Recap/Spoiler-Diskussion – Tokyo Ghoul

Rize und Kaneki auf dem Cover des fünften Mangabandes

Rize und Kaneki auf dem Cover des fünften Mangabandes

ACHTUNG!

Das hier ist die Spoiler-Unterhaltung zu TOKYO GHOUL,
dem Manga, der beim „Bitte lest…/schaut…“ am 19.10.14 vorgestellt worden ist.

Ich habe den Manga fertig gelesen und nutze diesen Artikel, um mit allen, die ihn ebenfalls beendet haben, oder sich nicht an Spoilern stören, darüber zu sprechen.

Bitte seid gewarnt – hier wird sich NICHT die Mühe gemacht werden, Spoiler zurückzuhalten, ich gehe davon aus, dass jeder, der hier weiterliest, entweder den Manga fertiggelesen hat, oder aktiv Spoiler lesen möchte.

Ninjason


Also gut, im Folgenden werde ich meine Eindrücke des Manga darstellen, schreiben was ich gut und was ich schlecht fand und was am Ende für mich persönlich noch offen geblieben ist. Vielleicht können wir das als Sprungbrett für ein paar interessante Unterhaltungen nutzen, ich fange gleich mal an, der Artikel wird sicher sehr lang.

Was fand ich gut?

Rize Kamishiro

Tokyo Ghoul Recap 01

Wonderful Insanity!

Rize war einer der Hauptpunkte der Story für mich.
Sie war interessant und durch ihren Wahnsinn und ihre Rücksichtslosigkeit irgendwie aufregend.
Ich fand toll, dass die CCG niemals auf die Idee gekommen ist, dass sie tot sein könnte und immer absolut logisch hinterfragt hat, warum es plötzlich so still um sie geworden ist. Auch die Faszinierung aller anderen Charaktere mit ihr fand ich total toll – sie hat viel zu wenig Screentime bekommen und ich bin ziemlich sauer wegen ihres letzten Auftrittes – dazu unten mehr.

Rize fand ich interessanterweise total… attraktiv.

Ist „attraktiv“ das richtige Wort?

Vielleicht beschreibt es „anziehend“ besser. Ich wollte mehr über sie wissen, ich wollte, dass sich die Story mehr um sie dreht, ihr Name wurde immer nur in die Geschichte eingeworfen, ohne dass es wirklich um sie ging, ohne dass die Geschichte an sich sich um sie gekümmert hat.
Ja, die CCG hat über sie geredet, ja Kaneki war irgendwie auf der Suche nach ihr, aber sie wurde nie wieder Mittelpunkt der Story und dass mich das geärgert hat, zeigt mir, dass der Charakter funktioniert hat.

Ich würde sie fast als meinen Lieblingscharakter der ganzen Serie bezeichnen, weil sie durchweg „einen“ Charakter hatte, der von ihrer frühesten Erwähnung vor x Jahren bis zu ihrem letzten Auftritt durchgehalten hat. Rize war perfekt.

Die Spitznamen

„The binge Eater“, „One-eyed-Owl“, „Jason“, „Gourmet“…
Das war alles ziemlich geil, das muss ich zugeben. Normalerweise bin ich kein Fan dieser (irgendwie typisch japanischen) Aliasgebung mit albernen Spitznamen, aber bei den Ghouls hat es gewirkt, weil das ihre Codebezeichnungen der CCG waren.
Kaputtgemacht wurde es ein wenig dadurch, dass die Ghouls sich auch selbst benannt haben, das ist immer so „wannabe“ – UND dadurch, dass die Mitglieder der CCG ihren Top-Investigators auch Spitznamen gegeben hat, um sie zu idolisieren – das war dann doch etwas affig.

Die Rückblenden

Wenn ein neuer Charakter auf die Bildfläche kam, kam recht schnell eine kurze Rückblende zu seiner Geschichte hinterher.
Das war an sich supernice, aber weil es irgendwann SO viele Charaktere gab, von denen mich die meisten (die der CCG) nicht interessiert haben, fand ich es irgendwann störend, dazu mehr unten, denn die Rückblenden an sich waren sehr gut und sehr stilvoll. Nie zu kurz, nie zu lang und immer mit echt gut erklärenden Hintergrundstories gefüllt, die nie langweilig wurden.
Vielleicht war es irgendwann etwas lahm, dass wirklich „jeder“ so eine Story hatte und es aufhörte, etwas Besonderes zu sein, dass man alle Familienmitglieder durch Ghouls verloren hatte, aber in dieser Welt war das durchaus „realistisch“.

Touka Kirishima

Tokyo Ghoul Recap 04

WIE schön ist Toukas Kagune bitte?

Oh, Touka fand ich vom ersten Moment an toll.
Sie hat einfach perfekt in ihre Welt gepasst.

Am Anfang war sie das eiskalte Monster, das die andere Seite des Abyss zwischen Kanekis „Menschsein“ und Kanekis „Ghoulsein“ repräsentiert hat – kalt, wunderschön, tödlich.
Am Ende war sie die verlassene Prinzessin, verloren in einer Welt, die sie doch nicht kennt – verletzlich und einsam.

Ihren Kampf mit dem Gourmet fand ich auch echt toll. Danach wurde sie irgendwie degradiert – sie hat die letzten 50(?) Chapter absolut keine Rolle mehr gespielt.

Sie ist dem Blick von Kaneki UND dem Leser entnommen worden und das hat ihr sichtlich wehgetan.
Dass Kaneki sie einfach hat stehen lassen, nachdem er ihr so „romantisch“ (muss ich echt sagen) das Leben gerettet hat aber sie dann nur noch gemieden hat, hat ihre menschliche Seite

(Hmmm… warum nenne ich das „menschlich“?
Sowas wird traditionell so genannt, auch wenn Touka kein Mensch ist…
Hmmm vielleicht nenne ich es lieber ihre „zerbrechliche“, „schwache“ und „emotionale“ Seite?)

total gut profiliert.

Der einsame Ghoul mit dem halben Flügel – Touka fand ich wirklich, wirklich einen wundervollen Charakter – ich bin kein Freund von Fan Fiction, aber anscheinend hat die Fangemeinde an Kaneki und Touka einen Narren gefressen und ich kann absolut verstehen, warum.

Tokyo Ghoul Recap 05

Fanart (leider weiß ich den Künstler nicht)

Ich glaube nicht (wie auch Touka gesagt hat), dass es Kaneki wirklich um jemand anderen als sich selbst ging, aber Touka war glaube ich „wirklich“ in Kaneki verliebt und am Boden zerstört, dass er sie allein gelassen hat.

Kanekis Charakterentwicklung

Hierzu möchte und brauche ich eigentlich nicht viel zu sagen – das war alles sehr gut und sehr nachvollziehbar dargestellt. Da kann ich echt nur applaudieren, kein einziges Mal habe ich das Gefühl gehabt, dass dieser Charakter nicht absolut perfekt porträtiert worden ist.

Anteiku

Anteiku, alles drumherum – das fand ich einfach genial.
Dieser Ort als Ghoul-Cafe inmitten der Menschen, so sicher und doch gleichzeitig so ausgeliefert, da habe ich vom ersten Auftauchen des Cafes eine Gänsehaut gehabt, weil ich genau wusste, worauf das hinausläuft.

Die Idee dieses Cafe als Basis zu nutzen und damit die Ghouls zu versorgen, die es selbst nicht können, sie zu diszipliniern und als Ghouls zwischen Menschen zu „trai“nieren, das war echt richtig gut ausgedacht und umgesetzt.
Besonders als die CCG-Investigators dann echt in den Shop kamen und im Blut hatten, dass da was nicht stimmt, das war große Klasse.

Essen, Hunger, Wahnsinn und Ghoul-Kannibalismus

Tokyo Ghoul Recap 08
Ich habe es im „Bitte lest…“ schon geschrieben: Der Hunger der Ghouls, die Implikationen, die Überwindung, der Wahnsinn… das war riiiiiichtig gut.

Das war, was mich an der Serie als allererstes gefangen hat:
Wie überzeugend diese Abnormalität dargestellt worden ist.
Ich habe den Anime sofort abgebrochen, als ich gemerkt habe, wie krass die das ignoriert haben, denn das war in den ersten 30 Chaptern einer der wichtigsten Punkte für mich.

Sobald der Kannibalismus dazukam, war ich nochmal echt gespannt, wie sich das auf Kaneki auswirken wird, was Kannibalismus unter Ghouls überhaupt bedeutet, welche Nachteile die Vorteile haben und so – echt 1A durchdacht und umgesetzt das Ganze.

Amon und Akira

Tokyo Ghoul Recap 03
Nicht nur begrenzt auf die Affektion, die beide füreinander empfanden – ich fand beide Charaktere total interessant und „echt“.

Akira – muss ich zugeben – war auf ihre besondere Weise wirklich attraktiv und ich hätte den beiden wirklich ein gutes Ende gewünscht. Ihre Motivation war beeindruckend dargestellt und ihren Moment der Schwäche, als sie betrunken in ihrer Wohnung war, fand ich richtig, richtig gut.
Ich wünschte, Amon wäre etwa menschlicher dargestellt worden „in dieser Szene“ und hätte sie zugelassen, anstatt stoisch auf die Idee zu kommen, zu trainieren…

Die Kampfmasken

Tokyo Ghoul Recap 02
Oah Alter, das war geil.
Als die ersten Masken aufkamen, war ich schon total gehyped – nicht nur, dass es eine kluge Idee war, um zum einen als Ghoul kämpfen und töten zu können und zum anderen als „Zivilist“ nicht erkannt zu werden, es war total real umgesetzt irgendwie.

Während Touka mit ihrer Ganz-Gesicht-Maske nicht erkannt wurde und sogar einen Black-Rabbit-Nachahmer hatte, der von der CCG kurz für denselben Ghoul gehalten wurde (verständlich, da es ihr Bruder war), wurde Kaneki trotz Maske von Amon erkannt wurde (einmal mit Maske und einmal als Tausendfüßler).
Das fand ich soo geil, weil es halt keine klassische „Maske auf und ich habe eine 100%ige funktionierende Geheimidentität“-Aktion war, die einfach nur lächerlich gewesen wäre.

Die ganze Idee war einfach nur richtig geil, vor allem die Entstehungsgeschichte.
Die Masken waren ein krasser Bonuspunkt, in einem ohne sie bereits fantastisch funktionierenden Manga über Monster und Schrecken.

Die Atmosphären

Vom Wahnsinn und dem Hunger habe ich oben bereits gesprochen.

Aber hier möchte ich darauf anspielen, dass ich finde (nennt mich verrückt), dass der Manga eine ganz distinke Ebene von Erotik hatte.

Nashiro und Kurona Yasuhisa

Nashiro und Kurona Yasuhisa

Die One-Eye-Zwillinge hatten schon so eine ganz seltsame Bindung zueinander und zu ihrem „Vater“…
Dieser Yamori hatte diese Gewaltexzesse, bei dem er und vor allem sein Okama-Bewunderer auch immer total merkwürdig abgingen, Amon hatte seine Trainingsequenzen mit dem ganzen Schweiß, dabei dürfen wir auch an Kaneki und sein Training im zweiten Teil der Story denken – schweißgebadet…

Juuzou Suzuya

Juuzou Suzuya

Juuzou Suzuya, der kleine zugenähte CCG-Typ mit seinem „hübschen Gesicht“ und der Geschlechtslosigkeit (da brauchen wir nichts zu interpretieren – hier wurde ja offensichtlich eine sexuelle Ebene vom Manga intendiert).

 

Und dann war da natürlich der Bishounen-Gourmet und dessen unbestreitbare, halbsexuelle Obsession mit Kaneki, der das ganze durch seine Reden ständig SO weit in der Vordergrund gedrängt hat, dass die Atmosphäre quasi nur noch halbexistent war.

Fresh out the kitchen... ääh bathroom.

Fresh out the kitchen… ääh bathroom.

Aber ich finde der spätere Kaneki – seine Bewegungen als Mensch, die eine Duschszene, aus der er mit so tierisch definiertem Oberkörper herauskommt, und die Einstellung, die er Touka gegenüber einnimmt, mit dem Beschütze…
Auch (bis zu ihrem „Moment“nur unterschwellig) die Beziehung, die Akira zu Amon aufgebaut hatte – das fand ich alles irgendwie borderline merkwürdig und ich glaube das war, weil es diese Erotik provoziert hat.

Ich will hier nichts kaputtphilosophieren, aber „essen“ und vor allem „schlingen“ gibt es auf einer sexuellen Ebene auch – die Vorarephilie.
Vor allem in Bezug auf Rize, den „Binge Eater“ und ihre Verführungspraktik hatte ich von Kapitel 1 bis zum Ende ständig das Gefühl gehabt, diese Aura wahrzunehmen.

Hier würde mich eure Meinung echt interessieren – seht ihr das auch so? Oder ist das Quatsch?

Den Anime mit seiner Nacktdarstellung von Rize direkt in der ersten Szene würde ich hier nichtmal als Fanservice abtun, ich glaube eher, dass das meine Vermutung bestätigt.

Was fand ich nicht gut?

Rizes „Ende“

Tokyo Ghoul Recap 09
DAS war mit Sicherheit die schlimmste Untat, die der Manga mir antun konnte…

Tokyo Ghoul Recap 11Ich habe oben geschrieben, wie einzigartig fesselnd ich Rize fand – nicht nur wegen ihres tollen Auftrittes im ersten Chapter – sondern vielmehr weil sie – trotz ihres vermeintlichen Todes – noch SO bei allen Leuten präsent war.

Sie war noch aktives Ziel der CCG, Banjou-san hat nach ihr gesucht, irgendwann haben wir als Leser „begriffen“, dass sie doch nicht tot sein muss und sie dann (endlich) nach 100 langen Kapiteln im Labor gesehen.
Ich war echt riiichtig gehyped.

Ich dachte – DAS ist doch mal eine fette Storyline, da kann ich sicher noch etwas von erwarten.

Und dann? Äh wtf?

Tokyo Ghoul Recap 17
Sie wird gerettet, aber nur um dann als Ghoulabfall vor sich hinzuvegetieren? Was zur Hölle, Mann!
Warum wurde sie dann überhaupt gerettet? Sie hat Kaneki (und uns Lesern) nicht eine einzige Frage beantwortet:
Warum „sie“? Was macht sie so besonders? Warum ist sie so stark? Wer ist sie überhaupt?
Nix. Sie ist einfach nur noch Müll in irgendeinem Container.

Das war echt schwach. Echt, echt schwach…

Der unbesiegte Arima Kishō

Wie lächerlich war der Charakter denn bitte?

Arima Kishō

Arima Kishō

Wie toll war das anfangs:
Eine Welt in totaler Angst vor Ghouls, einige wenige CCG-Leute, die ihnen die Stirn bieten können – NOCH weniger, vor denen sich die Ghouls wirklich fürchten und dann… mehr und mehr… die Superendbosse des CCG – wtf?
Wo ist diese Welt dann noch gefährlich, wenn dieser Arima einfach rumsteht und alle Ghouls mit nur einem Wisch tötet? Das war so megaüberzogen, das hat mich richtig sauer gemacht, dass sich dieser Affe in den sonst so fantastischen Manga eingeschlichen hat.

Wenn er so toll ist, soll er halt von Ward zu Ward gehen und alle Ghouls killen. Nur dann gibt’s keinen Tokyo Ghoul Manga.
Also darf es so jemanden auch nicht geben, das ist albern.

Owl, Eto, Takatsuki Sen

Tokyo Ghoul Recap 15

Werauchimmer…

Mann, das fand ich sooo forciert…
Warum zur Hölle, musste sie denn hier den superultramega Troll spielen? Dieser „Am Anfang hatte ich eine Maske auf, dann bin ich als der und der aufgetaucht und dann war ich „oh Wunder“ doch blablabla, das hat mich sooo abgetörnt, sorry aber so eine Kinder-Entwicklung erwarte ich bei Naruto.

Von Tokyo Ghoul hatte ich echt mehr erhofft…
Das fand ich echt megapeinlich vom Autor.

Die vielen ach-so-tollen CCGs

Oh Mann, das wurde einfach irgendwann so richtig bescheuert, wie viele von diesen Affen eingeführt wurden – KEINER von ihnen hat mich auch nur im Entferntesten interessiert. Der Manga hat uns Leser auf der Ghoulseite reingebracht, Amon (und später Akira) waren unsere Hauptcharaktere auf Seiten der CCG und wurden von dem recht interessanten Juuzou unterstützt – der Rest war mir egal.
Aber es wurden mehr und mehr und mehr von ihnen eingeführt, alle mit Hintergrundstory und Waffen und nochmal besonderer als der Vorgänger, das hat dem Ganzen den Zauber genommen.

Wenn ich diese Leute ernst nehmen soll, wie kann es dann sein, dass es überhaupt eine Ghoulplage gibt? Anscheinend sterben beim Kampf gegen die drei stärksten Ghouls, die es gibt, gerade mal zwei der stärksten CCG-Leute und halt Wegwerf-Handlanger (aber die auf beiden Seiten).

Das war scheiße – um eine realisitische Ghoul-Infestation darzustellen, hätte es weit, weit, WEIT weniger hochklassige CCG mit weit schlechteren Waffen geben müssen – dieser Ghoulwaffen-Science Fiction Scheiß war echt komplett danebengegriffen.

All die Regeln, die noch nachgeschmissen wurden

Oh Mein Gott, BLA!
Quinque und RC-Cells und Koukaku und Rinkaku und Binkaku und Winkaku und Schminkaku und meine Fresse war das nervig!

Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass dem Autor sein Erfolg etwas zu Kopf gestiegen ist und dass er so Keyelemente, die erfolgreich waren, NOCH mehr pushen wollte und es damit in’s Lächerliche getrieben hat.

Dazu gehören die Namen für die CCG-Leute und die Namen für ihre Waffen und die Regeln für die Waffen und dass einige Waffen plötzlich schießen konnten und generell, wie sie sich plötzlich alle im Manga wie ein Snob verhalten haben – besonders natürlich Arima.

Hide

Warum wurde der nochmal in den Manga gequetscht?
Die letzten Auftritte waren so „fast“-geheimnisvoll, dass er mich einfach nur genervt hat. „Detektiv spielen“? Wo sind wir denn hier? Ich dachte, das ist so eine schrecklich beängstigende Welt und der albert da rum und findet auch noch einen Superghoul dabei… Das war scheiße.

Und diese Begegnung-NICHTbegegnung mit Kaneki in den letzten Chaptern (ich bin davon überzeugt, „dass“ sie sich begegnet sind und dass er sich von Kaneki hat fressen lassen) war auch total beschissen.
Der Manga hat die letzten 80 Chapter SO viele Charaktere zugunsten von Kaneki und seiner kleinen Spezialeinheit vernachlässigt, Hide hätte er auch ganz rauslassen sollen.

die letzten 30 Chapter

Ich mach’s kurz: die letzten Chapter fühlten sich an wie:
„Upps, ich habe nur noch 30 Chapter – schnell alles reinquetschen, fetter Endkampf und was überbleibt, bleibt halt über“.

Damit meine ich nichtmal den Angriff auf Anteiku, aber das hätten sie alles ruhig ausspielen lassen können.
Plötzlich taucht „der“ auf und dann „der“ und dann geht die Gruppe von A nach B und kämpft gegen C und D ist tot und Blablabla – das war soooo scheiße, wie das hier einfach zuendegenudelt wurde, das hat mich richtig enttäuscht.

Was blieb offen?

Rize

Tokyo Ghoul Recap 10
Ja, was zur Hölle, Alter? Dieser tolle Charakter wurde ja mal einfach verheizt. Schämt euch.

Kaneki, Hide, Yoshimura

Sind sie tot? Ja/Nein?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hide gestorben ist – aufgefressen von Kankei, nur wäre das echt jämmerlich, weil Kaneki kurz danach gegen Arima trotzdem nicht einmal den Hauch einer Chance hatte – dann hätte Hide auch wegbleiben können, wie oben gesagt.
Genauso unklar ist, was mit Kankei selbst abgeht und Yoshimura… anscheinend ist er besiegt worden – das habe ich nicht gesehen. Ich habe nur plötzlich davon gelesen, dass alle CCG-Leute schrien, sie hätten ihn geschlagen und dann lag er auf dem Boden. Ein Panel vorher hat er wohl eine Klinge durch den Körper kassiert, aber erkennen konnte man fast nix.

Touka

Hmm, mit Yomo irgendwohingegangen…

Kanou? Aogiri Tree?

Tokyo Ghoul Recap 16
Äh ja, das ist wohl komplett untergegangen…
Am Anfang dachte ich noch – ok, irgendwelche Ghouls aus irgendeiner Ward, nur da, damit es mal ein bischen aus Ward 20 rausgeht und wir ein paar andere kennen lernen, aber dann blieb es bei denen und dann waren sie anscheinend auch noch die Stärksten (außer Anteiku), also alle Starken waren irgendwie in diesen beiden Organisationen vereint, die restliche Ghoulwelt schien egal zu sein.

Schade.

Und dann wurden die Organisation nichtmal richtig erklärt. Ihre Motive, ihre Mitglieder, was zur Hölle sie mit Kanou wollten oder was jetzt mit ihm und ihnen geschieht…

Das wären soweit meine Gedanken zum Manga.
Ich hoffe auf eine lange und anregende Unterhaltung mit euch – sagt mir gerne, was ihr von meinen Punkten haltet, wie ihr den Manga erlebt habt und was euch noch beschäftigt, und und und…

Ninjason

Advertisements

Über Ninjason

Ich bin ein Anime- und Manga-Fan, der unter anderem auf der deutschen Naruto-Wikia sehr aktiv gewesen ist und derzeit mit einer weiteren Autoren-Partnerin am Blog "Ramen-Chan" schreibt, wo wir uns mit Naruto auseinandersetzen. Nebenbei entwickle ich unter "Ninjason.de" ein Naruto-RPG für den PC, das mittlerweile ca. 50 Std. Spielzeit umfasst.

14 Kommentare zu “Recap/Spoiler-Diskussion – Tokyo Ghoul

  1. shizuee sagt:

    Hatte den Manga ja vor einigen Monaten gelesen und bin froh endlich mal richtig darüber diskutieren zu können 🙂

    Wie es aussieht, haben wir ziemlich verschiedene Ansichten, da ich persönlich Rize nicht so interessant fand wie Hide. Aber dazu später.

    Ich stimme dir hinsichtlich der Spitznamen der Ghouls zu: Ich finde diese genial und sie passten einfach.

    Ich persönlich liebe Kanekis Charakterentwicklung. Vor allem nach dem Foltern. Wie er skrupellos und brutal wurde und doch im späteren Verlauf nach seiner Menschlichkeit suchte. Wie er immer mehr seinen Verstand verlor und krampfhaft versuchte seine Freunde zu beschützen. Er war damals immer so schwach gewesen, konnte nicht seiner Mutter helfen und wurde immer von Hide beschützt und nun versucht er alles alleine zu machen.

    Anteiku war genial. Auch die Information, dass Touka trotz allem zur Schule ging und sogar eine beste Freundin hat, fand ich bemerkenswert.

    Als ich den Manga las habe ich persönlich kaum etwas von deiner angesprochenen Erotikebene gespürt. Wenn ich dies jetzt lese und nochmal rückschauend auf die Personen schaue, kann ich dir schon Recht geben. Die Duschszene des späteren Kanekis interpretierte ich jedoch als eine Darstellung seiner Veränderung. Ganz am Anfang des Mangas war ebenfalls eine Duschszene von ihm zu sehen und dort sah er schwach und gebrechlich aus, weshalb ich die spätere Szene als einen Vergleich ansah. Es verdeutlicht das viele Training und die Erlebnisse die Kaneki erfuhr und gleichzeitig war die Narbe von seiner Operation zu sehen. Die Narbe machte Kaneki in meinen Augen wieder zerbrechlich, da sie mich an den Unfall und an Rize erinnerte und an den Fakt, dass Kaneki ein Mensch ist/war. Seine Haare und sein Körper mögen sich zwar verändert haben, doch letztendlich symbolisiert die Narbe für mich den alten, zurückgelassenen Kaneki.

    Rizes „Ende“ hat mich auch enttäuscht, auch wenn es mir zeigte, dass selbst die stärksten und skrupellosesten Charaktere an dem Menschen zerbrechen können. Man hatte Rize alles genommen, was sie ausmachte: ihre Freiheit und ihre Macht. Für mich zeigte ihr Ende nur nochmal, wie grausam die Menschheit sein kann und ich bin mir sicher, dass wir Rize noch wiedersehen werden.

    Ich weiß nicht wirklich, was ich von Arima denken soll. Ich fand es unglaubwürdig wie stark er doch sein sollte und wie „leicht“ er Kaneki besiegte. Jedoch möchte ich noch nicht vorschnell über ihn reden, da er sicherlich noch eine große Rolle in Tokyo Ghoul:Re spielt.

    Persönlich habe ich nichts gegen Eto und auch nichts gegen die Info, dass sie der wahre Owl ist. Ich fand es vielmehr interessant, dass ein Halbghoul in jeder Welt lebt. Sie arbeitet mit Aogiri Tree zusammen und lebt doch noch ein normales Leben unter den Menschen. Und es ist ja nicht so, als wäre sie plötzlich aufgetaucht. Schon in den ersten 20 kapiteln oder so wurde sie immer wieder indirekt angesprochen – sowohl von Yoshimura als auch von anderen. Eto ist für mich ein Beispiel, was aus Kaneki hätte werden können, hätte Anteiku ihn nicht aufgenommen.

    Wo ich dir widersprechen muss, sind die vielen CCG Leute die vorgestellt worden sind. Natürlich waren einige einfach nur langweilig und es wurden später sehr viele. Aber ich fand die Seite des CCG sehr interessant und Charaktere wie Shinohara und Suzuya und einige andere hatten mein Interesse geweckt. Natürlich war es unnötig, so viele CCG Leute während einer Besprechung vorzustellen, da gebe ich dir Recht.

    Mir gefielen die verschiedenen Arten des Kagune und auch dessen „Schere Stein Papier“ Funktion. Dass spätere Quinque jedoch schießen konnten, verstehe ich auch nicht und einige Regeln diesbezüglich waren einfach nur unverständlich oder sinnlos.

    Wie zu Anfang erwähnt war Hide einer der interessantesten Figuren für mich. Ich finde es sehr gut, dass er nicht einfach vergessen worden ist. Hide stellt für mich Kanekis menschliche Seite dar, er ist das einzige was Kaneki an die Menschen noch bindet, neben dessen Interaktionen mit Amon. Hide ist verdammt intelligent und als er meinte, er würde gerne „Detektiv“ spielen, log er. Genauso wie Kaneki sich immer am Kinn hält wenn er lügt, hat Hide ebenfalls ein Merkmal, woran man seine Lügen erkennen kann. Hide verfolgte die Ghoule weil er wusste das Kaneki verschwunden war und er hatte schon immer eine gute Intuition. Er wusste damals, dass man Nishiki nicht trauen kann. Und er wusste, dass ein Ghoul es auf ihn abgesehen hatte. Hide trat dem CCG bei um nach Kaneki zu suchen. Und auch die Begegnung mit Kaneki in den letzten Kapitel fand ich durchaus wichtig, da Kaneki an dem Punkt angekommen war, wo er seinen Verstand vollkommen verlor. Er war verletzt und am Ende und in diesem Moment taucht Hide auf – kein Ghoul oder einer seiner neuen Freunde. Sondern gerade Hide, die Person die er beschützen wollte. Kimi akzeptierte Nishiki als Ghoul, Yoshimura hatte eine menschliche Frau und Hide sah Kaneki trotz allem als Freund an. Kaneki dachte immer, er könne nur noch als Ghoul leben und er hielt sich von den Menschen fern, doch dieses Treffen zeigt einfach, dass ein Zusammenleben noch möglich ist. Ghoule denken immer sie werden von der Menschheit gehasst und doch haben wir 3 Beispiele die das Gegenteil beweisen. Hide ist einfach eine wichtige Figur in Kanekis Leben und dessen Begegnung zeigt, dass Kaneki letztendlich doch noch der kleine einsame Junge ist und er noch immer auf seine Freunde zählen kann. (jaja, Hide ist mein Lieblingscharakter, habt ihr sicherlich jetzt auch gemerkt).

    Die letzten Kapitel schienen für mich erzwungen und gehetzt. Es wurde irgendwann einfach unübersichtlich und man hätte sicherlich vieles dort verbessern können.

    Ich finds ein bisschen Schade, dass du nicht die Charakterentwicklung von Nishiki, Tsukiyama oder Suzuya angesprochen hast, da ich diese auch sehr gut fand.

    Hast du eigentlich schon Tokyo Ghoul:Re gelesen? Es ist ja die Fortsetzung und Charaktere wie Arima und Akira kommen auch wieder vor. Wenn nicht, kann ich dir auch gerne die Seite sagen wo du die 3 Kapitel findest. Jede Woche am Samstag oder Sonntag kommt ein neues Kapitel heraus.

  2. Ninjason sagt:

    Sehr interessant.

    Lass uns über Rize und Hide sprechen, nachdem ich kurz etwas zur Charaentwicklung sage, auf die du mich noch angesprochen hast:

    Nishiki fand ich unglaublich uninteressant, der typische Anime-Ich-werde-nach-der-Niederlage-zum-Freund (Gaara, Sasuke, Kiba, Vegeta, Piccolo, Buggy, Gajeel…) ja seine Beziehung zu der Lady war eine nette Seitennotiz, aber ich fand den Charakter an sich einfach uninteressant.
    Tsukiyama war irgendwie immer so gekünstelt, man hat ja oft in seine Gedanken hineinlesen können und da war immer der Fokus auf Kaneki, den er „doch“ noch essen wollte – was er eigentlich gar nicht wollte, er hatte eine loyale und schon fast freundlschaftliche Wandlung durchgemacht, aber ich fand ihn nach seiner Metamorphose auch einfach nur noch langweilig – ein Adler mit gestutzten Flügeln.

    Suzuya an sich fand ich ganz nett, aber sein Charakter in Form einer Wandlung das fühlte sich mit siener Beziehung zu Shinoharasonstwie echt noch in die letzten Seiten gequetscht, ich hätte es besser gefunden, wenn er bei seiner Emotionsfremdheit geblieben wäre, das hat ihn als Charakter ein wenig ausgemacht.

    Unter’m Strich fand ich sie einfach alle nicht interessant. Sie hatten eine Story, aber Tsukiyama und Nishiki hatten nach ihren beiden Bosskämpfen keine „Aufgabe“ mehr. Tsukiyama hat dann sehr überzeugend im zweiten Teil als Assistent und Bodyguard fungiert, das hat im in meinen Augen eine gewisse Legitimation, da zu sein, gegeben, aber Nishiki? Tschö.

    Suzuya – da kann ich nicht mehr zu sagen, ich wünschte, er hätte sich nicht verändert, dazu war er am Anfang einfach zu extrem, als dass ich das glauben kann.

    Also Hide:
    Ja an sich hatte der Charakter echt Potential. Er hat sich aufgrund seiner dämlich dargestellten Involvierung mit Nishiki als zu rettende Prinzessin für mich ins Aus gestellt und seine Neueinführung als ständig grinsender Lieferjunge war auch nicht gerade nach meinem Geschmack.
    Hätte er vielleich ein paar mehr eigene Momente bekommen, anstatt immer nur in Reaktion auf die CCG zu erscheinen (zu antworten etc), dann hätte ich mich an ihm glaube ich weniger gestört.

    Was ich da oben meinte, ist dass – so wie er im Manga behandelt worden ist, hätte er auch ganz wegfallen können, oder ähnlich „unwichtig“ bleiben können, wie die Freundin von Touka – sie hat einen Sinn, jeder weiß welchen, und gut. Aber er sollte plötzlich doch irgendwie mehr sein und das wurde etwas unglaubwürdig eingeführt, weil die Gefahr der Ghouls dabei so heruntergespielt wurde. Weil die Erlangung von Informationen zu einfach für ihn war, während sie für die CCG so schwer war, das mochte ich nicht.

    Wenn – dann hätte er gleich eine größere und permanent laufende Rolle kriegen sollen, oder es hätte von Anfang an klar sein müssen, dass er zur CCG gehen will, dann hätte sich der Leser länger diesem Gegensatzkonflikt ausgesetzt gesehen und Hide wäre zwischendurch nicht in der Versenkung verschwunden.

    Also Rize:
    Ein großer Teil, warum ich sie so toll fand, war dass sie mich im ersten Kapitel ein paar Mal richtig gefesselt hatte. Dass Ghouls menschlich aussehen, dass sie einfach in die Schulter beißt, dass sie wahnsinnig war und lüstern und animalisch, ihr Gesichtsausdruck… das sollte natürlich hauptsächlich dem Leser zeigen, „was ein Ghoul ist“, aber sie war halt die Beispielperson und das ist hängen geblieben.

    Außerdem wurden alle Ghouls irgendwann im Laufe des Manga verweichlicht mit ihren „Organisatiönchen“ und „Ich esse nur tote Menschen“ und „ich kann keine Menschen essen“ und „ich will in Frieden leben und Freunde haben“ und soweiter.
    Das waren alles gute Elemente und sie waren sehr nachvollziehbar, aber Rize war der einzige Ghoul, der wirklich, wirklich echt ein Ghoul blieb. Yamori zb war ein Monster, aber seine „Ich foltere alle“-Einstellung ging so tierisch weit, von dem weg, was es heißt, ein Ghoul zu sein:

    Zu jagen, zu töten, zu essen, ständig auf der Flucht sein, ständig Ausschau zu halten, nach neuer Nahrung, ein Revier abstecken…

    Ihre Rastlosigkeit, die Leichenteile in der Wohnung, die halben Spuren, die die CCG zu ihr verfolgt hat… das war der einzige echte Ghoul für mich, darum mochte ich sie so gerne.

  3. shizuee sagt:

    Ich finde es verdammt schade, dass so viele Charaktere mit Potenzial vorgestellt worden sind, welche dann später einfach zurückzubleiben. (siehe z.B. Touka).
    Bei Nishiki fand ich es interessant, dass er zunächst ein Gegner war, aber man dann über ihn und Kimi herausfand. Danach jedoch, dass anfreunden mit Anteiku etc fand ich persönlich nicht gut. Ich hätte es gerne gehabt, dass er trotzdem noch sein Ding weiter durchzieht und nicht wie alle anderen zu Anteiku geht.

    Zu Anfang mochte ich Tsukiyama gar nicht, aber mit der Zeit ging es dann. Ich fand es gut, dass er sich zu einer loyalen Person entwickelte und der einzige war, der versuchte Kaneki aufzuhalten. Schade war jedoch, dass er dadurch seine interessante „besessene“ Seite verlor. Die Idee mit dem Restaurant etc fand ich nämlich genial. Einfach einen Ghoul zu haben, der einen Gourmet ähnelt und sich sein Menschenfleisch genau aussucht und zubereitet – Ich fand das ziemlich interessant.

    Zu Hide:
    Ich hätte mir gewünscht, dass er mehr eigene Momente bekommt, welche sein plötzliches Auftauschen und seine Begegnung mit Kaneki rechtfertigen. Theoretisch ist er hinsichtlich Kanekis Charakterentwicklung und Moral eine wichtige Person, bekam jedoch viel zu wenig Aufmerksamkeit, als dass man ihm die Rolle in den Abwasserkanälen rechtmäßig hätte zu schreiben können. Ich mag ihn sehr gerne, seine Loyalität und sein Scharfsinn sind bemerkenswert, aber diese wenigen Auftritte im CCG oder bei der Buchsignierung haben ihm wirklich nicht gut getan. Innere Dialoge und vielleicht einige Kapitel hätten seinen Charakter unterstützt und sein Potenzial gezeigt. Ein Kapitel darüber, wie er den Aufenthaltsort von Aogiri Tree herausfand, oder wie er sich entscheidet zum CCG zu gehen, oder was genau er dort tut – das hätte schon gereicht. Auch hätte ich gerne gesehen, was er tat bevor er Kaneki traf – ob er sich von einer Gruppe abgespaltet hat, woher er wusste das er seinen Freund dort finden würde etc. Hide ist mein Lieblingscharakter wegen seinem Potenzial und seiner Freundschaft zu Kaneki, jedoch hätte der Manga da sehr viel besser sein können.

    Rize:
    Wahrscheinlich war Rize für mich nicht so interessant, weil ich am Anfang des Mangas sehr viel mehr über Anteiku und die friedlichen Ghoule erfahren wollte. Es wurde auf den ersten Seiten schnell geklärt das Ghoule grausam und gefährlich sind, weshalb Rize für mich „natürlich“ wirkte – Sie war ein typischer Ghoul, weshalb ich mehr über die Seite erfahren wollte, welche sich versuchte anzupassen. Ich gebe dir definitiv recht, dass die Ghoule im Laufe des Manga immer mehr verweichlicht wurden. Die Seite die ich kennen lernen wollte wurde zu extrem dargestellt und die ursprünglichen Ghoule wurden völlig weggelassen. ‚Ghoule die wie Ghoule leben‘ fehlte einfach und wurde vergessen. Ich kann verstehen, wenn man die Ghoule ‚menschlich‘ darstellen möchte, vor allem wenn der Protagonist gerade erst in diese neue Welt eintritt. Es ist gut zu sehen, dass die Persönlichkeiten von Ghoule und Menschen ähnlich sind, jedoch sollte man nicht nur dies zeigen. Schön, Kaneki lebt nun nicht in einer Welt voller grausamer Monster, doch Rize kann nicht der einzige Ghoul sein, der so lebt wie er will. Es ist toll die Ghoule menschlich zu zeigen, jedoch sollte man dies nicht übertreiben und die andere Seite einfach vergessen.
    Der kleine Teil im Manga, wo man von ihrem Leben vor dem 20th ward erfuhr, hatte mir auch sehr gut gefallen und ich verstehe jetzt, warum du sie mochtest.

    Ich hoffe, wir werden in tg:re mal wieder „richtige“ Ghoule zu Gesicht bekommen,

  4. Ninjason sagt:

    ja stimmt, das Restaurant war eine saugeile Idee und hat viel dazu beigetragen, dass auch die erste Hälfte des Manga echt spannend und brandgefährlich war.

    Der Gourmet war aber auch eine echt hinterhältige Schlange, das war echt cool. Dass er später alles für Kankei aufgegeben hat, das fand ich schade, weil er sich irgendwie selbst verraten hat. Ich will gar nicht wissen, mit wie viel Arbeit er dieses Restaurant und all die Gäste auf die Beine gestellt hat – da hat mir eine neue Motivation, die das Aufgeben all dieser Arbeit gerechtfertigt hat, gefehlt. Es fühlte sich nach:
    So, neuer Plot, dann kann das hier (das Restaurant) auch weg – da kann ich gleich nochmal zeigen, wie schön stark Kaneki ist“ an.

    Ich stimme dir zu – Anteiku fand ich total interessant, gerade wegen des Kontrastes zu Rize. Ich war auf der gleichen Schiene wie du, bis ich das erste Mal „nochmal“ von ihr gelesen habe, weil die CCG ja nicht wusste, dass der Leser (vermeintlich) „wusste“, dass sie tot ist. Erst dann bin ich auf den Rize-Zug gesprungen.

    Aber genau wegen dieser friedlichen Ghoul-Lebeweise fand ich Touka auch gleich total toll und interessant, weil sie irgendwie beides gemanaged hat. Und auch wenn ich im Vorkommentar so leicht fies darüber geschrieben habe (nicht wirklich ^^), fand ich die beiden Ghouls, Mutter und Tochter, die keine Menschen töten konnten und die friedliche Nische, die sie gefunden hatten, einfach großartig.

    Mutter und Tochter haben für mich so eine Zufriedenheit repräsentiert, bis ich mitbekommen habe, was mit dem Vater geschehen war und was dann mit der Mutter passierte – da steckte für mich ein richtig großes Stück Romantik drin – die zerrissene Familie, die Mutter die für die Tochter Hinami stark sein wollte und immer bei ihr war und das wunderschöne Kagune der beiden, das war einfach echt toll dargestellt. Natürlich todtraurig, aber total schön.
    Dann der Touka-Moment, die vollkommen ausgeflippt ist – das hat auch richtig viel dazu beigetragen, dass ich sie liebgewonnen habe, weil gerade Mutter und Tochter so GAR nicht ghoulig böse waren und trotzdem von der CCG gejagt wurden, einfach nur weil sie Ghouls waren – „Wie soll man denn als Ghoul in dieser Welt leben? Wenn man gar nichts tut, ist man trotzdem eine Abscheulichkeit für die Menschen?“

    Das war ein richtig guter Plot, gerade weil wir als Leser uns die ganze Zeit fragten, welchen Weg der liebe, nette, freundliche Kaneki gehen kann.

    Noch ein paar Fragen an dich – bist du eigentlich ein Junge oder ein Mädchen? Und – was hättest du dir für Kankei gewünscht? Wäre es dir lieber gewesen, wenn er nicht gefoltert worden wäre und das ganze einen anderen Plot gehabt hätte?
    Dann wäre es wahrscheinlich eher klassischer gelaufen, dass er seine Kräfte nur dann beschwören kann, wenn er total wütend ist oder jemanden beschützen will oder so.

  5. shizuee sagt:

    Ich mochte Tsukiyama als Person nicht, aber seine Figur war am Anfang klasse. Wie er versuchte Kanekis Vertrauen für sich zu gewinnen, nur um ihn dann im nächsten Moment als Dessert darzustellen. Das Restaurant stellte eine so klasse Atmosphäre dar, eine Gesellschaft, in der Ghoule sich treffen, diskutieren und miteinander essen, während ihnen eine „Show“ präsentiert wird. Dadurch wurde für mich noch einmal die Grausamkeit einiger Ghoule dargestellt, welche Menschen zu ihren Vergnügen kämpfen lassen, nur um diese dann zu essen.

    Touka war so ein faszinierender Charakter. Zum Einen schien sie kalt und erbarmungslos zu sein und doch sorgte sie sich so sehr um Hinami und später auch um Kaneki. Ich konnte ihren Hass auf die Menschen verstehen und ihr Kampf mit Mado war so bedeutend, da man dort ihre Wut und gleichzeitig ihre Verzweiflung zu sehen bekam. Und auch das Wissen, dass sie ihren Bruder alleine erzogen hat, nachdem der Vater starb, gibt einem wieder Material zum Nachdenken.

    Wie schwer es auch für Hinami gewesen sein muss, als kleines Kind in solch einer Welt aufzuwachsen. Es ist schon schlimm genug, dass sie wohl nie mit anderen spielen konnte und auch nicht zur Schule gehen konnte, nur um dann noch ihre Eltern zu verlieren. Der Moment als die Mutter von Hinami starb und Mado sich noch über ihre ‚Imitationen von Menschen‘ lustig machte – dort waren die Menschen für mich die Monster.
    Aus diesem Grund finde ich die Interaktionen zwischen Kaneki und Amon so wichtig. Beide versuchen einander zu verstehen und mit dem anderen zu reden. Amon scheint der einzige Dove zu sein, der die Ghoule nicht nur als Monster ansieht, was wohl auch an seiner Vergangenheit liegt. Er akzeptiert und respektiert Kaneki und möchte diesem eine Chance geben sich zu erklären und seine Geschichte zu erzählen.

    Ich bin ein Mädchen 🙂 Und es ist schwer zu sagen, ob es mir lieber gewesen wäre, wenn Kaneki nicht gefoltert worden wäre. Es wäre sehr interessant zu sehen, wie die Story sonst verlaufen würde. Ob er genauso stark hätte werden können durch das Training mit Yomo und Touka. Doch ich muss sagen, dass ich die Folter von Kaneki als zu wichtig betrachte, als diese herauszunehmen. Natürlich könnte ich sagen, dass ich mir für Kaneki ein happy end wünsche, doch dies wäre naiv. Dank der Folter wurde er stark genug (körperlich und auch mental) mit dieser Welt umzugehen und wirklich Dinge zu verändern. Er hätte ansonsten wohl nie seine Ghoul-Seite akzeptiert und nie wirklich die Kontrolle über sein Kagune entwickelt. Doch ich hätte gerne gesehen, wie er nach der Folter wieder nach Anteiku zurückkehrt – nicht unbedingt um dort zu arbeiten, sondern um noch Kontakt zu Touka, Hide etc zu haben. Die Story wäre völlig anders verlaufen, hätte er die Hilfe seiner Freunde angenommen und erkannt, dass er nicht allein diese Bürde tragen kann. Vielleicht hätter er dann nie mit dem Kannibalismus angefangen. Und Touka/Hide hätten ihm geholfen, diese Schmerzen und Erinnerungen an Yamori zu überwinden.

    Wie sieht es bei dir aus? Folter von Kaneki – Ja oder nein? Und was hättest du dir für Kaneki gewünscht?

  6. Ninjason sagt:

    Die ganze Erfahrung war echt eine harte Angelegenheit für Kaneki. Der Tausendfüßler im Ohr, die Spritze in die Seite des Auges… ich kann nicht unbedingt sagen, dass ich diese Erfahrung als etwas Vorteilhaftes bezeichnen kann – ich glaube es hätte mit weniger Sadismus auch zu einem ähnlichen Ziel führen können, aber wenn es um Ja/Nein geht, dann muss ich definitiv sagen, dass ich mir keinen anderen Plot gewünscht hätte. Was ich da oben schon vermutet hatte, ist so dieser Standardweg – Protagonist wird wütend und entfesselt dabei seine Kräfte – schon tausendmal gelesen.

    Die Szene hat dem Manga sehr gut getan, darum muss sie auf jeden Fall bleiben – vielleicht hätte ich sie von jemandem durchführen lassen, der „über“ Kaneki bleibt, also an dem er sich nicht rächen kann. damit die Erfahrung bestehen bleibt.

    Ich fand es zuerst beängstigend, dass er zu Anteiku zurückwollte, da ich befürchtete, er würde wieder zum langweiligen Kaneki werden wollen, um Friede, Freude, Eierkuchen zu feiern, aber so wie er sich das gedacht hatte – er wollte glaube ich so eine Art Yomo im Schatten werden, war das ok. Ich hätte mir vielleicht eher gewünscht, dass er sich mit Uta zusammentut, weil ich den so spannend fand. Aber der war ja eigentlich auch eher friedlich.

    Wenn ich ganz ehrlich sein soll, ich hätte gewollt, dass er Rize befreit und mit ihr in ein anderes Ward geht, wo er sie heilt und dann ihre Geheimnisse lernt, ihr Kagune perfektioniert und wir sie kennen lernen. Die beiden zusammen als irre Racheengel, das hätte ich echt gerne gesehen, wie die dann Kanou und Aogiri zerfetzen.

    Es ist in deinem letzten Kommentar schon angeklungen – den Mado fand ich auch total unmenschlich – ich war eh von Anfang an auf der Seite der Ghouls, aber durch den war mir dann total klar, dass ich mit den Menschen in der Story nichts zu tun haben will.
    Gleichzeitig begann aber auch Amon, Charakter zu zeigen, er war so die eine Ausnahme für mich bis zu Akira. Aber ich hätte außer ihnen alle Menschen über die Klinge springen lassen.

    Auf welcher Seite hast du dich denn im Verlauf und auch gegen Ende gesehen?

  7. shizuee sagt:

    Uta habe ich bisher noch nicht ganz durchschaut. Im letzten Kapitel wurde gezeigt, dass er zu dieser Clown Organisation gehört und das alles was Kaneki durchgemacht hatte, deren Verdienst war. Ich frage mich, was genau ihr Ziel ist. Wollten sie einfach nur Chaos schaffen und beobachten was aus Kaneki wird, oder haben sie noch etwas anderes im Sinn? Ich finde es schwer mir vorzustellen, dass all dies für Uta lediglich ein Spiel war.

    Ich hatte wirklich geglaubt, dass Rize nach ihrer Befreiung wieder eine größere Rolle einnehmen würde. Ihre Interaktionen mit Kaneki wären sicherlich interessant gewesen, auch ihre Reaktionen auf das, was aus ihm geworden ist. Es wäre genial gewesen, hätten sich beide zusammengetan um den Doktor zu suchen. Rize, die weiterhin Kaneki beeinflussen würde und Kaneki, der weiterhin mit seinem Verstand kämpfen würde.

    Ich fand Mado war grausamer als fast jeder Ghoul den wir kennengelernt haben. Er war einfach nur unmenschlich und gruselig und als er die Mutter von Hinami getötet hatte, war es das endgültig gewesen.

    Ich sah mich eigentlich durchgehend auf der Seite der Ghoule, vor allem auch gegen Ende. Sie schienen für mich „menschlicher“ als das CCG zu sein und wir kannten ihre Ansichten und Gedanken besser. Ich sympathisierte jedoch auch noch mit Amon und Akira. Ich konnte ihre Handlungen verstehen und sie waren die einzigen Menschen, mit denen man sich noch identifizieren konnte. Letztendlich waren mir die Ghoule jedoch wichtiger.

    Wie sieht es bei dir aus? Auf welcher Seite warst du? Und was hättest du gegen Ende vielleicht verändert?

  8. Ninjason sagt:

    Mir gefällt die Unterhaltung total – sie ist sehr tief, viele Dinge habe ich kaum wahrgenommen, ich musste nochmal das letzte Kapitel aufmachen und sehen, dass Uta einer der Clowns war, das habe ich gar nicht richtig mitgenommen. Ja, das er dazugehört und wohl bestimmt auch der Boss/einer der Bosse ist, aber in dem Moment habe ich nicht zurückgedacht an den Moment, in dem sich Kaneki erinnert hat, dass er einen Clown auf der Baustelle gesehen hat (wobei ich glaube, dass das der Okama war… oder? Ich erinnere mich, dass es mal hieß, Yoshimura habe seine Finger in der Aktion auf der Baustelle gehabt und der hat ja „nur“ einen Draht zu Uta – über Yomo – zum Okama glaube ich eher nicht. Aber ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass Uta das da oben war.

    Ich war sofort auf der Ghoulseite – schon alleine weil ich wissen wollte, wie „meine“ Jungs mit der Menschenfresserei umgehen werden – das war eine Hürde, bei der ich wusste: „Wenn das kein Problem für ihn wird und er das einfach runterschlingt, wird’s schwer für mich, auf seiner Seite zu bleiben, außer er wird sofort ein Monster, wie Rize“:

    Aber wäre er wie Nishiki (am Anfang) geworden, hätte ich wohl eher den Manga abgebrochen, weil der so gar keine Gedanken da reingesteckt hat.

    Dass ich dann Touka gesehen habe, war ein fetter Pluspunkt für die Ghouls, weil sie mit ihrem Essen so bodenständig war: „Ich MUSS essen. Du kannst nicht? Dann hier – schluck!“ Das war irgendwie realistisch und da habe auch ich es „geschluckt“ und war bereit für Kanekis Menschfresserei. Schade fand ich dann, dass er „immer“ noch einen Weg drum herum gesucht hat mit diesen albernen Zuckerstücken (Benjamin Blümchen oder was?) und dann der Kaffee (der an sich keine schlechte Idee war – später war es glaube ich, dass Ghouls generell Getränke trinken konnten, das hat mich dann auch sehr gestört, weil ich dann echt irgendwann Kaffe als etwas Besonderes akzeptiert hatte und plötzlich wurde er entzaubert) – das war alles so ein traditioneller „Oooh nein, ich will kein Monster sein“ – Quatsch.

    ICH war bereit für Menschenfleisch und dass Kaneki immer noch geheult hat, hat ihn megaunsympathisch für mich gemacht, weil ich Heulsusen nicht ausstehen kann.
    „Touka hatte dir doch erklärt wie es läuft, jetzt friss!“

    Generell war Touka mein Itachi in der Serie, mein Vegeta/Piccolo, meine Erza Scrarlett, mein Lorenor Zorro – mein einer cooler Typ – skillful, lässig, stark, ein absoluter Boss.

    Ab ihrer Ghouleinführung gab es keine Chance mehr, mich von der Ghoulseite wegzuholen.

    Ich hätte die ganze Geschichte mit Aogiri Tree nicht so aufgeblasen – die waren hinter Kanou her, ok. Aber ich hätte die in einem Gegeneinander (zu dem es nicht kam) mit Anteiku draufgehen lassen. Ich hätte sie nicht irgendwelche tollen Ghouls aus Gefängnissen befreien lassen (wie haben sie das geschafft? Arima war doch sicher da), von denen dann nur 2 oder drei später auftauchen und ich hätte sie von der Bildfläche verschwinden lassen.

    Dann hätte ich mehrere verschiedene Szenarien in den ganzen anderen Wards, die vllt mal hier und da organisierte Ghouls, mal hier und da nur einen einzigen Monster-Ghoul an der Spitze hätten stehen lassen, mal eine Mafia, mal ein Untergrundnetzwerk.. ich hätte Kaneki die möglichen Lebensweisen der Ghouls, die wir zb auch in Rizes Nebenstory gesehen haben und die auch durch Uta (der Kerl hat einen Maskenshop – wie weit abseits des im gesamten Manga dargestellten Ghoullebens ist er bitte?) repräsentiert werden, kennen lernen lassen und ihn mit viiielen gefährlichen Ghouls zusammentreffen lassen, nicht immer nur im Kampf.

    Ein Ende?
    Ich hätte mich mehr auf die Detektivarbeit des CCG konzentriert als auf Krieg und Soldaten. Einen Angriff auf Aogiri Tree hätten sie bei mir nicht gemacht (Warum auch? Wer sind die? Jason kannten die ok, aber sonst? Was sollte das?) und ich hätte sie mehr und mehr auf Kanekis Spur kommen lassen, so als drohender Schatten.

    Ihre starken Einheiten hätte ich nur intendiert – Amon ist ein bekanntes Beispiel, der Leser hätte sich bei mir denken müssen „Oh, de anderen Wards haben bestimmt auch alle einen der so heftig ist, wie Amon“, aber ich hätte es nicht gezeigt, das sollte alles in der Fantasie bleiben – schließlich sind die Ghouls im Fokus und dadurch dass die CCG im Dunkeln bleibt, sind sie so eine unheimliche Wolke über Kanekis Zukunft.

    Die Sache mit Kanou… Ja ok, ich hatte zuerst nicht mit Rize gerechnet, aber den Plot finde ich gut – also hätte er sie bei mir auch gehabt – Kaneki hätte sie beide nach langer Reise durch die Wards und verfolgen von Rizes Spur zurück gefunden, weil er irgendwann herausbekommen hätte, wann und wo Kanou und Rize sich (in meiner Geschichte) irgendwann mal getroffen haben. Kanou wäre kein Ex-CCG gewesen, sondern einfach ein Wahnsinniger – von mir aus auch mit den zwei One -Eyes, aber ohne dieses übertriebene Labor – er hat einfach die halbtote Rize und will über sie lernen, vllt um Ghouls zu erschaffen, die von Menschen kontrolliert und „gegen“ die Ghouls eingesetzt werden können?
    Ich würde klären, warum er Kankei hat aus den Augen verlieren lassen, warum er ihn umgewandelt hat aber sich dann nie wieder für ihn interessiert hat und dann würde ich Kaneki mit Rize abhauen lassen, sie heilen, vllt sogar – da ja eigentlich ihr Kagune herausgerissen ist – mit Kankeis Fleisch, das sie so wie Touka stärkt, damit sie (wie sie es am Anfang wollte) Kankei im Manga auch isst.

    Was aus den beiden wird… hmm Rize muss ein wahnsinniges Monster bleiben und Kanki ist ja nach der Folter auch echt ein wenig hart drauf – aber kein Irrer.
    Diese Kannibalismus-Sache… Ich glaube sogar, ich hätte das nicht gemacht. Ich hätte Kaneki auf seiner Reise davon Wind bekommen lassen, aber Rize hätte ich ihm da entgegengestellt – sie ist schon wahnsinnig, ich hätte sie als Gegenpol dargestellt, die niemals Kannibalismus macht – so als ihre ethische Grenze und dann auch Hintergrundwissen hat, was mit einem Ghoul passiert, der das macht – sodass Kaneki sich aus gutem Grund dagegen entscheidet.

    Hmm… aber jetzt fehlt immer noch ein Finale.
    Die beiden kommen zurück zu Ward 20. Rize ist wieder fit und Kaneki hat Kanou getötet.
    Währenddessen hat die CCG die letzten Puzzleteile zusammengefügt und durch Rizes neues Auftauchen in den anderen Wards vllt auch immer neue Spuren gesammelt, die sie durch ihre Lüsternheit einfach zurückgelassen hat und so kommen sie Kaneki auf die Schliche.
    Yoshimura würde ich als alten aber weisen Ghoul schwach lassen und in einem Präventivschlag sterben.
    Anteiku kaputt, Yoshimura tot, Hinami tot, Kaneki kommt mit Rize gerade zurück und wird von Touka abgefangen, damit sie nicht dem Tatort zu nahe kommen und dann tun sich Touka, Uta, Yomo, Kaneki und Rize (ich würde es so drehen, dass auch sie bei dem alten Yoshimura in der Schuld stand) zusammen und greifen das CCG des 20. Ward an.

    Sie zerstören es und töten alle – großer Moment zwischen Amon und Kaneki und Amon sieht ein, dass er sich doch in Kaneki getäuscht hat – weil er sich täuschen wollte und hoffte, dass Ghouls doch nicht böse sein müssen, aber er bereut, dass er Kaneki trauen wollte und wird von ihm getötet, was uns Lesern zeigt, DASS Ghouls Monster sind und ein Zusammenleben unmöglich ist.

    Das letzte Chapter beschreibt dann, dass die Gruppe auf der Flucht ist, weil Ward 20 natürlich nur eines der vielen Wards ist und die ganzen anderen CCG-Wards jetzt Jagd auf die Mörder machen und der Manga endet damit, dass Yomo wieder im Schatten unterwegs ist (oder tot), Uta seinen Laden weiterführt (oder tot ist) und Rize, Kaneki und Touka sich durch die Wards schlagen und „echte“ Ghouls sind, die jetzt so tief in der Scheiße drinstecken, dass sie sich wie alle anderen mörderischen Ghouls benehmen, töten, essen, Furcht verbreiten – und SO führt diese Spirale aus Angst und Hass und Gewalt und Tod und Verlust zu immer neuen und neuen und neuen Drehungen. Ghouls sind Monster. Das letzte Bild ist dann ein Bild von Kanki mit dem Mund und dem Gesicht voller Blut, weil er gerade in einen Menschen gebissen hat und so „in die Kamera“ guckt. Ein grausames Ghoulmonster eben.

  9. Ninjason sagt:

    Tjoa das ist, was mir so im Stegreif eingefallen ist.

  10. shizuee sagt:

    Liest du eigentlich Tokyo Ghoul:Re?

  11. Ninjason sagt:

    Achso stimmt, das habe ich noch nicht angefangen. Setze ich mich die Tage ran, sollten ja erst 2-5 Kapitel oder so sein.

  12. shizuee sagt:

    5 Kapitel bisher. Morgen oder so sollte das 6. herauskommen. Bin gespannt auf deine Meinung 🙂

  13. Forenaren sagt:

    Ich hoffe es ist ok nach so langer Zeit hier noch was hin zu schreiben ^^
    Also ich muss sagen das ich dir bis zu dem Punkt Arima fast nur zustimmen kann. Die Ausnahme ist Rize. Für mich war sie „nur“ der Eintritt für Kaneki in die Ghoulwelt, klar sie ist verrückt und hat auch einen bestialischen Charakter. Aber meiner Meinung nach war Jason da um einiges besser. Das war einfach woah. Ich fand ihn zum einen richtig cool, durch seine Übrheblichkeit und wie er mit Amon und Mado gespielt hat, auf der anderen Seite habe ich ihn gehasst, für das was er mit Kaneki gemacht hat. Hide finde ich ebenfalls interessanter als Rize. Es wird ja immer wieder gezeigt, dass er etwas ahnt, ich persönlich fand das „Detektiv spielen“ richtig cool, so hat man dann auch mal gesehen wie sich eine neutrale Person weder CCG noch Ghoul mit den Ereignissen beschäftigt. Ich denke übrigens nicht das Hide gefressen wurde,sondern Kaneki etwas mitgebracht hat, woher auch immer, und sich dann wieder verzogen hat. Arima finde ich persönlich sehr passend, ich meine es wurden auch immer wieder stärkere Ghoule vorgestellt, da muss es auch einen übertalentierten auf der Menschenseite geben. Außerdem glaube ich nicht, dass Arima unbesiegbar ist. Es gibt soviele Ghoule von denen man nichts gesehen hat, aber weiß das die stark sein müssen. Eto stehe ich eher neutral gegenüber, die ist halt mega abgedreht mehr kann ich dazu nicht sagen 🙂
    Das wären so meine Eindrücke zu dem Manga 😀

  14. Ninjason sagt:

    Ah ok, danke für die Rückmeldung.

    Ich glaube, ich habe das klassische „Ich habe zu wenig vom Manga gesehen“-Syndrom, bei dem ich finde, dass der Manga zu kurz war, um alle Dinge, die angerissen wurden, zuende zu bringen. Bei ca. 140(?) chaptern ist er auch recht kurz gewesen, aber die ersten 120 Kapitel gehörten zu den besten, die ich jemals gelesen habe.

    Mittlerweile denke ich zwar immer noch, dass die letzten Chapter meeegaüberhastet waren und dass sich der Zeichner hier mindestens das doppelte an Zeit zum Aufbau hätte geben müssen, aber wenn der Manga insgesamt (also ohne die letzten Chapter die dann länger gewesen wären) gedauert hätte und die Dinge, die ich nicht ganz „ausgefleischt“ fand, vor einen Hintergrund gesetzt hätte (zb noch mehr Rize-Geschichte, Hides/Kanekis Ende erklären, Arima mehr zeigen und darstellen, was seine Stärken und Schwächen sind…) dann hätte das Leseerlebnis am Ende den „BÄM“ nicht mehr gehabt.

    So wie es jetzt ist, brennt es mir unter den Fingernägeln, Rize in Tokyo Ghoul Re wiederzusehen, aber der Basis-Manga hat durch all diese Dinge einen klaren, eigenen „So bin ich halt gewesen“-Stempel in meinen Erinnerungen – und irgendwie (auch wenn mir viele dieser Dinge nicht gefielen) passt mir das besser, als wenn er mir „nur gegeben hätte, was ich wollte.

Na los, gib dir einen Ruck und schreib was! Wenn du das allererste mal bei uns schreibst, so müssen wir dich erst freischalten!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s