oh man, ich hab seit 2-3 Jahren circa nach jedem Anime, den ich zu Ende geguckt hab, immer ein Artwork davon als Desktop-Hintergrund genommen.
    Und nun? Ist Naruto an der Reihe… *schnief* Dachte damals nicht daran, dass irgendwann auch mal ein Naruto-Bild meinen Desktop aus diesem Grund zieren würde.
    Habe die allerletzte Seite von 699 genommen, mit lächelndem Sasuke + Naruto und dem Stirnband.

  12. Kakashi215 sagt:

    *cryyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy* das is zu viel. Nichtmal 24 Stunden rum und ich hab massivste Entzugserscheinungen. Ich wünscht, Kishi würd ein Spin-Off schreiben, in dem die Story von Sasukes Reise um die Welt gezeigt würde. Das würde ich so derbe feiern.

    Aeris, es war toll fast 2 1/2 Jahre deine Breakdowns zu lesen. Werde sie vermissen 😦 Aber du wirst doch sicherlich die Spin-Offs im Frühling reviewen, oder?

    Bin dann solange wieder in meiner Depri-Ecke, heulen gehen xD

  13. Shiróryu sagt:

    Ein Breakdown der einen nochmal richtig packt und leider bewusst macht das es nun endgültig vorbei ist, trotz allem Guten wie Schlechten haben die Jahre mit der Shinobiwelt einen fest verankerten Platz für immer in vielen Herzen.
    Aeris, da ist dir wieder was gelungen *zieht Hut und verneigt sich seeehr tief mit feuchten Augen*
    Vielen Dank für die vielen tollen Momente auch wenn ich die letzten Jahre für das Naruversum nur noch allerlei Kopfschütteln übrig hatte und mich Ninjason eigentlich nur anschließen kann ala „Eigentlich gut, dass es endlich vorbei ist“… aba… doch… irgendwie komisch… ._. Ninjason deine Kommentare haben mich in den letzten Jahren immer am meisten zum Schmunzeln gebracht weil sie einen so von der Seele gesprochen haben. *ebenso verneig, wenn auch ein bisschen tiefer – gg*
    Es war schlussendlich ein schönes für mich letztes Kapitel 699, wenn auch einige Fragen nicht geklärt wurden… -wer weiß…-
    Das wirklich letzte Kapitel lass ich einmal unter den Tisch fallen weil ich es einfach nur dämlich finde, angefangen von den ganzen Kinderüberschuss bis hin zur in paar Jahrzehnten hochgezogenen Millionenstadt hinter dem ehemals idyllischen Shinobidorf. Das einzige was mich milder gestimmt hat war die Szene mit Kakashi und Gai, auch wenn Tenzou das Trio ruhig noch mit einem Panel Sceentime verkomplettieren hätte können, das wäre doch schön gewesen T.T *love old generation*
    Aber nun ist für mich nochmal Zeit zurückzugehen wo der Manga sowie Anime noch permanent ein Schmunzeln, Grinsen oder/und Spannung abverlangt hat. Es macht total Spaß nochmal in alten Folgen herumzuwühlen und ewig alte Chapters aufzuschlagen und das in dem Wissen, dass es in der Art SO nichts mehr Neues gibt, da kann Kishi machen was er will 🙂 Nun lasset den Manga in Frieden ruhen.
    Ich wünsche euch in jedem Fall noch viele weitere schöne und Bewohner-wachsende Jahre auf Ramenchan liebe Community und Autoren *.*
    Vergesset niemals die Narutowelt T.T Byebye… *ab in Ecke verkriechen*

  14. mirasen sagt:

    So lass uns doch schwelgen Ninjason 😀

  15. Sqwa sagt:

    Es war ein gutes Ende. Es ist schön das Sasuke wieder back ist 🙂

  16. Alles gut geschrieben wie immer Aeris! Danke an dich, dass du dir die Zeit nimmst und MIT uns eine kleine Familie aufgebaut hast!
    Ps.: was ist eigentlich mit den anderen Jinjuus passiert? Hätte es besser gefunden, wenn diese als Beschützer der Stadt stehen würden und Naruto mit denen herumalbern würde 😀

  17. cyberautist sagt:

    Man, ich hab seid Naruto den Bijuu mode erreicht hat, kein Kommentar geschrieben, doch ich hab immer alles mit verfolgt. Was wird nun aus ramenchan werden? Wird es vielleicht noch Rückblicke geben oder Analysen? Vielleicht Fanfictions. Wird ramenchan vielleicht eine Community für Manga- und Animefans im Allgemeinen? Der Name wird jedenfalls für all die Leute stehen, die hier seid Jahren mit gearbeitet haben, die immer dabei waren. Es wäre eine schöne Idee wenn wir uns alle mal nächstes Jahr auf der Gamescom treffen würden, einfach um zu wissen, mit wem wir die Zeit geteilt haben. Echt, dass das letzte Kapitel erschien ist macht mich ganz sentimental. Ich will auf jeden Fall noch den Film sehen. Ach ich könnt so heulen, weil ich gehofft hatte, die Serie würde weiterlaufen, bis die Schriften des Kai, Jin, Retsu, Zai und Zen rauskommen würden.

    Ich hätte gedacht, vielleicht kommen wenigstens noch ein Paar Bänder, die die Ninjawelt nach den großen Kriegen zeigt, wie am Ende es für alle ausgeht oder ein unerwartetes Ende, dass Naruto den Teuchi des Ramen Ichiraku bittet ihn die Zubereitung der Nudelsuppe zu lehren und Naruto zum Ramenkage wird.Ich hoffe ramenchan wird jetzt nicht einfach aufgegeben, sondern hält sich noch bis es kein Internet mehr gibt und wenn es nur mal ein Beitrag oder ein Artwork für zwischendurch ist. 🙂

  18. @cyberautist

    Die Schriften des Kai gibt es. Ist aber kein Databook, sondern ein Sonderband, in dem unter anderem viele andere Mangaka Zeichnungen zu Naruto für Kishi gemacht haben. Der Band ist in Deutschland wegen lizenzrechtlichen Problemen nie erschienen.

    Achja und wegen dem One Piece Cover:

    Achtet mal auf die Charaktere, die abgebildet sind: Nami, Ruffy und Tony Tony Chopper.
    NAmi, RUffy, TOny Tony Chopper = Naruto 😀

  19. Aeris sagt:

    @Kakashi215: Ja, die Spinoffs werde ich hier auch beleuchten, wenn sie dann kommen!

    @Shiroryu: Aaaaawwwww danke!!!!! *ebenfalls verbeug*
    Das bedeutet mir echt viel!

    @cyberautist: Jap, es geht auf jeden Fall weiter! Schau mal in den Artikel von Dienstag! https://ramenchan.wordpress.com/2014/11/04/the-birthday-and-future-of-ramen-chan/
    „Bis es kein Internet mehr gibt“, lol! 😀
    Danke fürs Teilen der versteckten Botschaft im Oda-Cover!

    Na-Ru-To, wie geil 😀 !

  20. cyberautist sagt:

    Ich habe gerade bemerkt, dass die Titelsschrift im Onepiececover ein Konoha blatt statt „O“ hat und Naruto statt Ruffi an der Stelle des „I“ hat. =D

  21. cyberautist sagt:

    Oh scheiße, ich habe noch mal aufs Covergeschaut und nen Shuriken im Titel, Ruffy mit Nudelsuppe und Nami mit Konoha Blattmusterkleid und ein Kitsune entdeckt, eine Anspielung auf Kurama. Voll nice. 😀

  22. Ninja of Chaos sagt:
    So, ich habe jetzt einmal beschlossen, meine finale Meinung zum gesamten Werk „Naruto“ komplett von Anfang bis Ende aufzuschreiben, damit es mir helfen kann, meine unglaubliche Wut über die zahlreichen negativen Aspekte des Mangas zu überwinden und die Erinnerung an die vielen positiven Aspekte zu behalten und in meinem Gedächtnis einzugravieren. Zunächst einmal zur Grundidee: Jeder Manga hat ein Thema, ein Schlagwort aus der realen Welt, auf dem er aufbaut. Bei Dragonball waren das Kung-Fu-Experten, bei One Piece Piraten, bei Fairy Tail Magier und bei Naruto eben Ninja. All diese Werke haben gemeinsam, dass sie am Anfang noch recht viele Ähnlichkeiten zu diesen Vorlagen haben, sich aber im Verlauf immer weiter davon entfernen. Das kann manchmal mehr stören, manchmal aber auch weniger. Dazu aber später mehr. In Naruto gab es beispielweise schon Abweichungen in der Kleidung der Shinobi. Während der typische Ninja in der Regel schwarz gekleidet ist und sein Gesicht verhüllt, kleiden sich Ninjas aus Naruto sehr unterschiedlich und auch in den verschiedensten Farben und außer Leuten wie den ANBU und unserem allseits bekannten Kakashi zeigen sie in der Regel ihre Gesichter. Ich finde es aber gar nicht mal so schlecht, dass hier von dem traditionellen Bild eines Ninjas abgewichen wurde, denn sind wir mal ehrlich: Wenn alle Ninja, auch Naruto und co. diesen Einheitslook gehabt hätten, wäre das auf Dauer schon recht eintönig geworden. Die höherrangigen Shinobi tragen ja vermehrt ihre Uniform, aber ich finde völlig legitim, dass jeder seine Kleidung selbst aussuchen kann (schließlich ist sie ja nie so extravagant, dass sie die Ninja beim Ausüben ihrer Pflichten behindern würden). Auch dass die Shinobi ihre Gesichter (in den meisten Fällen) nicht verhüllen ist in Ordnung, da in Manga und Anime auch viel über Mimik funktioniert und es schon zweckmäßig ist, diese Emotionen für den Leser oder Zuschauer erfassbar zu machen. Auch dass die Shinobi eine spezielle Kraft haben, das Chakra, was es ihnen ermöglicht, Elementmanipulation und andere tolle Tricks auszuführen, die in der Realität so unmöglich sind, ist erst einmal nichts Negatives, sondern durchaus eine Bereicherung für die Geschichte. Kishimoto hatte alle Freiheiten, neue Jutsus zu entwickeln und konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen, immer neue spannende Fähigkeiten entwickeln, die die Welt bereichern und vielseitiger machen. Und das hat viele Jahre auch wunderbar geklappt. Die Menge an völlig einständigen und individuellen Fähigkeiten, die es in dieser Welt gab war schier unglaublich. Es gab Shinobi, die ein weiterentwickeltes Auge besaßen (Uchiha und Hyuuga), welche die ihren Schatten manipulieren konnten (Naara), welche, die ihren Geist in den Körper eines Gegners transferieren konnten (Yamanaka), um nur einige Beispiele zu nennen. Und inmitten dieser fantastischen Welt hat der kleine Naruto sein eigenes Ninja-Abenteuer gestartet, mit dem äußerst ehrgeizigen Ziel, der Hokage zu werden. Am Anfang war er auch ein Charakter, mit dem man wunderbar sypathisieren konnte. Sicher hat er eine Menge altbackener Shonen-Klichees erfüllt (hitzköpfig, nicht sonderlich intelligent, kein geringeres Ziel als der Beste zu werden, eine verborgene Kraft, ein Herz aus Gold…), doch auch das kann man im ersten Moment noch nicht ankreiden, da er auch einige individuelle Sachen hat, die ihn von Ruffy oder Son Goku unterscheiden. So ist zum Beispiel seine dunkle, einsame Vergangenheit, weil der Großteil des Dorfes nichts mit ihm zu tun haben wollte, etwas Neues. Er ist kein Charakter, der direkt von allen heiß geliebt wird, sondern sich Freundschaften und Bewunderung hart erarbeiten muss. Auch gehört er fähigkeitenmäßig zu den Allerschlechtesten und muss für jedes neue Jutsu, jede klitzekleine Verbesserung wie ein Bekloppter ackern. Und das machte ihn damals zu einem sehr menschlichen und realistischem Charakter, mit dem man sich auch als Leser/Zuschauer sehr gut identifizieren konnte. Sasuke war nun sein cooler und unnahbarer Rivale, dessen Gründe für die kalte Art am Anfang ein Mysterium waren. Sasuke, der der Beste der Klasse war und damit einen ersten Vergleich für Naruto geboten hat. Sofort war klar, dass die Beiden Rivalen werden, wahrscheinlich für die gesamte Serie, was letzten Endes auch so war. Dass die allermeisten Mädels kollektiv auf ihn gestanden haben (mit Hinata als einziger Ausnahme) war vielleicht ein wenig überspitzt und klicheehaft, hat aber noch mal den Toller-Hecht-Status von Sasuke untermauert und außerdem hat es das auch schon in wesentlich übertriebenerer und dämlicherer Form gegeben (Gary aus Pokemon dürfte als Beispiel reichen xD). Kommen wir nun zu Sakura (der langhaarigen Version), die zu dieser Zeit von den Hauptcharakteren mit Abstand am Wenigsten überzeugt hat. Sicher ist hierbei die Schuld beim Zeichner zu suchen, der auch selbst zugegeben hat, dass er sich ein wenig schwer tut mit dem Ausarbeiten von weiblichen Charakteren. Aber da das kein Freifahrtschein ist, sich Bewertungen zu entziehen, stelle ich hier Sakuras nervige Art und ihren Mangel an Persönlichkeit an den Pranger. Zuerst einmal war sie ein Fan-Girl und gehört damit zu der Gattung Mensch, die ich auch im realen Leben aus dem tiefsten Herzen verachte. Hierzu möchte ich einmal den Unterschied zwischen richtigen Fans und Fanboys/Fangirls herausstellen: Ein Fanboy/Fangirl liebt den Gegenstand seiner Bewunderung bedingungslos, sieht Diesen durch eine rosarote Brille und reagiert meistens auf jegliche Kritik dessen aggressiv und beleidigend. So auch Sakura, die sich einen Kehricht darum geschert hat, dass Sasuke neben seinen bewundernswerten Eigenschaften ein ziemlich arrogantes Arschloch ist, dem scheinbar alles am Arsch vorbeigeht. Ein normaler Fan dagegen erkennt auch die negativen Eingenschaften der angehimmelten Sache und sieht auch ein, dass auch viele gleichgute oder gar bessere Gegenparts gibt (zum Beispiel wenn man beim Fußball eingesteht, dass die Lieblingsmannschaft verloren hat, weil die gegnerische Mannschaft einfach besser war), hat also eine gewisse Rationalität und ist nicht völlig verblendet. Ich denke, es steht außer Frage, dass Sakura zu diesem Zeitpunkt (und bis zu einem gewissen Grad auch später noch) der Inbegriff eines kreischenden Fangirlies war. Ein weiteres Problem war, dass das einzige, was sie ausgezeichnet hat, diese fast schon fanatische Besessenheit von Sasuke war (bezeichnend dafür ist auf erschütternde Weise die Vorstellungsrunde mit Kakashi). Im Kampf mit Kakashi wurde den ziemlich schnell deutlich, wie groß der Unterschied zwischen Anfänger-Genin und richtig erfahrenen Jonin ist, die wirklich was auf dem Kasten haben (Hierbei muss ich allerdings anmerken, dass dadurch der Chunin Mizuki und der Jonin Ebisu extrem schlecht dastehen, weil sie in den allerersten Folgen gegen den Anfänger Naruto verloren haben^^‘). Es wurde von Anfang an klargestellt, dass die Genin noch einen langen Weg vor sich haben, bevor sie in der Liga eines Kakashi mitspielen können. Auch positiv war die Anforderung „Teamgeist“, dass Ninja gewissermaßen „Rudeltiere“ sind, die nur gemeinsam wirklich sind und alleine in der Regel verloren. Denn das ist um Längen realistischer als der unbesiegbare Überlord, der alles im Alleingang niedermacht und daher auch spannender. Im bald darauf folgenden Kampf gegen Zabuza wurden diese Lektionen auf äußerst bruale Weise weiter vertieft. Zabuza und Haku waren ohnehin das Sinnbild schlechthin für die grausamen und herzlosen Seiten der (Ninja-)Welt, dass das Leben einfach kein Ponyhof ist und es auch zu schicksalhaften und sehr ungerechten Toden kommen kann. Nun hat es einfach unglaublichen Spaß gemacht, die Helden beim Trainieren und Weiterentwickeln ihrer Fähigkeiten zu beobachten (was wohlgemerkt ein langwieriger Prozess war, der sich über Tage, Wochen oder gar Monate hingezogen hat). Die harten und lebensgefährlichen Kämpfe, in denen die Charaktere zum Teil einfach nur durch die Hölle gegangen sind, waren extrem spannend anzusehen. Vor Allem wenn die Gefühle so sehr hochkochten, dass man als Leser/Zuschauer gar nicht anders konnte, selbst Gefühle von Aufregung über Mitleid bis hin zu echter Trauer zu verspüren. Auf jeden Fall gab es damals tonnenweise von Charakteren, die um Längen mächtiger und erfahrener waren als die Helden und damit enorm gefährlich für Diese waren und das ganz ohne unfassbar starke over-the-top-Fähigkeiten. Aus diesem Grund waren die Abenteuer im Reich der Wellen und die Chunin-Prüfung extrem spannend. Einzig Sakura blieb ein Problem, auch wenn sich bei ihr Einiges gebessert hat. In der Haar-Abschneide-Szene hat sich ihr Charakter quasi um 180 Grad gedreht und war plötzlich genau so sympathisch wie Naruto und Sasuke, sodass ich sie endlich wirklich aus Hauptcharakter akzeptieren konnte. Leider hat sich kämpferisch (außer der Chakrakontrolle, die allerdings später kaum je wieder zum Tragen kam) keinerlei nennswerte Fortschritte gemacht und hatte keine Fähigkeiten außer den Standard-Akademie-Jutsus. Und darum war sie in den meisten Kämpfen, wie viele ihrer Hater (leider) zurecht immer bemängeln, nutzlos. Das hat sich erst viel später geändert, als sie Schülerin von Tsunade wurde. Aber erstmal weiter im Text: Was bei mir den prägensten Eindruck hinterlassen hat, war der erste Kampf gegen Orochimaru. Auch wenn man damals noch nicht ansatzweise die wahre Macht dieses gefährlichen Schurken wissen konnte, war er doch unglaublich überlegen und furchteinflößend und da man nicht wusste, dass er das Team eigentlich gar nicht töten wollte, hat man um das Überleben einfach nur gezittert. Eine ähnlich kritische Situation war der Kampf gegen die Sound-Nin, wenn auch nicht ganz so furchteinflößend, weil das Gegner waren, gegen die Genin zumindest den Hauch einer Chance hatten und viele Freunde aus Konoha geholfen haben. Trotzdem war es ein genialer Kampf, bei dem der Grad an Spannung und Aussichtslosigkeit extrem hoch war. Zudem war Sasukes erste Fluchmal-Aktivierung einfach nur Badass. Die Kämpfe im Turm waren zwar streng geregelt und in einem geordneten Ablauf, trotzdem waren auch sie spannend und man bekam massenweise tolle Einblicke in die Vielfalt an Charakteren und Fähigkeiten. Am Besten waren hier: Sasuke vs Yoroi, Naruto vs Kiba, Hinata vs Neji und vor Allem der beste Kampf dieses Abschnitts Rock Lee vs Gaara. Auch waren die Kämpfe sehr emotionsgeladen und man kann nicht anders, als Lee zu bemitleiden, der zwar lebend aus der Nummer rausgekommen ist, aber scheinbar nie wieder Ninja sein kann. Zur finalen Phase der Chunin-Prüfung bekam Naruto einen neuen Lehrer – den zweiten bekannten legendären Sannin Jiraiya, welcher natürlich auch einer der genialsten Charaktere der gesamten Serie ist. Zwar ist er auch ein verbreitetes Shounen-Klichee, nämlich der „alte Perverse“, trotzdem hat er eine Menge drauf und sorgt für viele spannende und urkomische Momente. Von ihm lernt Naruto das Jutsu des vertrauten Geistes – eine erste Kracherkunst, die er allerdings noch lange nicht perfekt beherrscht. Auch hier sieht man: Er verbessert sich, muss aber weiter hart an sich arbeiten. Währenddessen lernt Sasuke Kakashis bestes Jutsu, das Chidori und verbessert sein Taijutsu, wodurch er ebenfalls ziemlich zulegt. Spätestens ab hier kann man die Beiden als weit überdurchschnittlich starke Genin bezeichnen, die allerdings noch lange nicht mit den wirklich gefährlichen Jonin mithalten können – jemand wie Zabuza wäre immer noch enorm gefährlich für die Beiden. Auch hier sehen wir wieder viele spannende Kämpfe. Angefangen mit Naruto vs Neji, bei dem mir die Botschaft des Kampfes sehr gut gefallen hat. Egal, wie man geboren ist, man kann trotzdem eine Menge aus sich machen und Außergewöhnliches bewirken. Diese Botschaft wurde zwar im späteren Verlauf des Mangas mehr und mehr zerstört, aber dazu später mehr. Wovon ich damals sehr geschockt war und es immer noch bin, ist die unglaubliche Ungerechtigkeit, nach der die Mitglieder der Familie Hyuuga in Haupt- und Nebenzweig aufgeteilt wurden. Allerdings muss man hierzu auch sagen, dass es früher üblich war, Menschen hauptsächlich nach ihrer Geburt zu beurteilen und daher das Hyuuga-Unrecht durchaus realistisch war. Bitter ist es trotzdem… Auch Shikamaru vs Temari war ziemlich spannend und zeigt uns deutlich, wie klug Shikamaru ist. Er gehört ohnehin zu einem der genialsten Charaktere des Mangas, da er zeigt, dass man nicht nur mit roher Kraft ganz oben mitspielen kann, sondern auch mit Köpfchen. Mit Sasuke gegen Gaara wurde es dann richtig ernst. Sowohl am Anfang in der Arena als auch später im Wald zeigt Gaara eindrucksvoll, wie gefährlich, gewalttätig und unberechenbar er ist. Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass Sasuke während des gesamten Kampfes in Lebensgefahr schwebt. Und die Bedrohlichkeit, die Gaara ausströmt, geht einem richtig durch Mark und Bein. Die Chuninprüfung wird abrupt unterbrochen und wir werden zum ersten Mal Zeuge eines großangelegten Angriffs, der mehr als nur ein paar Ninja involviert – nun ist das ganze Dorf in Gefahr, wodurch die Serie einen neuen Level an Spannung und Epicness erreicht. Im Kampf Hokage vs Orochimaru sehen wir zum ersten Mal einen Kampf auf Hokage-Level, welcher einfach nur episch war und mich als Zuschauer einfach nur baff den Fernseher anstarren ließ (selbst bei der verstümmelten deutschen Version). Weil dieses hohe Niveau damals nur selten erreicht wurde, war solch ein Kampf damals auch noch echt was Besonderes – anders als im späteren Verlauf des Mangas. Dieses Kampfniveau war die oberste Messlatte und viele Zuschauer haben sich darauf gefreut, das Naruto und Sasuke eines Tages auch ein solches Niveau erreichen (natürlich erst in vielen 100 Kapiteln). Wer hätte auch ahnen können, wie das dann in der Praxis aussehen würde? Mit Sarutobis Tod ist dann zum ersten Mal jemand gestorben, der auf landesweiter Ebene eine große Bedeutung hatte, was unweigerlich tiefgreifende Änderungen für ganz Konoha und das Feuerreich bedeutet. Darum finde ich es so spannend, wenn ein so bedeutender Charakter in einer Geschichte stirbt (auch, wenn es ein cooler Charakter war, dem man nachtrauern muss), weil man dann als Zuschauer Zeuge der Veränderungen wird und sieht, wie der Posten neu besetzt wird und der Nachfolger in seine neue Rolle hineinwächst (in diesem Manga am Beispiel Tsunade). Das ist auch ein guter Weg, die Geschichte spannend zu halten, in dem man einfach von Zeit zu Zeit Anführer/Oberhäupter/whatever abtreten lässt und anderen Charaktere sehen müssen, wie sie diese Lücke füllen können. Dadurch kommt auch Abwechslung in die Geschichte (schließlich wird eine Geschichte rasch langweilig, wenn es sich immer nur um die selben Personen dreht und niemals Veränderungen in den Hauptcast kommen). Auch Naruto vs Gaara war episch. Vor Allem natürlich wegen den starken Parallelen, die die zwei haben, weil sie beide Jinchuuriki sind. Zudem musste Naruto weit über sich hinauswachsen, um diesen wirklich heftigen Gegner zu besiegen. Auch das ist zwar ein Shonen-Klichee, das bei zu häufiger Anwendung schnell nervig werden kann, aber zu diesem Zeitpunkt war davon noch überhaupt nichts zu sehen und der ganze Kampf war einfach nur cool. Danach lernten wir Itachi kennen – einen der wohl coolsten, überlegensten und tödlichsten Shinobi der ganzen Welt. Selbst solchen Größen wie Kakashi war er in absolut allen Belangen überlegen und besiegte diesen spielend leicht. Doch der wahre Geniestreich war, dass seine Überlegen damals in keinster Weise nervig oder unglaubwürdig war. Im Gegenteil, er etablierte sich sofort als einer coolsten Kämpfer der Serie, auch wenn er (nach dem damaligen Wissensstand) ein einfach nur hassenswertes Arschloch war. Und endlich kam Licht ins Dunkel gemäß der düsteren Vergangenheit Sasukes, wie er seine Eltern verlor und zu dem eiskalten Rächer wurde, der er heute ist. Nun kam Tsunade ins Spiel, die dritte der legendären Sannin, eine spielsüchtige Alkoholikerin. Auch sie hat eine gemäß der kriegerischen Vergangenheit realistische Geschichte und viele nahestehende Personen verloren, wodurch sie eine weitere sehr tragische Figur ist. Auch die Story rund um sie und den geschwächten Orochimaru war sehr interessant und der Kampf der drei Sannin war spannend und voller Rafinesse. Wodurch Tsunade aber runtergezogen wird, ist ihre Niederlage gegen Kabuto, was ihren Sannin-Status enorm herabwertet und sie sich (leider) in die lange Liste der Beispiele einreiht, die dafür stehen, dass Frauen in Naruto schwächer sind als Männer. Jedenfalls würde ich nicht davon ausgehen, dass Kabuto zu diesem Zeitpunkt einen (topitten) Jiraiya oder Orochimaru besiegen könnte. Naruto lernt derweil das Rasengan, ein Erbe des vierten Hokage (der, wie wir später erfahren, Narutos Vater ist). Eine Technik, die ihn als Kämpfer enorm hochpusht, aber dafür muss er auch angemessen hart und aufwändig trainieren (er brauchte schon mehrere Wochen dafür, wenn ich mich recht entsinne). Insofern ist es auch akzeptabel, dass er den stark angeschlagenen Kabuto (ein Ninja auf dem Level von Kakashi) überraschen und besiegen kann. Kommen wir nun zu Sasukes Fortgang aus Konoha. Durch das Zusammentreffen mit seinem Bruder ist sein Ego auf eine harte Probe gestellt worden und er entscheidet sich, den „einfachen Weg“ zu nehmen, den ihm Orochimaru bieten kann. Auch weil er Naruto beneidet, der ihn nun deutlich überflügelt hat. Die ewige Rivalität zwischen den Beiden setzt sich also fort und damit ist Ärger bzw. Spannung vorprogrammiert. Jeder Kampf zwischen den Konoha-Genin und gefährlichen Sound 4 ist ein Meisterstück für sich und ihre Fähigkeiten sind kreativ und sinnvoll weiterentwickelt worden (auch wenn sie definitiv schon Chunin-Level erreicht haben und damit die vielen hundert älteren Genin von der Chunin-Prüfung total herabwürdigen und als Loser brandmarken). Besonders Choji und Neji, die beinahe draufgegangen sind, nachdem sie als einzige ihre Gegner ganz knapp besiegt haben, haben Emotionen geweckt. Auch sehr einprägsam war Kimimaro, ein sehr mächtiger Ninja, den nichtmal Gaara besiegen konnte und der nur durch seine Krankheit gestorben ist. Und schließlich last but not least das Finale von Part 1, der epische Kampf im Tal des Endes, bei dem Naruto und Sasuke all ihre Register ziehen, sich zu neuen Höchstleistungen aufschwingen und schließlich Sasuke knapp gewinnt. Schon an diesem Punkt haben sich Leute begonnen zu beschweren, dass der Manga zu overpowert und DBZ-like geworden sei, an der Stelle hat mich das allerdings noch kein bisschen gestört. Denn die Action war packend, der taktische Tiefgang immer noch vorhanden und die Zeichen eindeutig gesetzt, dass die zwei ihre Anfängertage endgültig hinter sich gelassen haben und zu nicht zu unterschätzenden Ninja herangereift sind. Ich gehe übrigens davon aus, dass Naruto im einschwänzigen Gewand und Sasuke in zweiten Juin-Stufe an diesem Punkt dem einen oder anderen Jonin gefährlich geworden wären (aber das ist nur eine Spekulation von mir^^‘). Kommen wir nun zu Shippuuden, nachdem nun der erste (und leider Gottes auch einzige) große Zeitsprung kam und wir Naruto und co. als Teenager wieder sehen. Bereits in den ersten Folgen sehen wir deutlich, dass Naruto sich gut gesteigert hat und nun wohl gute Chancen hätten, die Chuninprüfung zu bestehen. Auch Sakura hat sich enorm verbessert und ist mit den Tsunade-Skills zum ersten Mal überhaupt wirklich konkurrenzfähig. Die meisten von den damaligen Genin sind eh zum Chuin oder gar Jonin aufgestiegen. Wer allerdings am Meisten vom Hocker gehauen hat, war Gaara der den Kage-Posten seines toten Vaters übernommen hat und damit beweist, wie mächtig er mittlerweile ist. Mit seiner Niederlage wird außerdem deutlich, wie sehr das Kampfniveau nun im Vergleich zum ersten Teil angestiegen ist. Direkt nach dem Zeitsprung wird ordentlich angezogen und Spannung aufgebaut, nämlich mit der Einführung der beiden Akatsuki Sasori und Deidara. Beide sind wahre Monster und jeder von ihnen hat seinen eigenen, völlig individuellen Fähigkeiten und Charakter. Interessant ist außerdem ihre Meinungsverschiedenheit, was Kunst anbelangt, sie sind zwei Gegenstücke, die sich ergänzen, quasi Yin und Yang. Auch gab es wieder viele interessante Hintergrundinformationen über Akatsuki und die Welt im Allgemeinen. Nach meiner Erinnerung wurde damals zum allerersten Mal genau definiert, was ein Bijuu überhaupt ist und wie viele es davon gibt (heutiges Grundwissen also :D). Wie erwartet waren Sasori und Deidara zwei wirklich harte Brocken und Naruto, Sakura und Kakashi mussten eine ganze Menge neue Fähigkeiten einsetzen, um es mit ihnen aufnehmen zu können und Chiyo, eine alte Größe als früheren Tagen, musste ebenfalls alles geben. Aber damals war das gut und richtig, weil die damaligen Fähigkeiten noch kein bisschen nervig waren, sondern sich nahtlos und stimmig in die bestehende Welt integriert haben. Auch wenn ich Wiederbelebungen im Allgemeinen und in Dragonball im Speziellen hasse, habe ich gegen Gaaras Auferstehung durch Chiyos Jutsu nichts einzuwenden, weil es eine Leben-gegen-Leben-Sache und außerdem (wie ich damals hoffte) ein einmaliges Eregnis war. Außerdem habe ich es Gaara zu dem Zeitpunkt wirklich gegönnt, weiterzuleben. Am Ende des Arcs wurde der Charakter „Tobi“ eingeführt, einer der – wie wir später gesehen haben – größten Antagonisten des ganzen Mangas. Ich muss dazu sagen, dass ich von Anfang an Obito in ihm erkannt habe und die ganze Zeit darauf brannte, wie er als solcher enttarnt wird. Dass das wirklich passiert ist (wenn auch sehr, sehr spät) ist einer der allergenialsten Plottwists des gesamten Mangas. Als Nächstes kam die Mission, (wieder einmal) Orochimaru und Kabuto auf den Zahn zu fühlen und weil Kakashi ausfiel, lernten wir Yamato und Sai kennen. Wieder sehr individuelle Kämpfer mit komplexen und sympathischen Charakteren. Ich hab die zwei eigentlich immer gemocht und fand es sehr schade, dass sie so sehr an Screentime verloren haben. Ich bin auch keineswegs der Meinung, dass die beiden jemals ein „billiger Ersatz für die fehlenden Parts von Team 7“ waren. Mit 4tail-Kyuubi vs Orochimaru folgte nun der erste Kampf, der deutlich erkennbar Züge von Dragonball Z aufwies. Aber auch das hat mich noch nicht gestört, da ich Narutos hulkmäßige Rampages immer ziemlich cool fand. Und Orochimaru ist eh mein Lieblingsschurke. Allein sein Sanjuu Rashoumon, mit dem er die allererste On-Screen-Bijuudama überhaupt abgewehrt hat war megapisch. Das war Overpower – aber auf eine verdammt coole Art und Weise. Im späteren Verlauf kommt es dann zu einem kleinen Showdown mit Sasuke, der sich innerhalb der drei Jahre ebenfalls enorm gesteigert ist, davon bekamen wir allerdings noch recht wenig zu sehen (was auch gut und richtig war, da so die Spannung erhalten wurde und Kishi einige Möglichkeit geblieben war, Sasuke in Zukunft glaubwürdig Asse im Ärmel zu haben (was er auch REICHLICH genutzt hat)). Die Haupthandlung um die Zurückholung Sasukes kam allerdings kein Stück vorwärts, da er sich wie gewohnt starrsinnig und uneinsichtig zeigte (ist an dieser Stelle aber nicht negativ gemeint). Als Nächstes lernten wir dann die nächsten Monster bzw. Akatsuki kennen: Kakuzu und Hidan. Auch diese waren völlig neuartig und außergewöhnlich, wodurch der Manga weiterhin superspannend blieb. Und als sogar ein sehr lange bekannter Charakter (namentlich Asuma) starb, erreichte die Dramatik ihren Höhepunkt. Und der Revanchekampf von Shikamaru gegen Hidan war einer besten des gesamten Mangas. Naruto hat unterdessen am Rasenshuriken gearbeitet, an seinem ersten richtig derben Brecherjutsu. Damit hat er auch prompt den äußerst erfahrenen, uralten, auf dem Kagelevel kämpfenden Shinobi Kakuzu besiegt. Natürlich war der schon vorgeschwächt und auch Naruto hat durch das unausgereifte Jutsu einigen Schaden davongetragen, trotzdem hat er durch diese Leistung einen großen Sprung nach vorne gemacht. Ob er wirklich zu dem Zeitpunkt schon Kakashi hätte besiegen können, darüber lässt sich streiten. Einige sind der Meinung, dass schon an diesem Punkt der Untergang der taktischen Kämpfe angefangen hätte und damit die Qualitätsabsenkung des Mangas, aber meiner Meinung nach war die Sache damals noch nicht so schwerwiegend, dass man sagen könnte, der Manga hätte an Qualität eingebüßt. Nun beginnt Sasuke so richtig in Aktion zu treten. Er dreht richtig auf und will mit seiner Rache an Itachi nun richtig loslegen. In den folgenden Kapiteln ist er in den Tod einer ganzen Reiche hochrangiger Shinobi involviert. Hier hat auch die ganze Furore von seiten der Fans um Sasukes „Overpower“ angefangen, aber ich finde, die wird durch verschiedene Faktoren relativiert. Als Erstes entledigt sich Sasuke seines alten Meisters Orochimaru. Natürlich war das schade, dass ein so toller Antagonist die Bühne verlässt und wir lange Zeit (damals wussten wir nichtmal, ob er überhaupt je wiederkehrt) nichts mehr von ihm sehen, aber da die Story auch mal weitergehen muss und selbst der beste Schurke irgendwann langweilig wird (Orochimaru hatte schon eine Menge Auftritte), ist es in Ordnung, dass wir von ihm Abschied nehmen müssen. Da Orochimaru wirklich völlig am Ende war und keinen richtigen Widerstand leisten konnte, kann man diesen Sieg auch nicht wirklich der „übertriebenen Macht“ von Sasuke zuschreiben. Natürlich kriegt er trotzdem ein ziemliches Power-up durch das Absorbieren von Orochimarus Kräfte und ist nun sehr weit oben dabei. Nun rekrutierte er drei ehemalige Diener Orochimarus und baute sein eigenes Team auf, das Team Hebi/Taka. An Suigetsu und Juugo habe ich nichts auszusetzen, weder charakter- noch fähigkeitenmäßig. Aber Karin kann ich absolut nicht ab. Ich habe schon weiter oben meinen Hass auf Fanboys und Fangirls ausführlich dargelegt, daher brauch ich das hier nicht mehr tun. Als Nächstes ist Deidara an der Reihe, gegen Sasuke zu verlieren. Ihn konnte er nur mit Glück besiegen, nämlich der Überlegenheit des Blitzelements gegenüber dem Erdelement (ich muss durch den krassen Gegensatz zu Pokemon immer noch schmunzeln :D). Deidaras atombomben- und sehr DBZ-artige Explosion war eine passende Spitze, was das Fähigkeitenrepertoire dieses Charakters angeht. Sasuke musste zum Überleben Manda, den mächtigsten vertrauten Geist seines früheren Meisters opfern. Schließlich kommt es zum lang erwarteten, epischen Showdown zwischen Sasuke und Itachi, an dem der ältere Uchiha schließlich stirbt. Allerdings muss hier gesagt werden, dass Itachi durch seine Krankheit stark geschwächt war, Sasuke nie wirklich ernsthaft versucht hat zu töten und trotzdem noch während des gesamten Kampfes überlegen zu sein schien. Also kann man auf gar keinen Fall behaupten, Sasuke hätte diesen Kampf gewonnen, denn das ist schlicht und ergreifend falsch. Somit verlässt Itachi die Bühne als ein Shinobi, der weiterhin übermächtig scheint und onscreen niemals an seine äußersten Grenzen gekommen ist. Daraufhin verliert Sasuke sein Fluchmal. Damals, mit 15, habe ich mich unglaublich darüber geärgert, denn ich fand es einfach cool, weil es Sasuke etwas „Teuflisches“ verliehen hat. Aber heute bin ich der Meinung, diese Entscheidung Kishimotos war gut und richtig, denn daraufhin bekam Sasuke das Mangekyo-Sharingan, das die verlorene Kraft mehr als nur wettmachte. Durch den Verlust des Juin konnte verhindert werden, dass Sasuke schon sehr viel früher zu overpowert geworden ist. Daraufhin erfuhr Sasuke die Wahrheit von Itachi, dass er nur auf Befehl von Konoha gehandelt hat und seinen Bruder in Wahrheit sehr geliebt hat. Das war natürlich sehr bitter für Sasuke. Auf jeden Fall war es vollkommen nachvollziehbar, dass er seinen Hass und seine Rachepläne nun auf die damaligen Initiatoren (Danzou und co.) projiziert und diese abmurksen will. Die Leute, die ihm DAS vorwerfen wollen, versetzen sich einfach nicht in seine Lage, da sie solcherlei Erfahrungen wahrscheinlich nie gemacht haben. Das ganze Dorf auszulöschen ist zwar etwas extrem, aber bei einem derart traumatisiertem Teenager durchaus im Bereich des Möglichen (ich will nicht wissen, zu was ich fähig wäre, wenn ich meine Familie verlieren würde). Schließlich tritt er als frischgebackenes Akatsuki-Mitglied gegen Killerbee, den Jinchuuriki des Achtschwänzigen an und dort kassiert er einfach nur. Ohne seine Mitkämpfer wäre er schon mehrmals von Killerbee getötet worden, der mit der gesamten Gruppe einfach nur den Boden wischt. Das er dem vollentfesselten Hachibi dermaßen zusetzt, ist zwar schon heftig, aber da Amaterasu ein extrem mächtiges Jutsu ist, schon noch vertretbar. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass wenn Killerbee es wirklich drauf angelegt hätte, das Team zu töten, wäre es ihm auch gelungen. Hat er aber nicht, da er die Gelegenheit genutzt hat, Alle und Jeden zu verarschen und in den Untergrund abzutauchen. Unterdessen ging es auch ganz wo anders heiß her. Jiraiya starb in einem epischen Kampf gegen Pain, den „Leader“ von Akatsuki, welcher die zu diesem Zeitpunkt wohl allermächtigsten bekannten Fähigkeiten besessen hat. Damals wusste man sehr wenig über das Rinnegan, nur das seine Macht wahrhaft gigantisch war. Dieses mysteriöse Element hat die Spannung sehr weit hochgetrieben. Der Kampf hatte auch alles, was einen guten Kampf ausmacht, packende Action, viele neue Moves und eine wahrhaft emotionsgeladene Spannung. Auch dass Nagato und Jiraiya sich von früher kannten, hat die Dramatik deutlich erhöht. So richtig krass wurde es allerdings erst mit Pains Angriff auf Konoha. Das war auch der Zeitpunkt, wo die Stimmen gegen die allgemein ausufernde Overpowerness zum ersten Mal so richtig lauf wurden. Aus gegebenem Anlass, versteht sich, schließlich hat Pain mit einem Schlag ganz Konoha dem Erdboden gleichgemacht – im wahrsten Sinne des Wortes. Und viele ziemlich starke und wohlbekannte Charaktere sind gegen dieses Monster Pain einfach nur untergegangen. Lustig, aber nicht wirklich neuartig, war Naruto 2.0 aka Konohamaru, der es mit dem Rasengan schaffte, einen Pain zu besiegen. Doch trotzdem erschien Pain unbesiegbar und selbst Kakashi hat wurde gladenlos geplättet. Also liegt es an Held Naruto, den Tag zu retten (womit der wirklich grauenhafte Klichee-Shounen, zu dem sich der Manga später entwickelt, schon ganz, ganz leicht hervorblitzt…). Er hat die mächtigste Fähigkeit Jiraiyas gelernt, was ihn erneut gewaltig nach vorne bringt, zumal es ihm nun auch möglich ist, das Rasenshuriken perfekt zu nutzen. Mit diesen neuen Fähigkeiten und einer riesigen Frosch-Armee ist Naruto mit Pain (wobei allerdings der gefährlichste aller Pains seine Fähigkeiten nicht einsetzen kann) ebenbürtig. Auch wenn Naruto ans Äußerste gehen muss und der Kampf gegen Pain alles Andere als einfach für ihn ist, ist es schon ein wenig übertrieben, dass er mit diesem Gegner mithalten kann, gegen den so viele ältere und erfahrenere Shinobi sehr viel schlechter ausgesehen haben. Naruto hat in einigen wenigen Monaten einen deutlich größeren Kraftsprung geschafft, als in über drei Jahren. Und dies ist der Anfang der Entwicklung, an dessen Ende Naruto mehr und mehr zu einem 16jährigen Übergott wird, der einfach all die coolen Typen von früher einfach nur wie komplette Lachnummern aussehen lässt. Aber trotzdem war dieser Kampf noch Spannend, sowohl Jutsus als auch Taktik spielen noch eine Rolle und Pain bietet eine gute Show. Die Rückkehr des Shinra Tensei hätte wohl Narutos Niederlage besiegelt, wenn es nicht zu diesem dramatischen Höhepunkt mit Hinata gekommen wäre, durch den diese fast gestorben wäre. Danach kam es zu dem bis dato größten Kyuubi-Ausbruch, sodass nun auch Pain wirklich alles geben muss. Kyuubis endgültige Freisetzung konnte durch das Eingreifen Minatos verhindert werden und Naruto lernt zum ersten Mal überhaupt seinen Vater kennen (man könnte an dieser Stelle Kishi Deus Ex Machina unterstellen (die Lösung eines Problems in Form eines verdammt passenden Zufalls), aber ich finde so einen Sicherheitsmechanismus vom GROSSEN HOKAGE keineswegs problematisch, der ja auch für seinen Sohn sorgen will). Schließlich konfrontieren sich Nagato und Naruto von Angesicht zu Angesicht und Naruto setzt sein gefürchtetes Talk no Jutsu ein (das schon bei Zabuza, Gaara und Neji zur Anwendung kam) und leider wird dies langsam aber sicher overused. Gut, bei Nagato ist es noch einigermaßen plausibel, wie er zur Vernunft kommt, aber mir wäre es lieber gewesen, wenn er der letzte Antagonist gewesen wäre, der auf solche Weise „bekehrt“ wurde. Da er dann auch starb, brauchte niemand zu befürchten, dass der gute Nagato dem guten Naruto nun mit seinen sagenhaften Fähigkeiten zu sehr unter die Arme greift, was sich auch zu einem sehr problematischen Shounen-Klichee hätte entwickeln können. Aber was NUN kam, hätte echt nicht sein müssen und ist ein erstes, RIESENGROSSES Minus in der Geschichte des Mangas. Die Massenwiederbelebung Nagatos all jener, die er bei diesem Angriff umgebracht hat. Schon bei Dragonball muss ich im Nachhinein sagen, dass die Wiederbeleberei sehr ätzend war, in Naruto hätte es das echt nicht gebraucht. Das Kakashi schon zu dem Zeitpunkt stirbt, hätte ich zwar auch nicht gewollt, aber den hätte man auch anders lebend aus der Sache herauskommen lassen können. Auf alle Fälle wäre mir selbst ein Dahinscheiden Kakashis lieber gewesen als diese Wiederbelebungsscheiße. Die Nummer war wirklich das erste große Anzeichen dafür, dass dieser Manga langsam aber sicher nachlässt. Aber gehen wir mal weiter: Nach dem Tod von Nagato wurde die Kagekonferenz einberufen, um über die weitere Lage zu beraten. Insbesondere Kumogakure war stocksauer wegen den Verlusten der Jinchuuriki und sann auf Rache. Und der verschlagene, intrigante Danzou ist nun so richtig in Aktion getreten als Stellvertreter-Hokage. Sasuke, der schon in der Vergangenheit so einige krass Dinger abgezogen hat, wollte nun richtig hoch hinaus und hat sich mit mehreren Kagen auf einmal angelegt, wobei er zwar zum ersten Mal seine Susanoo-Fähigkeiten nutzen konnte, aber trotzdem glich das Ganze eher einem Selbstmordkommando als einem tatsächlichen Mordversuch. Auf jeden Fall war er den Kage klar unterlegen und konnte sich gerade noch so vor dem sicheren Tod retten. Tobi nutzte auf jeden Fall die Gunst der Stunde, um auf epische Art und Weise die Gesichte von Juubi, Rikudou und dem Mond zu erzählen und wie er die Welt mit dem Mondaugenplan verhindern will. Und da die Kage nicht kooperieren wollen, erklärt er ihnen den „Krieg“. Warum ich dieses Wort in Anführungszeichen schreibe, werdet ihr später noch sehen. Der Kampf zwischen Sasuke und Danzou war noch cool und spannend, auch wenn das Izanagi schon ein ziemlich abenteuerliches Jutsu war, die Realität umschreiben ist schon eine enorm mächtige und grenzwertige Fähigkeit. Und die Tatsache, dass es normalerweise ein Auge kostet, hat Danzou durch seinen ekligen, aber trotzdem beeidruckenden Augen-Arm kompensiert. Am Ende musste Sasuke alles geben und hat sogar seine treue Mitstreiterin Karin geopfert und sich in moralisch wahrhaft tiefe Abgründe begeben. Dies wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, aus Karin einen halbwegs brauchbaren Charakter zu machen, aber Kishimoto hat sie (leider Gottes) nicht genutzt. Sakura hat nun selbst versucht, die Sache in die Hand zu nehmen und Sasuke unschädlich zu machen, entäuscht aber wieder genau so wie früher, versagt völlig und macht alles nur noch schlimmer. Dabei hätte man von ihr erwarten müssen, dass sie endlich gelernt hat, mit ihren Gefühlen umzugehen und sich nicht zu sehr von ihnen beeinflussen zu lassen. Es kommt wieder zu einem Zwischen-Showdown zwischen Naruto und Sasuke, der weiteres Foreshadowing auf einen epischen Endkampf zwischen den Beiden liefert. Danach ging Naruto auf die Schildkroteninsel, um bei Killerbee zu trainieren. Der hat mittlerweile Kisame in einem relativ epischen Kampf geplättet und das Samehada an sich genommen. Naruto stellt sich nun einem direkten Kampf mit Kyuubi, der zunächst überlegen ist. Aber weil anschließend Narutos Mutter eingreift, schafft er es, dem Bijuu sein Chakra zu entziehen, wodurch er erneut ein ziemlich mächtiges Power-Up bekommt. Danach erfahren wir endlich, wie das damals mit Kyuubis Entfesselung wirklich passiert ist und wie mächtig und grausam Tobi, den damals alle für Madara hielten, wirklich ist. Minato liefert eine beeindruckende Vorstellung, sowohl als Kämpfer, als auch als Hokage, der sein Dorf retten will und die Todesszene von Narutos Eltern ist wieder sehr emotional. Was mich allerdings massiv stört, ist die Tatsache, dass es immer mehr darauf hinausläuft, dass Naruto das „Kind der Prophezeihung“ ist, was die Lehre, die aus dem Kampf gegen Neji gezogen wurde, leider vollkommen zunichte macht. -_- Dann gab es ein kleines Intermezzo mit Guy vs. Kisame, einen der großen Konflikte, die schon seit Langem thematisiert wurden. Guy dreht nochmal richtig auf, gibt alles, öffnet das stärkste Tor, was ihn nicht das Leben kostet und bezwingt in einem heftigen Kampf schlussendlisch Kisame. Dieser kriegt daraufhin noch genug Panels für einen angemessenen Tod, wo auch sein Hintergrund nochmal beleuchtet wird und er als der Mann, der eine Welt ohne Lügen erschaffen wollte, in Erinnerung bleibt. Auch der Kampf zwischen Konan und Tobi war cool und spannend und Konan ist eine echte Ausnahme verglichen mit den anderen Naruto-Weibern, da sie auch als Frau einen mächtigen Kampf liefert, bei der sie nochmal das volle Potential ihrer Papierjutsus zeigt und Tobi, dem noch böseren Antagonisten über Nagato mächtig einheizt. Kommen wir nun zum sogenannten „Krieg“, womit auch der richtige Rant-Teil dieses Postings beginnt. Während ich mich bisher sehr gesittet ausgedrückt habe und größtenteils gelobt habe, wird dies nun völlig anders werden und ich werde meinen Zorn, meine ganze Wut über diesen größtenteils misslungenen Teil des Mangas freien Lauf lassen. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich diese 2-3 Tage, die sich über fast 200 Kapitel erstreckt haben, einfach nur furchtbar fand. Ich sehe ein, dass manche Handlungsabschnitte nicht mal eben in 5-10 Kapitel abgehandelt werden können, aber gleich ZWEIHUNDERT FUCKING KAPITEL für SO EINEN FUCKING KURZEN ZEITRAUM??? Dragonball Z war schon ziemlich übel, was das angeht, aber Naruto hat noch eine Schippe draufgetzt. Wenn so ein kurzer Zeitraum über 4 Jahre Echtzeit geht, ist das einfach echt nicht mehr feierlich, tut mir wirklich Leid. Man bekommt beim Lesen mit der Zeit das Gefühl, dass niemals etwas vorangeht und die Zeit praktisch eingefroren ist. Ich finde, wenn ein Tag sich über 20-30 Kapitel erstreckt, ist das auch mehr als genug und bereits sehr, sehr langgezogen. Ich finde außerdem, dass ganz generell viel zu wenig mangainterne Zeit vergangen ist. Noch ein paar Zeitsprünge mehr hätten der Story nicht geschadet. Außerdem wäre es ein wenig plausibler gewesen, wenn der 18-20jährige Naruto diese extreme Stärke erreicht hätte, und nicht schon der 16jährige, der in meinen Augen immer noch ein Kind im Sinne von nicht vollständig erwachsen ist. Dann wäre auch die Blamage für den 30jährigen Kakashi und den 50jährigen Jiraiya nicht so schwerwiegend gewesen. Kommen wir zum nächsten Punkt, nämlich meiner Weigerung, diese gigantische Scheiße, die uns Kishi präsentiert hat, wirklich als „Krieg“ zu bezeichnen, aus dem einfachen Grund, dass so gut wie keiner mehr von den wirklich wichtigen, guten Charakteren STIRBT. Außer Neji und den paar Leuten im Hauptquartie haben sie alle überlebt. Zwar wurde mal in irgendeinem Panel mal erwähnt, dass der halbe Fodder abgekratzt ist, aber das spielt in meiner Bewertung überhaupt keine Rolle weil Fuck the Fodder. Wir haben auf jeden Fall eine große Menge an Seiten gesehen, wie sich die ganzen Nebencharaktere durch eine riesige Armee aus weißen Zetsus und Edotenseis gekloppt haben, ohne dass es wirklich erkennbare, sichtbare Verluste gegeben hat, die diesen „Krieg“ realistischer und glaubwürdiger gemacht haben. Aus diesem Grund beschließe ich, dazu überzugehen, diesen misslungenen letzten Abschnitt von Naruto von nun an als „Das vierte große Shinobi-SCHARMÜTZEL“ zu bezeichnen. Der Begriff „Scharmützel“ klingt zwar absolut lächerlich, aber genau deswegen passt er wie Arsch auf Eimer zu dieser erbärmlichen Ausrede eines Krieges. Die Vorstellung, die uns da geliefert wurde, ist eine Beleidung an jeden, der den wahren Schrecken des Krieges kennt. Und eine fast ebenso Große an alle Menschen, die vernünftiges und realistisches Storytelling schätzen. Um einmal Missverständnissen vorzubeugen: Ich meine damit nicht Realismus im Sinne von, dass die Charaktere nur die gleichen beschränkten Möglichkeiten haben dürfen wie wir im RL und absolut rein gar nichts Übernatürliches möglich ist. Ich meine damit Realismus im Sinne von dass die Charaktere eine gewisse Zeit brauchen, um stärker, schlauer oder was auch immer zu werden. Dass die Charaktere außerdem keine Mary Sues oder Gary Stues sind und daher charakterlich nicht perfekt sind, sondern Schwächen haben (mich sprechen auch Werke an, in denen die Hauptcharaktere nicht das reine Gute sind, aber in einem Shounen-Manga muss wohl ein gutartiger Held sein). Dass nicht jeder Antagonist irgendwann die Fehler seines Handels einsieht und sich bessert. Dass es auch richtig miese Schweine gibt, die in den letzten Sekunden genau so verbohrt und uneinsichtig sind, wie sie im ganzen Leben waren (als Musterbeispiel möchte ich hier Freezer und Cell aus DBZ nennen). UND ES GEHÖRT EINFACH AUCH DAZU, DASS ES IN EINEM VERDAMMTEN KRIEG AUCH VERDAMMTE TODESOPFER GIBT!!!!!!!!!! Ich hab mir vor Kurzem noch mal ein paar Folgen aus dem Anfang des Großen Scharmützels angesehen. Und da hat Guy einen Satz gesagt, bei dem ich gedacht habe, ich spinne, gerade weil es von IHM kam. Er hat zu einem traumatisierten Fodder gesagt: „So ist das im Krieg, da muss man auch mal mit ansehen, wie deine Kameraden sterben.“ WASFÜREINMEGAHEUCHLER… (zensiert) Er, der mit Hilfe eines Asspulls sogar das Öffnen von allen acht Toren überlebt hat, sondert so einen Spruch ab. Gratulation, wirklich ein GRAN-DI-O-SES Storytelling (sarcasm) Aber mal abgesehen von Guy hätten sich auch einige Andere angeboten. Zum Beispiel einige von den Kage, namentlich Tsunade und Oonoki. Diese alten Säcke haben nämlich ihre Zeit schon weitgehend hinter sich und gerade der alte Tsuchikage hätte nach einem erfüllten Shinobileben einen epischen Tod bekommen können. Tsunade, die kaum noch etwas reißen konnte und als amtierende Hokage hinter vielen anderen Charakteren zurückstand. Auch sie hätte noch einen letzten, wahrhaft einprägsamen Endkampf bekommen und dann einen ehrenvollen Tod sterben können. Allgemein muss ich allerdings sagen, dass ich diese Meinung nicht vertrete, weil ich so ein grausames, unmenschliches Arschloch bin, das die Charaktere hasst und ihnen absolut auf Biegen und Brechen ihre letzten Lebensjahre nicht gönnen will (mir sind die Lebensabende von fiktiven Charakteren eigentlich vollkommen wurscht, weil es dazu eh nie Mangakapitel oder Animefolgen geben wird, was auch gut so ist, weil das bestimmt keiner sehen will, denn es wäre mit 99%iger Wahrscheinlichkeit einfach nur todlangweilig), sondern weil für mich die absolut oberste Priorität die STORY, die WELT und das GESAMTGESCHEHEN sind. Früher war Naruto diesbezüglich übrigens ausgezeichnet. Es gab ne Menge Tote zu betrauern. Ich hab die Wichtigsten weiter oben genannt. Ich möchte außerdem den Madara-Hashirama-Flashback anführen, die den Urzustand vor der Gründung der Dörfer, den „1. Shinobiweltkrieg“ beleuchtet hat. DAS ist ein ECHTER Krieg, einer, wie ich ihn mir vorstelle, die Hölle auf Erden, Tod, Leid und Schmerz. Damals konnten Ninja froh sein, wenn auch nur DIE HÄLFTE des Nachwuchses überhaupt das Erwachsenenalter erreicht habe. Angesichts dieses Hintergrunds versteht man auch, warum z.B. Madara so eiskalt ist. Das waren noch ganz andere Zeiten als unser heutiges Scharmützel, nicht wahr? Und darum stellen mich auch beispielweise Unterstellungen, dass ich in einem Shounenmanga wie Naruto solche spannenden, realistischen Elemente wie ein richtiger Krieg, etwas mehr Todesfälle oder allgemein ein etwas dunklerer Ton gar nicht erst zu finden hoffen brauche, auf die ultimate Zerreißprobe, was die Selbstbeherrschung im Bezug auf sehr hässliche und beleidigende Flames betrifft. Allgemein ist Naruto also weitgehend zu einer Art Disneyland verkommen, das den realistischen Touch von früher, die Würze quasi, weitestgehend veloren hat und in einer idealisierten Ponyhof-Welt, sprich, der Heimat von Mary Sue und Gary Stue, spielt. Ich (und die allermeisten der anderen vernünftigen Menschen auch) beschäftige mich nicht mit Literatur, um mich in eine solche Traumwelt zu flüchten und Menschen, die das tun, halte ich für – und hier nehme ich kein Blatt vor den Mund – äußerst unreif und naiv. Darum fand ich die Grundidee vom Kampf der Shinobiwelt gegen die Leute, die das unendliche Tsukiyomi auslösen wollten, grundsätzlich erstmal gut. Weil man da wirklich noch eine Lehre draus ziehen kann, nämlich, dass Realitätsflucht keine Lösung ist und die eigene Situation nicht wirklich verbessert, sondern nur verschlimmert. Und darum ist unser Scharmützel (wisst ihr eigentlich, was es mir für eine unglaubliche Genugtuung bereitet, dieses meine neue Lieblingswort zu verwenden – vor Allem in diesem Kontext hier) auch pädagogisch überhaupt nicht wertvoll, weil den Kindern ein völlig falsches Bild vermittelt wird von der Welt, in der sie leben, von Kriegen, Verbrechen und der Herbeiführung von Frieden. Denn davon zeichnet der Manga am Schluss ein völlig falsches Bild, ich kann nur wieder darauf verweisen, wie viel besser er früher war. Gehen wir aber mal etwas genauer auf den Ablauf des Scharmützels ein. Wir haben zunächst eine Menge Kämpfe von den Nebencharakteren gegen die Edo Tensei, von denen Einige auch ziemlich symbolträchtig sind (z.B. Kakashi vs Zabuza+Haku RELOADED, Team 10 vs Asuma, Gaara vs seinen Vater, Hizashi vs Hiashi, Naruto+Bee+Itachi vs Nagato…). Dann hatten wir auch Kämpfe gegen Alt-Kage, die wir nie zuvor gesehen haben und die einmal und dann nie mehr aufgetreten sind und die im Grunde nur Lückenfüller waren (z.B. 3.Raikage, 2.Mizukage usw.) und viele weitere Edo-Tensei, die nicht viel Screentime haben. Und natürlich Zetsus, Zetsus und nochmals Zetsus! Die Shinobis hauen sich wie Verrückte Jutsus um die Ohren, der Kampf ist in vollem Gange. Und natürlich betreten auch irgendwann Naruto und Sasuke, die mittlerweile so richtig overpowert geworden sind, das Schlachtfeld. Naruto räumt in seinem neuen Modus erst mal gewaltig auf und setzt auch Schattendoppelgänger ein wie bekloppt (obwohl wenige Kapitel vorher erklärt würde, dass er das im neuen Modus nicht können dürfte…). Naruto – mit Killerbee im Schlepptau – fetzt sich nur so durch einen übermächtigen Gegner nach dem Anderen. Nun möchte ich auch noch auf einen positiven Aspekt in dem Ganzen eigehen: Nämlich den Badass-Auftritt des wahren, echten Madaras. Zumal dadurch Tobi als Betrüger entlarvt wurde, den ich ehrlich gesagt nie gerne in der Rolle des Madara gesehen habe, weil ich immer wollte, dass er doch irgendwie Obito ist (auch wenn ich die Hoffnung daran schon lange aufgegeben hab). Natürlich setzt Madara erst mal komplett neue Maßstäbe, was die Overpower angeht, aber das ist bei so einer Legende wie ihm praktisch Pflicht. Er wurde neben seinen bereits unglaublichen Sharinganfähigkeiten noch mit einigen weiteren Fähigkeiten vollbepackt, die ihn nochmal übermächtiger machen: Die Holzjutsus seines alten Erzrivalen sowie das vollendete Rinnegan, wobei enthüllt wurde, dass er die wahre Quelle dieser Macht ist und Nagato diese Augen von ihm hat. Natürlich weiß ich, dass dieses Meteoritenjutsu von Madara einfach nur gigantisch und overpowert war, aber trotzdem war es zu diesem Zeitpunkt meiner Meinung nach noch cool. Einfach einen fetten Meteoriten auf das Schlachtfeld werfen ist einfach ein unglaublicher Monster-AOE-Move, gewissermaßen der ultimative Finisher. Da ich allerdings der Meinung bin, dass irgendwann auch mal eine Grenze gefunden werden muss, wär es mir lieber gewesen, wenn es bei einem oder zwei Meteoriten auf einmal geblieben wäre und nicht wie später bei Juubidara mit zehn völlig eskaliert wäre. Die Kage sehen dieses Monster Madara vollkommen alt aus. Sie haben dem perfekten Susanoo (dessen Imposanz ich durchaus noch beeindruckend finde) nichts entgegen zu setzen. Leider lässt das die lebenden Kage wie ziemliche Schwächlinge wirken, wenn man bedenkt, dass es Hashirama im 1-on-1-Kampf mit diesem Gegner aufnehmen konnte. Und das ist ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt der allgegenwärtigen Power-Inflation: Die Titel verlieren an Wert, es ist nun nicht mehr viel wert, ein Kage zu sein. Naruto kämpft derweil gegen Tobi und seine Bijuu bzw. die Jinchuuriki und das bedeutet: Ein Bijuudamaregen folgt dem Anderen. Und als Naruto sich dann mit Kyuubi, pardon, Kurama, anfreundet und ein weiteres enormes Power-Up erhält, kann er sogar alleine mit fünf Bijuu auf einmal mithalten (und man muss bedenken, dass das nur die halbe Kyuubi-Power war, denn die andere Hälfte hat Minato in sich selbst versiegelt). Kräftetechnisch hat er nun die allermeisten Kage schon überflügelt, aber trotzdem ist er immer noch ein Genin, eine Tatsache, die mich auch immer wieder (Achtung, Wortwitz, höhöhö) fuchst. Man könnte hier natürlich einwenden, dass er trotz der ganzen Kräfte immer noch keine Führungsqualitäten besitzt, aber angesichts dieser gewaltigen Kräfte spielen solch trivale Dinge wie Teamwork und Taktik doch eh keine Rolle mehr, oder? Von dem „gemeinsam-sind-wir-stark“-Thema sah man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel (wobei das im Kampf gegen Juubi nochmal aufflammt). Wobei ich auch noch einen weiteren Aspekt ansprechen möchte, der früher mal ganz extrem wichtig war, aber mehr und mehr an Relevanz verloren hat. Die TAKTIK. Ich könnte jetzt weit dazu ausholen, aber stattdessen verweise ich einfach mal auf diesen ( https://ramenchan.wordpress.com/2014/06/25/fruher-war-naruto-besser-ein-augenzeugenbericht/ ) Artikel, der mir diesbezüglich echt die Augen geöffnet hat, das war mir vorher wirklich selber nicht bewusst. Was die Sache mit der Taktik und der Jutsu-Spammerei angeht, stimme ich diesem Artikel vollkommen zu, nur dass ich nicht glaube, dass die Fangemeinde so viel Schuld daran hat (außer dass die breite Masse eine Tendenz hat, auf primitives Rumgespamme anzuspringen). Ich habe einen ganz anderen Verdächtigen auf dem Kieker: GELD! Ich glaube, nur um die Gewinne zu maximieren, wurde dieser Manga so weit über das Haltbarkeitsdatum hinaus weitergezeichnet. Wobei der Kampf gegen die Bijuu noch gar nicht mal das Schlimmste war – auf dem Level waren die Kämpfe sogar noch recht aushaltbar. Aber es geht ja noch höher, die Kämpfe sind noch lange nicht am Ende. Dann kam der Kampf der Uchiha-Brüder gegen Kabuto. Kabuto war enorm overpowert (auch wenn die Schlange, die aus seinem Bauch wuchs, seeeeehr zweideutig war xD) und hat zahlreiche Jutsus auch von sehr vielen früheren Charakteren beherrscht. Selbst Sasuke und Itachi hatten es nicht leicht, obwohl Itachi nun endlich mal seine wahre, volle Macht gezeigt hat (was wir bis dahin noch nie gesehen haben). Schließlich legt er Kabuto mit dem Inzanami lahm und zwingt ihn so, das Edo Tensei aufzulösen. Die Lehre, die man auf diesem Kampf zog (dass man nicht krampfhaft versuchen sollte, jemand anders nachzumachen, sondern seinen eigenen, individuellen Weg finden sollte) fand ich ganz gut. Auch Kabutos Flashback, den viele als langweilig oder unglaubwürdig abgestempelt haben, hat mir recht gut gefallen. Ich habe sogar ein wenig Mitleid mit Kabuto gespürt. Schließlich kam es zu einem emotionalen, endgültigen Abschied zwischen Sasuke und Itachi, der der Geschichte zwischen den Beiden einen guten, runden Abschluss gegeben hat. Schließlich wurde Obito demaskiert und ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, dass diese alte aber doch geniale Theorie doch wahr geworden ist. Denn dadurch kommt es zu einem ganz persönlichen Konflikt zwischen Obito und Kakashi. Und Zentrum dieses Konfliktes ist RIN! Ich gebe zu, ich mag solche Yandere, die einfach völlig abdrehen, wenn der großen Liebe etwas zustößt (ich nenne einfach mal als Beispiele Lucy aus Elfenlied, Shion aus Higurashi und Yuno aus Mirai Nikki). Zwar ist der neue Obito so ganz anders als der aus Kakashi Gaiden, aber diese neue Seite an ihm ist… interessant. Und der Rampage gegen die Kiri-Nin war sowieso enorm episch. Ich finde aber, es hätte noch mehr zu Rin gezeigt werden müssen, damit man es Obito wirklich zu 100% abnehmen kann, dass er so eine 180-Grad-Wendung vollzieht. Sein Wandel war ein wenig… gerusht. Auch wirkte es zunächst ein wenig konstruiert, dass Rin vor Obitos Augen durch die Hand von Kakashi stirbt (ein bisschen viel Zufall auf einmal,finde ich), aber später erfahren wir, dass Madara das alles aus dem Schatten heraus geplant und gelenkt hat (was für ein Arschloch :D). Der arme Junge kann einem schon Leid tun. Er ist einer gezielten und bösartigen Gehirnwäsche zum Opfer gefallen. Natürlich ändert das nichts daran, dass es wie gesagt nicht die richtige Lösung ist, sich in eine Traumwelt zu flüchten und die Mittel, zu denen er gegriffen hat, um dieses Ziel zu erreichen, moralisch eh völlig indiskutabel sind, darum kann man ihn schon als einen Schurken bezeichnen, gegen dessen Ziele man klar Position beziehen kann und sollte. Als Nächsts kommt es zum Kampf zwischen Juubi und der Shinobi-Allianz. Mit Nejis Tod gibt es endlich, endlich einen bedeutenden Todesfall (der aber leider ziemlich einsam stirbt und daher mein vollstes Mitgefühl verdient hat). Meiner Meinung hätte es ruhig noch 3-4 weitere von den Rookies erwischen können, welche, lasse ich mal an dieser Stelle offen. Natürlich hätte jeder von ihnen den epischen Heldentod bekommen sollen, den er oder sie auch verdient hätte. Auf diese Weise wären die einzelnen Charaktere dem Leser noch mal richtig ins Gedächtnis zurückgekehrt, anstatt langsam, aber sicher in der Belanglosigkeit zu verschwinden (zwar da, aber in der erdrückenden Masse an Charakteren nicht zu erkennen). Und hier möchte ein weiteres Problem dieses Mangas und ganz generell auch vieler anderer Shounen aufzeigen. Die zu hohe Anzahl von Nebencharakteren. Wenn man schon als Leser Schwierigkeiten kriegt, sich alle Namen zu merken oder nachvollziehen zu können, wer gerade wo ist und was macht, wie soll das dann erst für den Autor funktionieren, der die Story ja weiterschreiben muss? Dass dies die Hölle ist, habe ich auch in meinen Fanfiktion erfahren. Und darum hätte eine hohe Charaktertodesrate auch einen sehr pragmatischen Nutzen neben mehr Drama und Düsternis: Nämlich, dass die gewaltige Masse an Charakteren ein wenig ausgedünnt wird. Diese Figuren sind dann weg, weil tot, und der Autor muss sich keine Gedanken mehr darum machen, wo er diese Figuren unterbringen soll. Und das kann sich nur positiv auf die Story auswirken. Dann hätten wir nicht über 100 Nebenchars, von denen die Meisten nur etwa ein Panel alle 100 Kapitel kriegen würden. Diese ganzen Charaktere aus all diesen Dörfern, die sich über die Jahre hinweg in diesem Manga angesammelt haben. Die alle auf einmal sind einfach nur eine Katastrophe. Früher war dieser Umstand noch nicht so schwerwiegend. Denn da waren die alle noch über die ganze Welt verteilt und jedes Dorf hat sich um seinen eigenen Kram gekümmert. Die ganze Geschichte war allgemein noch wesentlich kleiner und überschaubarer. Einerseits gab es noch nicht so viele Chars, andererseits waren die Meisten plausibel zeitweise aus der Handlung genommen, einfach weil sie grade auf Missionen waren. Ich gebe zu, einen Char sterben zu lassen ist nicht der einzige Weg, ihn (zeitweise oder für immer) aus der Handlung zu nehmen. Man kann sich auch Anderes ausdenken wie z.B. „ist grade auf Mission“ oder „ist in ein neues Dorf gezogen“. Es gibt unzählige Wege. Und über all die Jahre hat das auch sehr gut funktioniert. One Piece hat übrigens ähnliche Probleme. Unglaublich viele Charaktere, von denen die Meisten aber weltweit verteilt sind. Nur die, die gerade auf dem aktuellen Schauplatz sind, spielen eine Rolle. Zwar sind das immer noch sau viele und man hat es nicht leicht, die Übersicht zu bewahren, aber es ist nicht schlimm wie bei Naruto. DENN KISHIMOTO HAT EINEN GANZ GEWALTIGEN FEHLER GEMACHT, ALS ER ALL DIESE CHARAKTERE, DIE SICH ÜBER DIE JAHRE IN SEINEM MANGA ANGEHÄUFT HATTEN, AUF EINEM HAUFEN VERSAMMELT HAT! Es wäre wesentlich besser gewesen, wenn er die Ninjadörfer nicht sich hätte verbünden lassen und die globale Bedrohung, die er aufgefahren hat, so groß gemacht hätte. Denn dadurch ist sein Manga in absolutem Chaos versunken. Und dann war da noch die Wiederbelebung Orochimarus. Damals hab ich es absolut gefeiert, dass dieser geniale Antagonist zurückgekehrt ist. Aber wenn ich jetzt daran denke, wie wenig Kishi aus ihm gemacht hat, wäre es mir lieber gewesen, wenn Orochimaru einfach tot geblieben wäre. Auch habe ich mich zunächst gefreut, die toten Kage wieder zu sehen, da ich hoffte, dass sie mehr Spannung rein bringen. Aber im Grunde waren das nur noch mehr Charaktere in dieser ohnehin bereits schon hoffnungslos überladenen Story. Hier verhielt sich der Manga im Grunde wie ein 200-Kilo-Mensch, der nicht einsehen will, dass er ein Problem hat und weiterhin täglich 10 Big Macs sowie zum Nachtisch eine ganze Schwarzwälder Kirschtorte isst und das alles mit 5 Liter Cola runterspült… Aber machen wir mal mit der Story weiter. Als Nächstes hat Sasuke dieses Gespräch mit den ehemaligen Hokage. Wir erfahren, dass Hashirama genau so ein Spielsuchti war wie seine Enkelin (was ich übrigens sehr amüsant fand :D) und Tobirama ein kaltherziger Hardliner a la Danzou. Das war unerwartet und daher gut, da die ersten zwei Hokage bisher nicht näher charakterisiert waren. Und wir kriegen diesen Flashback von Madaras und Hashiramas Kindheit/Jugend, wo meiner Meinung nach zum letzten Mal der wahre, gute, alte Manga hervorblitzt. Zum letzten Mal konnte ich die Stärken des Werkes „Naruto“ in ihrer vollen Pracht bewundern. Nicht zuletzt weil es in dieser Zeit einen realistischen, unbeschönigten Krieg mit vielen Toten gegeben hat. Zugegeben, man findet in der Freundschaft von Hashirama und Madara wieder mal eine Parallele zu Naruto und Sasuke, aber trotzdem kann ich die Beiden leiden und sie haben auch individuelle Eigenschaften, die sie zu was Besonderem machen. Der Kampf der Beiden war natürlich imba as fuck, aber das musste so sein, schließlich wurde der Kampf ja als „legendär“ beschrieben und muss daher deutlich über den bereits bekannten Shinobi-Keilereien stehen. Darum fand ich die volle Power der Beiden in diesen alten Tagen auch völlig in Ordnung. Nach der wirklich tiefgreifenden Erzählung Hashiramas über die Gründung Konohas trifft Sasuke schließlich die Entscheidung, sich auf die Ninja-Allianz zu schlagen. Um ehrlich zu sein, hab ich ihm allerdings nie zu 100 % vertraut (und später hatte ich damit auch recht). Ich wusste immer, dass das nur ein Zweckbündnis ist, um die gefährlichen gemeinsamen Feinde aus dem Weg zu räumen. Ich habe auch gehofft, dass Orochimaru und Anhang noch später was machen und für Ärger sorgen, aber diesbezüglich wurde ich leider eiskalt enttäuscht (aber die Hoffnung stibt zuletzt, bzw mit „The Last“^^). Und nachdem unnötigerweise noch Karin eingesammelt wurde (die Sasuke GANZ TIEF in den Arsch kriecht und einfach nur noch jämmerlich und erbärmlich ist), macht sich die Verstärkungsdelegation auf den Weg. Der Kampf gegen Juubi (dessen immer overpowertere Formen äußerst hässlich sind) ist in vollem Gange, während Kakashi und Obito sich in der Kamui-Dimension ihr eigenes, persönliches Duell liefern (wobei Obito beweist, dass er kein Bisschen mit dem Rinnegan umgehen kann…). Unterdessen hatten die Schüler von Team 7 ihre Wiedervereinigung. Zum ersten Mal seit Part 1 kämpfen Naruto, Sasuke und Sakura wieder zusammen. Und mit ihren vertrauten Geistern (z.B. dem EXTREEEEEEEEEEEM gewachsenen Gamakishi) wird ihr Sannin-2.0-Status nochmal so richtig untermauert. Sakura kriegt nun auch ein enormes Power-up, mit dem sie zumindest kurzzeitig auf dem selben Level kämpfen kann wie Naruto und Sasuke. So kann sie endlich mal mitkämpfen. Aber noch ein Wort zu ihrer „Nutzlosigkeit“: Viele von Sakuras Hatern sagen ja, dass sie scheiße wäre, weil sie „zu schwach“ sei. Und hier muss ich heftig protestieren: Zwar stimmt es, dass Part-1-Sakura wirklich eine miserable Kämpferin war. Aber in Shippuuden ist nicht mehr das Problem, dass sie zu schwach ist, sondern dass Naruto und Sasuke einfach viel zu stark geworden sind. Die beiden sind einfach nur overpowert geworden und haben die Meisten anderen Shinobi abgehängt. Auch die anderen Rookies, die wie in der Chunin-Prüfung gezeigt wurde, alles überdurchschnittlich gute Shinobi sind, stehen weit unter ihnen (trotz erneuter Verbesserungen ihrer eigenen Fähigkeiten). Somit ist es sehr unfair, Sakura an dieser Stelle vorzuwerfen, „zu schwach“ zu sein. Schließlich kommt es dazu, dass Obito es gelingt, den Juubi in sich zu versiegeln. Dadurch hat er einen ganz neuen Level der Overpower erreicht und selbst Naruto, Sasuke und die Edo-Tensei-Hokage können nun nicht mehr mit ihm mithalten. Nicht mal die immer abenteuerlicher werdenden Jutsu-Combos von Naruto und Sasuke können etwas ausrichten. Madara und Hashirama ziehen derweil ganz gechillt ihr eigenes Ding durch. Ich hab schon gelacht, als Madara einfach im Schneidersitz auf Hashirama wartet, während überall um ihn herum die Hölle los ist 😀 Schließlich verschmelzen Naruto und Sasuke ihre Modi und können nun erstmalig Juubito Paroli bieten. Und an dieser Stelle haben wir einen kritischen Punkt erreicht. So, wie Naruto und Sasuke in Sachen Power und Fähigkeiten-Repertoire gewesen sind, so hätten sie bleiben können. Danach hätte es keine weiteren Power-ups mehr für die zwei geben dürfen. Wenn DAS ihr maximales Potential gewesen wäre, wäre ich zufrieden gewesen. Denn es ist sicherlich ein ziemlich hoher Kage-Level, auf dem die zwei da kämpfen. Auch Juubito war noch einigermaßen feierbar, zwar unglaublich stark, aber ein anständiger fast unbesiegbarer Endgegner. Dieser Level hätte nicht mehr überschritten werden dürfen, denn die gezeigte Action war bereits wirklich extrem. Wäre hier ein Cut gemacht worden, wäre „Naruto“ immer noch ein einigermaßen anständiger Manga gewesen. Aber nun fängt der wahre Horror an und zwar mit dem Talk-no-Jutsu gegen Obito. Und spätestens hier geht mir diese wunderliche Fähigkeit Narutos, die ich bei Nagato noch einigermaßen toleriert habe, entschieden auf die Nerven. Wie er in Obitos Geist eindringt und ihn so lange berieselt, bis dieser klein bei gibt und wieder auf die Seite der Guten wechselt, finde ich außerordentlich dämlich. Weil es sich wirklich häuft mit diesen Läuterungen, die dem Manga und den Schurken-Charakteren die Düsternis und damit auch die Coolness und Spannung nehmen. Schließlich gelingt es der Allianz mit vereinten Kräften, Juubi aus Obito herauszuziehen. Ich bin der Meinung, an dieser Stelle hätte Obito sterben müssen. Nach oder noch besser VOR der Läuterung durch Naruto. Herrje, wäre das geil gewesen, wenn das Letzte, was die Welt von Obito sieht, ein höhnisches Grinsen gewesen wäre. Aber den Gefallen konnte Kishi uns leider nicht tun. Als Nächstes versucht Obito, mit dem Rinne-Tensei (diesem Drecks-Jutsu, das es niemals hätte geben dürfen), alle Gefallenen wiederzubeleben. Aber (Gott sei Dank) macht Madara ihm einen Strich durch die Rechnung. Dadurch wird er wiederbelebt, verliert allerdings seine Rinnegan. Und dass er trotzdem Susanoo einsetzen kann, ist einfach nur ein unglaublicher Logikfail, der bis heute nicht vernünftig erklärt wurde. Auch die Art und Weise, wie sein scheinbar unzerstörbarer Körper sich nicht von Amaterasu beeindrucken lässt und gar Bijuu-Schläge tankt, ist einfach mehr als nur aberwitzig. Und als er schließlich eines seiner Rinnegan wiederkriegt, wirds erst richtig lustig, denn das, was wir bisher gesehen haben, war noch lange nicht alles. Mit einem abartigen Jutsu namens „Limbo“, dessen Funktionsweise ich bis heute nicht verstanden habe, nimmt er sämtliche Bijuu einfach nur auseinander. Auch bringt er mühelos
  23. Ninja of Chaos sagt:

    Naruto und Sasuke an den Rand des Todes (Das Letzte allerdings hat noch was Positives, denn Helden müssen auch mal so richtig auf die Fresse fliegen, damit die Story spannend bleibt).
    Und als wäre Madara damit nicht schon unbesiegbar genug, macht er nun sich selbst zum Jinchuuriki des Juubi. Und an dieser Stelle muss man entschieden sagen, dass Kishimoto zu sehr übertrieben hat. Ich mag auch overpowerte Kämpfe, keine Frage, sonst hätte ich schon viel früher angefangen, die Kämpfe scheiße zu finden, aber IRGENDWANN muss auch mal ne Grenze sein. Und darum hat in diesem Moment meine Abneigung gegen Madara angefangen, zumal er sich auch optisch ganz extrem verschlechtert hat.
    Aus dem selben Grund finde ich auch die Power-Ups, die Naruto und Sasuke nun von Rikudou Sennin persönlich bekommen, einfach nur fürchterlich. Wie gesagt, davor konnte ich die zwei noch ertragen, denn da waren sie noch sie selbst, Naruto Uzumaki und Sasuke Uchiha. Aber nun sind das nur noch zwei 16jährige Halbgötter, Ashura 2.0 und Indra 2.0 gewissermaßen. Ich kann nicht mehr die beiden coolen Typen, die ich mal so sehr mochte, wiedererkennen. Ihre Fähigkeiten sind auch wirklich nicht mehr schön: Riesige Elementar-Rasenshuriken, Bijuudama-Rasenshuriken, ein Susanoo mit Flügeln, ein Rinnegan für Sasuke… *schauder*
    Genau so übertrieben ist das, was Madara dem entgegenhält: Ein Dutzend Meteoriten und Chibaku Tensei auf einmal, seine immer seltsamer werdenden Rinneganfähigkeiten und natürlich die Kräfte des Juubi.
    Als Guy endlich alle 8 Tore öffnet und damit schließlich auch diese noch ausstehende Kraft präsentiert hat, hatte ich zum letzten Mal wirklich hohe Erwartungen an den Manga. Zugegeben, er hat eine recht coole Show gegen Madara geboten und diesen ziemlich ramponiert, aber der behinderte Asspull hat leider alles zunichte gemacht. Abgesehen davon, dass sich hier ein echtes Kriegsopfer angeboten hätte, hätte man auch glaubwürdig die Folgen einer so übermächtigen Fähigkeit demonstrieren können. Doch es regt mich nicht nur auf, DASS Guy überlebt auch, sondern auch das WIE. Einfach per Handauflegung von Gott Naruto. Ohne Aufwand. Ohne Sinn. Genau so lächerlich ist das Auge, das er Kakashi nachwachsen lässt, nachdem es ihm von Madara geklaut wurde.
    Derweil hat Madara zwei, pardon, drei Rinnegan und setzt das unendliche Tsukiyomi ein. Damit setzt er die ganze Welt unter sein Genjutsu und die Menge der kämpfenden Charaktere wird damit endlich wieder überschaubar klein. Naruto, Sasuke, Sakura, Kakashi und Obito.
    Wenn jetzt ein einigermaßen epischer Kampf gegen Madara der Abschluss gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich doch noch einigermaßen meinen Frieden mit diesem Manga gefunden. Aber nein, was jetzt kommt, ist an Katastrophalität nicht mehr zu überbieten.
    Denn jetzt kommt… KAGUYA! Zugegeben, damals als sie als historische Figur vorgestellt wurde, die die Ursache dafür ist das Menschen Chakra nutzen können (und die nicht einmal zwingend hätte böse sein müssen!!!), hatte ich nichts gegen sie. Aber als Gegner in der Gegenwart ist sie einfach nur katastrophal. Sie und Black Zetsu, der sich nun als Muttersöhnchen entpuppt und nichts mehr mit dem zwielichtigen Charakter, den wir nun schon so lange kennen, gemeinsam hat. Kaguya ist noch viel, viel mächtiger als selbst Madara, hat absolut keine eigene Persönlichkeit, keinen Shinobi-Skill und ist nur durch eine gigantische Menge wahllos zusammengewürfelter Fähigkeiten so gefährlich. Dimensionswechsel, Schwerkrafterhöhung, Knochen, die alles zu Staub verwandeln und und und… Und wie ein Baby, dem 10 Tonnen Brei noch nicht genug war, will sie nun allem und jedem das Chakra entziehen. Und sie will alle Menschen in Zetsus verwandeln, aber… wozu überhaupt? „Um die Nazis aus dem All abzuwehren.“, lautete die geniale Antwort eines Ramenchan-Users. Lange Zeit mussten wir ja auch befürchten, dass nach Kaguya was NOCH GRÖSSERES hätte kommen können. Ich bin heilfroh, dass es nicht soweit gekommen ist. Kaguya war schon beknackt genug. Dass sie ohne ihre gigantischen Chakramengen überhaupt nichts auf dem Kasten hat, merkt man auch daran, dass sie sogar auf das Sexy-Jutsu reingefallen ist. Und diese Szene war es, in der meiner Meinung nach der Manga seinen absoluten Tiefpunkt erreicht hat. Danach gings wieder aufwärts, aber ganz leicht und es war immer noch absolut unterirdisch. An dieser Stelle hätte ich auch den Manga fast abgebrochen (dass ich das nicht tat, war wohl ein Fehler). Die Stelle war einfach nur… BAAAAAAAH!
    Schließlich stirbt Obito und ist damit raus aus der Geschichte. Zumindest müssen wir also keine lächerlichen, unrealistischen Wiedereingliederungen dieses Verbrechers in das Dorf erleben, dem er so viel angetan hat. Er ist wieder mit seiner Rin vereint (ich hätte es allerdings lieber gesehen, wenn sie ihm ein paar gepfefferte Ohrfeigen verpasst hätte für das alles, was er angerichtet hat). Allerdings sorgt sein Abschiedsgeschenk aus dem Jenseits für den nächsten Kopf-Tisch-Moment. Beide Sharingan für Kakashi, der dadurch Susanoo mit Kamui-Shuriken bekommt und damit zur nächsten Imbagott-Kreatur mutiert ist. Von diesem Kämpfer, der einst mit so viel Skill überzeugt hat, ist auch nichts mehr übrig geblieben.
    Als Kaguya und Black Zetsu schließlich und endlich vernichtet wurden, war das in gewisser Weise eine Erlösung für mich. Diese Missgeburten vermisst wirklich keiner und darum war es mir auch vollkommen scheißegal, auf was für eine übertriebene Art und Wiese sie beseitigt worden sind. Hauptsache weg und das für immer und ewig. Zwar war es positiv, dass sie böse abgetreten sind und nicht von Naruto getalked wurden, aber das war in diesem Moment nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn schon mit Kaguyas Auftauchen war der Manga bereits ganz unten angekommen.
    Damit sind auch viele andere Charaktere und Dinge, die mich nur noch nervten, aus der Serie verschwunden. Die Edos, die auch unter dem Strich nur relativ wenig gerissen haben, Madara (welcher um seinen verdienten Endkampf betrogen wurde) und nicht zu vergessen, Kakashis Übersharingan. Damit waren 80 % der Dinge, die mich so unglaublich angekotzt haben, aus dem Spiel, aber die übrigen 20 % haben auch noch verhindert, dass ich diesen Manga genießen konnte. Zum Beispiel unsere Halbgötter Naruto und Sasuke, die immer noch wahnsinnig overpowert waren.
    An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich eigentlich auch ein DBZ-Fan bin, obwohl es dort noch viel heftiger zugeht mit Planetenzerstören und alles (da gibts auch ein paar schwerwiegende Inkonsistenzen, die mich nerven). Aber das, wozu Naruto hier mutiert ist, ist (wie jemand auf einem YT-Video gesagt hat, was ich sehr treffend fand) kein Dragonball Z und auch kein Naruto im guten, alten Sinne, sondern DRAGONRUTO TAIL. Also eine Mischung aus Dragonball, Naruto und Fairy Tail (dem schlechtesten Shounen aller Zeiten). Und so ein Manga ist einfach praktisch unzumutbar. Mittlerweile sind mir sogar die schlechtesten FFs fast lieber als dieser offizielle Müll. Wer auf SOWAS steht, der hat sich mit Recht die Bezeichnung „Fanboy“ oder „Fangirl“ verdient. Und ich habe schon dargelegt, was ich von diesen Geschöpfen halte.

    Aber kommen wir mal zum letzten großen Kampf des Mangas. Dass es nach Kaguya nur besser werden konnte, ist eigentlich selbsterklärend. Ob das zwangsweise „gut“ bedeutet, ist jedoch wieder eine ganz andere Frage.
    Aber fangen wir von vorne an: Wie bereits vermutet entpuppt sich Sasuke doch noch als Schurke und versucht nun, seine Vorstellungen einer verbesserten Ninjawelt gewaltsam durchzusetzen. Und das schließt die Vernichtung aller Kage und aller Bijuu mit ein. Aber sein wahres Ziel ist es, der gemeinsame Feind der Shinobi-Welt zu werden, damit die sich in Zukunft nicht mehr bekriegen. Sein Plan ist auf den ersten Blick zugegebenermaßen nicht schlecht, allerdings auf den zweiten Blick genauso nachteilreich und voller unvorhersehbarer Konsequenzen wie das, was Pain geplant hat mit dem „Frieden durch Schmerz“. Wenn ich Sasukes enorm riskanten Plan allerdings Narutos naiver und weltfremder Weltanschauung gegenüberstelle, fällt es mir enorm schwer, zu entscheiden, für welchen der Beiden ich Partei ergreifen soll. Und bei dieser Entscheidung kommts letztendlich nur noch darauf an, wer von den beiden Schwachköpfen das geringere Übel ist.
    Schließlich kommt es am Tal des Endes, diesem symbolträchten Ort, zu dem Kampf zwischen den Beiden, der langersehnte Entkampf, von dem wir schon dachten, wir würden ihn gar nicht mehr bekommen. Und es ist ein verdammt overpowerter Kampf. Zu overpowert meiner Meinung nach und deshalb konnte ich ihn, nachdem ich schon durch Juubidara und Kaguya so unglaublich angenervt war, nicht richtig genießen. Durch das Rikudou-Power-up waren die Beiden einfach nicht mehr sie selbst, sondern nur noch zwei Götter, die Bijuuchakra hin- und hertransferieren. Vor dem Treffen mit Rikudou hätte ich einen Kampf zwischen den zweien um nichts in der Welt verpassen wollen, aber nun war es leider einfach… meh.
    Erst nachdem die beiden ihre „superfantastischen“ Gigakräfte verballert haben und nur noch aufeinander einprügeln, wird die Sache interessant. Nach all dem Überimba-Rumgeballer war es echt erfrischend, mal wieder so etwas zu sehen. Es war zwar auch kein richtiges Taijutsu, wie wir es früher gekannt haben, aber trotzdem war es echt krass, wie Naruto und Sasuke sich gegenseitig zugerichtet haben.
    Schließlich kommt es zu einem letzten Chidori-Rasengan-Clash, bei dem die Beiden sich (wie ich ehrlich gesagt mit so einiger Genugtuung quittiert habe) gegenseitig die Arme weggefetzt haben. So sind die Beiden nun erstmal deutlich abgeschwächt und zu diesem Zeitpunkt der Serie konnte ich mich über jeden Nerf der Beiden nur noch freuen.

    Schließlich haben die Beiden sich ausgesöhnt, Sasuke wirft seine radikalen Ansichten beiseite, sie lösen das Tsukiyomi auf und Ende.
    Danach gibt es noch einen Ausblick in die Zukunft, wo Naruto Hokage ist und die Meisten Charaktere glücklich verheiratet sind und Kinder haben. Ich bin der Meinung, dieses Ende war nicht perfekt, gebe aber zu, dass es wohl das beste Ende ist , was Kishimoto nach dieser schlechten Vorarbeit noch rausholen konnte.
    Mit Naruhina und Sasusaku war ich zufrieden, da ich im Geiste immer irgendwie für diese Paare war. Und darum kann ich auch die ganzen Narusaku-Shipper nicht verstehen, die jetzt so ausrasten. Dieses Pairing ist nämlich schon im Kapitel 469 gestorben. Aber bei diesem Kapitel haben die Narusaku-Shipper wohl die Zeichen der Zeit übersehen und ihre Gehirne ausgeschaltet.
    Mein persönlicher Favorit war allerdings ChojiKarui. So viel Kreativität habe ich Kishimoto gar nicht mehr zugetraut. Ein wirklich exotisches Crack-Pair, zu dem ich noch nie eine Fanfiction gesehen habe.
    Ich gebe auch zu, dass Inos Sohn und Chojis Tochter recht abgefahren aussehen. Ich habe allerdings schon (z.B. in One Piece) wesentlich krassere Gestalten gesehen. Und darum finde ich ihr Aussehen nicht so furchtbar wie man Anderer.
    Was mich allerdings nach wie vor stört ist allerdings, dass Kishi anscheinend endgültig sämtlichen Mut verloren hat, Charaktere den Löffel abgeben zu lassen. So ist uralt-Oonoki immer noch am Leben, ebenso wie der steinalte Akamaru. Dass diese beiden Gesellen allerdings wohl schon wenige Monate nach diesem Ende dahinscheiden werden, ist denke ich mehr als offensichtlich.
    Neben Naruto und Gaara wurden nun auch die Nebencharaktere Darui, Chojuuro und Kurotsuchi zu Kagen. Man hat kämpferisch ja nicht allzu viel von ihnen gesehen und hätte mich schon ein wenig gereizt, zu sehen, wie sie nun kämpfen (ich geh mal davon aus, dass sie nicht so OP sind wie Naruto und Sasuke). Aber das nur am Rande.
    Den technologischen Fortschritt finde ich zwar auch ziemlich krass, aber stören tut mich das eigentlich nicht. Wenn man bedenkt, wie schnell sich Handys zu Smartphones weiterentwickeln etc. (und wir müssen ja bedenken, dass mindestens so 15-20 Jahre vergangen sind).

    Alles in Allem war Naruto lange Zeit ein großartiger Manga, konnte die Qualität allerdings leider nicht ewig halten. Daher hätte er früher beendet werden sollen, bevor er so krass abgestürzt ist. In meiner Idealvorstellung hört die perfekte Geschichte nie auf und wahrt immer die gleiche, grandiose Qualität. Dass es eine solche Geschichte unmöglich geben kann, musste ich auf die harte Tour lernen. Darum suche ich auch immer extrem lange Geschichten mit grandiosem und wohldurchdachtem Storytelling.
    Die letzten ca. 50 Kapitel haben es mir endgültig unmöglich gemacht, diesen Manga als „Meisterwerk“ zu bezeichnen. Und das ist sehr schade, da der Manga über lange Zeit sehr, sehr gut war. Aber letzten Endes hat Kishimoto zu sehr übertrieben, er hätte schon früher eine Grenze setzen müssen. Und darum bin ich auch einfach nur froh, dass der Manga nun endlich zu Ende ist. Zu Zeiten von Juubito wäre ich wohl noch traurig gewesen, mich nach so langer Zeit von diesem Manga verabschieden zu müssen, aber dieses Gefühl hat sich mittlerweile völlig in Luft aufgelöst und so bleibt mir nichts mehr als Erleichterung.
    Und nochmal ein Wort zu allen Leuten, die versuchen, diesen Qualitätsverlust mit den gängigen Shounen-Konventionen zu rechtfertigen. Wenn es DAS ist, was einen Shounen auszeichnet, dann habe ich leider genug davon. Dann würde ich es lieber bevorzugen, endgültig ins Seinen-Genre abzuwandern. Aber Mangas wie One Piece zeigen, dass es auch im Shouen-Genre besser geht. Sicher ist auch dort nicht alles perfekt und es gibt verschiedene Dinge zu bemängeln, aber trotzdem ist One Piece immer noch um Lichtjahre besser als dieser letzte Abschnitt von Naruto. Ich möchte hier allerdings nochmal ein Zitat aus einem englischsprachigen Forum übersetzen, das ich 1 zu 1 übernehmen möchte: „Wenn der Endkampf von One Piece auch nur ein Viertel so schlecht wird, wie der von Naruto, breche ich für immer mit dem Shounen-Genre.“
    Naruto hatte außerdem lange Zeit viele Elemente, die ihn von einem typischen Shounen-Werk abgehoben haben und den Manga zu was Besonderem gemacht haben. Zum Ende hin so tief in die Klichee-Kiste zu greifen hätte echt nicht sein müssen.

    Wer meine Fanfictions kennt, die ich im Laufe der Jahre geschrieben habe, könnte nun auf die glorreiche Idee kommen, mir eine Doppelmoral zu unterstellen, weil ich viele Fehler, die ich hier angeprangert habe, selbst in diesen Geschichten wiederholt habe.
    Erst mal muss ich sagen, dass ich meinen Geschichten massenhaft Charaktere verrecken und viele (Haupt-)Charaktere abgrundtief böse sind. Diesbezüglich wasche ich also meine Hände in Unschuld, was Shounen-Klichee-Fallen angeht.
    Allerdings sind mir die Charaktere auch immer overpowerter geworden (wobei ich allerdings mit Rikudou und Juubi die oberste Messlatte gesetzt habe, eine Kaguya gabs bei mir nicht), außerdem habe ich auch einen Weltkrieg inszeniert, bei dem sich wenige Tage über viele Kapitel erstreckt habe. Ebenfalls habe ich nicht so sehr auf Taktik geachtet, sondern eher auf Jutsu-Spammerei (diesbezüglich hat mir erst Ninjasons Artikel die Augen geöffnet).
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass auch ich mal jünger und unreifer war und viele Fehler begangen habe. Denn bekanntlich ist niemand absolut perfekt. Ich habe allerdings auch wirklich meine Lehre aus diesen Fanfictions gezogen (und würde den Bullshit, den ich damals teilweise verzapft habe, niemals wieder nochmal so einbauen).
    Aber ein erwachsener Profi wie Kishimoto sollte sowas eigentlich wissen, im Gegensatz zu einem jugendlichen Fan wie mir damals. Und DAS ist es, was ich ihm vorwerfe: Er wusste das alles, hat sich aber einen Dreck darum geschert, weil es am Ende nur noch um Gewinnmaximierung gegangen ist und zu diesem Zweck hat man diesen grandiosen Manga an die Bedürfnisse der dümmsten Fanboys angepasst und damit vollkommen zerstört. Und DAS ist es auch, was mich so unglaublich aufregt. Aber so ist das eben in dieser Welt, muss ich resigniert zugeben. Geld regiert die Welt und alles Andere ist vollkommen nebensächlich.

    So, das war mein Review zum Gesamtwerk Naruto, danke an alle, die sich das hier durchgelesen haben.

  24. Aeris sagt:

    @Ninja of Chaos:

    @Sakura: Ja, stimme dir zu. Sie war ein leeres Fangirl von Sasuke, am Anfang. Gerade deswegen ist ihr bedingungsloses Verknallt Sein in Sasuke und ihr Zusammenkommen in Kapitel 700 so unverständlich, da er ihr NIE etwas zurückgegeben hat.
    ……….ich muss gestehen, dass ich nach Jiraiya und Kakashi, der Sasuke das Chidori beibringt, aufgehört hab… Das ist einfach zu viel „Wall of Text“.

    Ich bin erst wieder in deinem 2. Kommentar bei der Abschlussbetrachtung ab den Pairings wieder eingestiegen.

    Naruto hatte außerdem lange Zeit viele Elemente, die ihn von einem typischen Shounen-Werk abgehoben haben und den Manga zu was Besonderem gemacht haben. Zum Ende hin so tief in die Klichee-Kiste zu greifen hätte echt nicht sein müssen.

    Auch wenn ich gar nicht so viel Shounen kenne, so stimme ich dir doch zu. Die Naruto-Geschichte hatte echt viele viele tiefe und tolle Ansätze und viele andere Punkte, an denen man einsteigen und sich verwirklichen konnte. 🙂

    Aber ein erwachsener Profi wie Kishimoto sollte sowas eigentlich wissen, im Gegensatz zu einem jugendlichen Fan wie mir damals. Und DAS ist es, was ich ihm vorwerfe: Er wusste das alles, hat sich aber einen Dreck darum geschert, weil es am Ende nur noch um Gewinnmaximierung gegangen ist und zu diesem Zweck hat man diesen grandiosen Manga an die Bedürfnisse der dümmsten Fanboys angepasst und damit vollkommen zerstört.

    Hmmmm, über diesen Punkt denke ich immer noch viel nach. Ich weiß es nicht, bist du dir da echt so sicher? Finde das halt einen schweren Punkt, weil er sich nicht viel drüber äußert, obwohl Fehler eingestehen wohl nie zu einer Aussage von einem bekannten Autor gehören würde (egal in welchem Genre. Wer sagt denn schon über sein Werk: „Ja stimmt, da hab ich echt scheiße gebaut“?).
    Und ihm einfach unterstellen, dass er es wissentlich weniger gut gemacht hat… Vielleicht denkt er und sein Team wirklich, dass Kaguya und Power Up Nummer 3.876 super toll waren! *schulterzuck*
    Gut, einige Dinge finde ich nicht diskutabel, wie zum Beispiel „Madara macht Susanoo ohne Augen“ und „Naruto haut sein Kind, das sich vernachlässigt fühlt und um Aufmerksamkeit buhlen muss“, aber ansonsten………..

    Meinungen?

  25. Ninja of Chaos sagt:

    Also wenn sie wirklich glauben, dass Kaguya gut war, dann bleibt mir nichts Anderes übrig, als an deren gesundem Menschenverstand zu zweifeln.

    Ich weiß auch, dass es ne extreme Textwall war, die man nicht mal eben im Schnelldurchlauf durchlesen kann, aber es hat mir einfach gut getan, die zu schreiben. Der ganze Ärger über den Qualitätsabsturz dieses einst wunderbaren Mangas musste einfach raus. Ich habe den übrigens nicht nur hier gepostet, sondern auch auf ein paar anderen Seiten.

  26. Aeris sagt:

    Ja ob du noch mal deine Kritikpunkte einzeln rauskopieren könntest? Getrennt von der reinen Inhalts-Zusammenfassung?
    Kann gerne copy + paste sein. Ich hab auch nichts gegen „viel“ Text, aber wenn es „so viiiiiiieeeeeeeeeel“ ist…. 😀 😀 ! Ich würd’s ja schon gern lesen, aber es ist ECHT VIEL! 😀

  27. Ninja of Chaos sagt:

    Kann ich voll und ganz verstehen, dass du dich da nicht durchquälen willst. So eine lange Textwall ist wirklich nicht mal an einem Stück gelesen.
    Wobei die Länge aber auch nicht verwundern sollte, da dieser Post meine komplette Meinung zum Gesamtwerk darstellen sollte.

    Aber ich will es noch mal abkürzen: In den meisten Punkten stimme ich mit dir und Ninjason überein (wenn ich jetzt mal alle Breakdowns und sonstige Artikel sowie die Diskussionen darunter zusammennehme).
    Bis zum Kampf gegen Juubito hat mir der Manga eigentlich recht gut gefallen, aber dann ist es einfach zu sehr ausgeufert mit der übertriebenen Kampfstärke. Naruto und Sasuke sind zu stark geworden (nach dem Rikudou-Power-Up) und Madara hat einen Logikfail nach dem anderen gebracht (ich sag nur „Susanoo ohne Augen“ *rolleyes*) und ihm auch noch Juubi zu verpassen, hätte echt nicht mehr sein müssen. Speziell Kaguya war einfach nur katastrophal (brauch ich wohl nicht mehr näher drauf einzugehen).
    Dann habe ich es noch gehasst, wie wenig relevante Charaktere gestorben sind, einfach weil das mit einem realistischem Krieg überhaupt nichts mehr zu tun hatte (sondern das das Ganze mehr und mehr zu einer Ponyhof-Welt mutierte, die mich einfach nur noch langweilte). Darum habe ich das, was uns die letzten 4 Jahre präsentiert wurde, offizell zum „4. großen Shinobi-Scharmützel“ erklärt und ich finde das passt wie die Faust aufs Auge. Am Meisten hat mich hierbei Guy aufgeregt, denn sein Überleben nach dem 8.Tor war einfach der größte Asspull der Mangageschichte.
    Das war der mit Abstand am aggressivsten formulierte Teil des Posts, und zwar aus folgendem Grund: Ich habe dieses Review nicht nur hier veröffentlicht, sondern auch noch in ein paar anderen Foren. In einem davon hatte ich mich mit ein paar Usern in der Wolle, die es absolut nicht ertragen hätten, wenn ihre geliebten Chars gestorben wären und denen der Realismus eigentlich ziemlich schnuppe war. Und die auf Biegen und Brechen den Manga gegen berechtigte Kritik in diesem Punkt (des Sterbens) verteidigt haben. Diesen Zorn habe ich damals runtergeschluckt und in diesem Posting hat er sich dann voll entladen. Alle meine Wut in dem Post war natürlich gegen den Manga gerichtet und was mir an der geringen Todesrate so sehr gegen den Strich ging und nicht gegen irgendwelche bestimmte Personen.
    Die Aussage „Wenn du einen richtigen Krieg willst, musst du was Anderes lesen.“, brachte mich schließlich auf die Idee, von nun an nur „Scharmützel“ zu sagen oder zu schreiben. Wobei diese Aussage eigentlich schon deshalb Schwachsinn war, weil der 1. Krieg vor der Gründung der Dörfer wirklich ein ECHTER Krieg war, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
    Auch nervig war das zu extreme In-Die-Länge ziehen und zu viele Charaktere. Es hat einfach Überhand genommen und ich bin der Meinung, viele Tote hätten das Feld ein wenig ausgedünnt, was nur positiv hätte sein können.
    Ich muss außerdem im Nachhinein meine Aussage in der „Dann-machts-doch-besser“-Rubrik revidieren, dass ich die Rückkehr von Orochimaru und den Edo-Hokage gut fand. Wenn man bedenkt, wie wenig sie teilweise zur Geltung kamen, wären sie besser totgeblieben. Und wenn dann noch die meisten lebenden Kage von Madara abgeschlachtet worden wären, wären das wieder weniger gewesen. Und der geschrumpften Charaktermenge hätte Kishi viel besser auf einzelne Figuren eingehen können.
    Und natürlich der Wegfall des taktischen Aspektes, über den Ninjason sich immer so sehr aufgeregt hat. Früher hat mich das nicht gestört, vielleicht wars mir auch nicht richtig bewusst. Irgendwie ist mir das erst durch seine Artikel über Skills klar geworden. Früher war ich auch mehr der Overpower-Freak, doch einige wirklich grausame DBZ-Fanstories haben mir das ausgetrieben. Und nicht zuletzt natürlich der qualitative Absturz des Naruto-Mangas. Heute bin ich der Meinung, dass gewisse Grenzen sein müssen, was Kraftentwicklung angeht und nicht alle Kämpfe durch rohe Kraft entschieden werden sollten, sondern viele andere Faktoren auch ne Rolle spielen. Deshalb bin ich auch von DBZ nicht mehr so begeistert wie ich es als Kind war. Wiederbelebungen gehen meiner Meinung übrigens gar nicht, schon bei Nagato hat mich das echt aufgeregt. Nur bei Gaara hab ich ohne Probleme beide Augen zudrücken können, weil es Leben gegen Leben war.
    Und natürlich Narutos Talk no Jutsu (Nagato war noch ertragbar, aber ab Obito wurds echt dumm, er hätte auch ruhig böse bleiben können und im Jenseits dann ein paar kräftige Ohrfeigen von Rin erhalten können -_-)

    Bevor das hier wieder zu lang wird, belasse ich es hiermit mal wieder. Hoffe, die Länge ist nun OK.

  28. Ich fand auch, dass Naruto leider – und für mich schon nach Anfang des Krieges – einen extremen Absturz hatte, was die Qualität anging. Es macht mich wirklich traurig zu sehen, dass Naruto zum Ende hin tatsächlich schlechter geworden ist. Dieses ganze ewig lang hingezogene Kriegsgeschehen hätte nicht sein müssen, wenn ihr mich fragt. Ich bin wirklich enttäuscht von den Entwicklungen. Und mir kam das letzte Chapter ebenfalls zu abrupt. Sorry, aber wir haben 700 Kapitel gelesen nur um dann ein einziges kurzes Friede Freude Eierkuchen Chapter ohne richtigen Inhalt vorgelegt zu bekommen? Dieses fesselnde was Naruto immer für mich gehabt hatte, verblasste Richtung Ende des Mangas immer mehr.

Na los, gib dir einen Ruck und schreib was! Wenn du das allererste mal bei uns schreibst, so müssen wir dich erst freischalten!

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