Gastartikel: Bitte schaut… „Golden Time“

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Guten Tag zusammen,

Mein letzter Gastartikel ist eine Weile her, jedoch hoffe ich, ihr erinnert euch an mich. Wenn nicht, solltet ihr unbedingt mal bei Deadman Wonderland und Magi vorbeischauen.

Damals sagte ich bereits, dass ich ein wenig zu erwachseneren Werken möchte und nach 2 Shounen widmen wir uns nun dem ersten richtigen Seinen: Golden Time.

Autor, Kategorien und Umsetzungen:

Seinen, Comedy, Romance

„Golden Time“ beruht auf einer Light Novel-Serie des Autoren Yuyuko Takemiya, dem Autoren der Light Novel Serie zu Toradora.

Der Anime dazu lief im Winter 2013/2014 und umfasst insgesamt 24 Folgen. Er ist nach meinem Wissen noch nicht lizensiert und daher in Deutschland auch nicht erhältlich, kann aber völlig kostenlos und legal bei Crunchyroll angesehen werden.

Neben bereits erwähnter Light Novel wird seit März 2012 auch ein Manga dazu veröffentlicht und bisher sind in Japan 5 Bände erschienen.

Worum geht es?

Ich gebe zu, ich habe ein wenig unterschlagen, dass es sich hierbei eigentlich um einen Romance-Anime handelt. Jedoch wollte ich euch damit nicht schon in der Einführung verlieren, bevor ich euch versichern kann, dass dies hier nicht der klischeebehaftete Shoujo-Durchschnitts-Romance-Anime ist, den die meisten von euch bei diesem Begriff erwarten. Schließlich ist es auch ein Seinen und damit eben auf Männer zugeschnitten und nicht auf Frauen. Zudem sind die Charaktere dieses Mal wesentlich älter (19-20 Jahre), was den Anime von anfang an wesentlich erwachsener wirken lässt.

Die Geschichte von „Golden Time“ ist schnell erzählt:
Der Student Tada Banri beginnt sein Studium an einer Anwaltsschule in Tokyo. An seinem ersten Tag findet er nach der Einführungsveranstaltung allerdings den Weg zum Campus nicht und beim Versuch 2 Mitstudentinnen dorthin zu folgen, trifft er auf Mitsuo, der in dem gleichen Schlamassel steckt. Die beiden haben sofort einen Draht zueinander und schaffen es auch schließlich zum Unigelände.

Mitsuo und Banri

Dort erwartet sie eine junge Dame mit einem Strauß Rosen, welchen sie plötzlich Mitsuo ins Gesicht schlägt – Kaga Kouko. Sie ist eine Kindheitsfreundin von Mitsuo und davon besessen, mit ihm zusammen zu sein. Mitsuo selbst ist allerdings davon eher genervt und hat deshalb sogar versucht, heimlich auf diese Universität zu gelangen.  Kaga stellt sich ihnen nun jedoch, sehr zu Mitsuos Ärgernis, als Mitstudentin vor.

Charaktere

Anstatt euch noch mehr von der Story zu verraten, stelle ich euch dieses Mal lieber die Charaktere ein wenig ausführlicher vor. Denn diese sind es, die den Anime besonders machen.

Wundert euch nicht, dass ich die meisten Charaktere mit „Nachname, Vorname“ nenne. In Golden Time werden sie, wie in Japan üblich, so angesprochen und ich wollte euch und mich nicht unnötig verwirren, da gerade Banri fast immer bei vollen Namen (Tada Banri) gerufen wird.

von links:

von links: Mitsuo, Linda, Banri, Kouko, Chinami, Satou (2D-kun)

Tada, Banri

Aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt, was aber leider auch bedeutet, dass wir nur seine Gedanken und Gefühle mitgeteilt bekommen. Er trägt ein Geheimnis mit sich herum, denn er ist ein Jahr älter als die anderen. Nach seinem High School Abschluss wurde er angefahren, musste fast ein ganzes Jahr im Krankenhaus verbringen und verlor bei dem Unfall all seine Erinnerungen. Dies belastete ihn so sehr, dass er sich eine Uni suchte, an der er kein bekanntes (bzw. für ihn unbekanntes) Gesicht erkennen musste. Er beschließt, dies vor seinen neuen Freunden geheim zu halten, denn er will einfach nur ein entspanntes Studentenleben führen, wie andere auch.

Banri ist ein sehr netter, aufgeschlossener junger Mann. Er ist für nahezu jeden Spaß zu haben und gehört zu den Menschen, die einfach jedem sympathisch sind. Jedoch belastet ihn seine Amnesie sehr, aber auch wenn er sehr darunter leidet und dies nicht immer verstecken kann, machte er auf mich nie einen weinerlichen Eindruck.

Im Gegensatz zu Mitsuo findet er Koukos Verhalten nett und ein wenig süß. Deshalb beschließt er, sich mit ihr anzufreunden und beginnt nach und nach, Gefühle für sie zu entwickeln.

Kaga, Kouko

Kouko ist wohl der interessanteste weibliche Charakter, der mir bisher untergekommen ist. Sie startet als eine fast schon wahnsinnig Verliebte („Yandere“), entwickelt sich von diesem Stereotyp aber kontinuierlich weiter zu einem Charakter mit extrem viel Tiefe.

Sie startet als eine dieser typischen Prinzessinnen, die sich nach Aufmerksamkeit sehnen. Sie hat Mitsuo als ihren Prinzen auserkoren und ist davon überzeugt, dass sie zusammengehören. Alles was sie tut, dient nur diesem Zweck. So ist auch ihre Freundschaft zu Banri anfänglich nur ein Mittel, um auf Mitsuo zu treffen, jedoch merkt sie, dass Banri einer der wenigen ist, der sie wirklich zu verstehen scheint. Dadurch beginnt sie, die Freundschaft mit ihm auch als solche wertzuschätzen.

Ich würde gerne noch mehr zu Koukos Charakter im Verlauf des Anime schreiben, aber damit würde ich so einiges vorweg nehmen. Glaubt mir an dieser Stelle einfach mal, dass sie alleine schon Grund genug ist, reinzuschauen.

Linda (Hayashida, Nana)

Linda-senpai ist so alt wie Banri, allerdings schon im 2. Jahr an der Universität. Sie ist Banris Kindheitsfreundin, was sie ihm aber nicht verrät, da sie ihn nicht belasten will. Als typisches Mädchen von nebenan, ist sie extrem nett, hilfsbereit und von Anfang an ein liebenswerter Charakter.

Sie macht sich große Sorgen um Banri und ist deshalb immer zur Stelle, wenn er Hilfe braucht. Auf diese Weise wird sie nach und nach Teil der Gruppe.

Yanagisawa, Mitsuo

Wie schon erwähnt, war sein eigentlicher Plan, vor Kouko an diese Uni zu fliehen. Er möchte sich noch nicht binden und selbst wenn, ist er sich nicht sicher, ob Kouko die Richtige wäre. Denn eigentlich möchte er nur ein normaler Student sein, Spaß haben und Mädchen kennen lernen. Als er durch Letzteres auf Chinami trifft, verliebt er sich Hals über Kopf. Was das mit seiner blonden Frisur zu tun hat, werde ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Mitsuo ist das, was wir wohl unter einem „echten Bro“ verstehen würden. Er und Banri würden, wenn nötig, alles füreinander tun und es ist extrem erfrischend – und teilweise sehr lustig – diese Freundschaftsdynamik zu beobachten.

Über Chinami und 2D-kun gibt es leider nicht allzu viel zu sagen. Beide sorgen zu Beginn eher für Lacher und werden erst wichtiger, je enger die Gruppe im Verlaufe des Animes zusammenwächst.

Was alle Charaktere in Golden Time auszeichnet, ist, dass sie als Stereotypen starten, aber relativ schnell zu interessanten, individuellen Charakteren werden. Also auch, wenn ihr am Anfang denkt, das alles schon mal gesehen zu haben, solltet ihr euch auf eine Überraschung gefasst machen.

Was Golden Time auszeichnet

Das College-Setting

Ihr habt ja keine Ahnung, wie froh ich bin, endlich mal einen Anime zu sehen, der nicht an einer High School spielt. Da ich selbst studiere fällt es mir nun einmal viel leichter, mich mit diesem Setting zu identifizieren. Aber auch so ist es angenehm, die Charaktere nicht nur in Cafes, sondern auch auf Parties und an anderen ungewöhnlichen Orten zu sehen.

Erwachsene Themen

Der Fakt, dass die Charaktere älter sind, lässt viel erwachsenere Themen zu, was mir persönlich sehr gefällt. Geldprobleme, Verantwortung beim Autofahren oder Alkohol trinken und generell Eigenverantwortung sind nur einige der Themen, die Golden Time anspricht und die ich in vielen anderen Animes vermisse. Auch mit Sex wird viel offener umgegangen, auch wenn es kein Hauptthema des Anime ist oder er viel Fanservice enthalten würde. Anstatt um Clubaktivitäten oder von zu Hause wegzulaufen geht es hier endlich mal um „echte“ Probleme.

Liebe

Dieser Punkt kommt vielleicht überraschend, aber wenn ihr euch mal die meisten Romance-Animes anschaut, dann geht es dort nicht um Liebe, sondern um das Verliebtsein. Die meisten anderen Animes hören da auf, wo Golden Time nach einigen Folgen erst anfängt. Denn sich zu verlieben und zusammenzukommen, was in 99% der anderen Animes 12-24 Folgen dauert, ist in Golden Time recht schnell geschehen. Dort wird aber auch angesprochen, wie sie als Paar mit Problemen und Konfrontationen fertig werden. Dies habe ich in dieser Form noch in keinem Anime gesehen und ist definitiv ein großer Pluspunkt für Golden Time. Es geht hier wirklich um die Liebe zwischen zwei (oder mehr) Menschen und nicht einfach das Gefühl, in jemanden verliebt zu sein.

Meine Empfehlung

Golden Time ist einer meiner absoluten Lieblingsanimes. Selten sieht man so toll ausgearbeitete Charaktere und auch wenn die Story ab und an ein wenig in den Hintergrund gerät, reißen einen die Charaktere jede Folge aufs Neue mit.
Wenn ihr Toradora gesehen habt oder auf Romance steht, dann ist dies definitiv etwas, was ihr euch anschauen solltet. Aber auch wer bisher eher nichts mit Slice-of-Life/Romance-Animes zu tun haben wollte, weil diese doch „alle gleich sind“ sollte mal reinschauen und sich eines Besseren belehren lassen. Jeder, den ich kenne, der Golden Time gesehen hat, hat ihn in seinen Top 10 drin und ich denke, das spricht ein gutes Stück für sich.

Also traut euch, euch zu verlieben und schaut den Anime an!

 

Wie immer, vielen Dank für das Lesen. Falls ihr Meinungen zum Artikel oder Golden Time habt, freue ich mich über Kommentare.

Bis zum nächsten Mal,

Naruto Senninmoodo

narutosenninmoodo

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13 Kommentare zu “Gastartikel: Bitte schaut… „Golden Time“

  1. schokoladenflummi sagt:

    Hört sich ganz nach einer Sache an, die mir gefallen könnte, sehr interessant 🙂

  2. Aeris sagt:

    Ich hab auch schon die ersten 3 Folgen gesehen. Bislang, wie du angekündigt hast nsm, noch Klischees/Stereotypen, aber ich bin gespannt, wann es sich dreht…
    Die Tee-Klub-Mädels waren dann aber doch a bissl übertrieben, oder? ^^

  3. Ich fand die Mädels eigentlich ganz lustig. 😀 Kann aber verstehen, dass es nicht jedem sein Humor ist.

  4. Aeris sagt:

    Ja lustig war’s schon, aber dafür, dass der Anime in einem realen Setting spielt… DAS ist doch einfach nicht real!!

  5. Jaaaa. Ich glaube das sollte mehr ausdrücken, wie Banri und die anderen sie wahrnehmen. Deswegen haben sie da wohl etwas übertrieben 😀
    Außerdem weiß ich selbst als Student davon zu berichten, dass manche Leute echt schräg drauf sind und man mit ihnen total verrückte Sachen erleben kann

  6. Aeris sagt:

    Ich hab auch selbst studiert, so ist das nicht. Na egal, japanische Übertreibung halt.

  7. zwen666 sagt:

    Guten Morgen. Es ist jetzt 6.08 Uhr und ich habe mir gerade die letzte Folge dieser Serie angeschaut.
    Ich möchte mich hiermeit ganz herzlich bei Naruto Senninmoodo bedanken. Ohne Ihn(oder Sie?^^) wäre ich niemals auf diesen Anime gekommen.
    Wie ich mitgelitten habe… oh mann, wie ich am Ende Schiss hatte, dass es doch anders kommt… Junge, Junge, selten hat mich ein Anime so sehr mitgerissen. Definitiv einer meiner absoluten Lieblings-anime.
    Vielen Dank nochmal, das Du mich darauf gebracht hast. Ich hoffe Ihr behaltet eure „Bitte schaut…“ Rubrik bei, denn spätestens jetzt weiss ich, dass Ihr wirklich Ahnung von der Materie habt! 🙂
    So, und jetzt- gute Nacht! ;P

  8. schokoladenflummi sagt:

    Alle bisher verfügbaren Chapter angesehen…
    Geht bis zu der Szene mit dem Balkon.

    Danke! Es ist unglaublich, wie tiefschürfend diese Geschichte sein kann, Fragen über Existenten und das eigene Verhalten in der Retrospektive machen alles so unglaublich dicht und so echt. Die albernen Stellen gehören dazu, und bis auf die Mädels vom Tea-Ceremony-Club ist auch alles schön platziert 🙂 (Sind ja immer noch in Japan xD aber wie willst du auch unangenehme und gleichzeitig extrovertierte Charaktere hier wirklich passend darstellen? Es gibt sicher wenige Autoren, die das können)

    Ich warte auf den Mega-Plottwist, der Aufbau war bis jetzt echt zu vielversprechend…

    Der Teil auf der Brücke war unglaublich hart… wenn er es aber schon damals gesehen hat, erinnert er sich vielleicht auch plötzlich an das Gefühl, dass er damals spürte… das stelle ich mir sehr unangenehm vor, wäre in diesem kleinen Raum, in dem Moment, ein dreifacher Schock, ohne die anderen Probleme…

  9. Danke ihr beiden.
    Diese beiden Kommentare versüßen mir gerade den richtig den Tag. Denn auch wenn man weiß, dass jeder einen anderen Geschmack hat, ist es doch immer schön, wenn Sachen, die man empfiehlt, ankommen 🙂

    P.S.: „Ihn“ stimmt schon 😉

  10. Aeris sagt:

    Spoiler bis Folge 6:
    .
    .
    .
    Okay, die Tee-Mädels kamen jetzt das zweite mal, und ich fands so genial lustig!!! 😀 Ich musste so unglaublich lachen!
    Wie er Kaga und Mitsuo geopfert hat… *ggg* !
    .
    .
    .

  11. Aeris sagt:

    So, ich habe den Anime jetzt komplett gesehen!
    Achtung Spoilers ahead 😉 !
    .
    .
    .
    Also ich fand ihn ganz gut-okay, aber nicht so bahnbrechend. Ich würd ihm 🙂 🙂 🙂 _ _ 3 von 5 Smileys geben.
    Er hat einfach nicht so bombenmäßig eingeschlagen bei mir.

    Am Anfang war ich sehr genervt von Koko, weil sie die nervigste Stalker-Braut ever war. Dass Mitsuo sie allerdings gelassen und realistisch hat abblitzen lassen, war wieder gut. Aber dieses Stalken auf Teufel komm raus… boah.
    Zum Glück hat Koko sich verändert, genau wie du ankündigtest. Man hat wirklich eine Veränderung in ihr bemerkt, auch in ihrer Beziehung mit Banri war sie am Anfang noch kontrollsüchtiger, was ebenfalls abflachte.

    Von den versprochenen Erwachsenen-Themen hatte ich mir zwar nach deiner Vorstellung ein bisschen mehr erwartet, aber nun gut. Denn im Grunde wirkten sie für mich trotzdem alle wie 16-Jährige (bis auf Mitsuo vielleicht), die halt trotzdem schon Autofahren dürfen und abends in Bars arbeiten.

    Das Ende war rührend. Das war schon arg traurig, als Banri das erste mal das Gedächtnis verlor, dann wieder, dann länger, Koko dann weinend am Straßenrand sah und sich erinnerte, dass das ja seine Freundin ist. Und ganz am Ende in seiner Heimatstadt, mit dem Spiegel und wo er ihr hinterherläuft, da hatt ich schon Pipi in den Augen 🙂 .

    In der Mitte des Animes wartete ich immer ungeduldiger auf den Plottwist. Auf ne Auflösung, warum Koko so ist (gestorbene Mutter, Vater der sie geschlagen hat, etc., die „Standardsachen“). Aber in die Richtung ging es ja gar nicht.

    Hmm ja, jetzt fällt mir nix mehr ein. Hab ich noch was Wichtiges vergessen? Frag mich mal lieber was, dann hab ich wieder nen Einstiegspunkt 🙂 !

    Also in meine Top-10 wird er nicht kommen, jetzt kennst du jemanden (tut mir leid), bei dem das nicht so ist 😉 .
    .
    .
    .
    Fertig!

  12. Naja, es kann ja nicht jeder alles mögen 😀
    Auch wenn mich interessieren würde, warum du dem Anime nur knapp 60% gibst. Vor allem, da du nicht sonderlich viele Kritikpunkte anbringst.

    Ich habe aber das Gefühl, dass der Anime bei vielen mit Kouko steht und fällt. Mir persönlich hat sie halt von Anfang an unglaublich gut gefallen, weil recht früh klar war, dass sie einiges an Unsicherheit verbirgt. Dementsprechend gefiel mir auch ihre Entwicklung.

    Generell hat mir die Entwicklung fast aller Charaktere unglaublich imponiert und – was vielleicht noch wichtiger war – ich hab mich nie über ihre Aktionen geärgert sondern fand sie immer nachvollziehbar und das ist echt ne Seltenheit wie z.B. Toradora oder Isshuukan Friends (dabei fand ich beide eigentlich super).

    Das Koukos Geschichte dabei eher unspektakulär war, ist für mich auch nicht sonderlich tragisch, denn der Fokus lag ja klar auf Banri und eine zweite herausgearbeitete Tragik wäre vielleicht sogar eher zu viel gewesen.
    Insgesamt war der Anime für mich einfach eine runde Sache und im Vergleich zu vielen High School Animes waren die Themen wirklich wesentlich reifer bzw. kamen mir auf jeden Fall so vor. Als jemand, der aktuell genau in dem Alter ist, kann ich nur sagen, dass die Themen nicht viel anders im Vergleich zu vor 3-4 Jahren sind, man aber anders damit umgeht und das hat Golden Time für mich gut vermittelt.

    Die Folgen waren für mich wirklich jede Woche ein Highlight (hab sie ja während der Winter-/Frühlingsseason geschaut). Deswegen gabs von mir auch 4.5 Smileys 😀

    Mein einziger Mini-Kritikpunkt wäre wohl Banris Geist, den ich sehr nervig und im Nachhinein auch ein wenig überflüssig fand. Aber auch dieser macht irgendwie Sinn (zumindest als symbolische Darstellung) Deshalb wär ich sehr gespannt mal zu hören, was dir an dem Anime nicht gefallen hat. Vielleicht hab ich ja einfach die rosarote Brille auf oder es ist halt doch eher ein Anime für Männer, aber mir fallen nicht viele Gründe/Stellen ein, die dem Anime Punktabzug einbringen.

  13. Aeris sagt:

    Ja das ist schwer zu beschreiben…
    Erstmal kurz: Ja Banris Geist war so-lala, aber als Darstellung seiner anderen „Erinnerung“ hat er ganz gut funktioniert.

    Für mich ist wiederum schwer nachvollziehbar, wie man Koko am Anfang nicht nervig finden kann. Sie keift dauernd nur rum 😦 . Das mag ich, gerade mit den häufig hohen quietschigen Japaner-Frauen-Stimmen, wenig. (Als kleiner Vergleich: Bei Sailor Moon Crystal fand ich Bunnys Geheule und Gequäke auch sehr schlimm, da war mir die deutsche Synchro von damals viel lieber. Auch wenn Bunny da auch dauernd heult, es tut halt nicht so in den Ohren weh.)

    „Mit Koko stehen und fallen“ ist ne gute Bezeichnung, das würd ich auch sagen. Genau sie ist mir halt nicht so ans Herz gewachsen wie eine Nagisa zum Beispiel (auch wenn ich mit diesen fiepsigen „Hinata“-Mädchen AUCH nie viel anfangen kann), aber um mal beim Beispiel Clannad zu bleiben (zählt das für dich als Vergleich für eine Liebesgeschichte?), sind mir Tomoya und Nagisa (auch vor Ushio!!) einfach mehr ans Herz gewachsen. Banri und Koko haben mich einfach net so erreicht. Hach Mensch, wie kann ich das besser erklären?

    Ein Beispiel noch mal: In Golden Time fand ich zB die Szene SEHR spannend und heikel, als Banri „heimlich“ in dem Fetisch-Nachtklub gearbeitet hat, Koko als Ausrede gesagt hat, er würde ne Arbeit schreiben oder so, sie ihn in der Stadt und zu Hause gesucht hat und ihn dann gefunden hat, mit Linda, mit diesen Stäben da im Mund, Hüfte an Hüfte. DAS fand ich brisant und da war ich wirklich „OMG, was macht Koko jetzt??? Wie geht das jetzt aus?“ Das fand ich den brisantesten Beziehungs-Punkt, und davon hätt ich glaub ich mehr gebraucht, damit es mehr Eindruck, mehr Impact bei mir hinterlassen hätte.
    Ansonsten war mir der Rest zu „flach“, mit zu wenig Ereignissen, die bei mir persönlich starken Eindruck hinterlassen haben.

    Zu der Reife, das hat bei mir leider nicht so funktioniert. Ja, Arbeiten, Autofahren, Reisen nach Paris. Aber ihre Handlungen, ihr Auftreten von allen (wie gesagt bis auf Mitsuo) kamen wir trotzdem wie 16-Jährige vor.

    Das wird wohl also einfach eine Geschmackssache sein 🙂 . Du hattest ja zB Death Note auch in deiner Top-20-Liste, auf Platz 11 oder so glaub ich. Bei mir wär das wiederum in den Top 5. FMA wäre bei mir höher, NGE. Ich bin halt irgendwie mehr der Action- und Mega-Drama-Typ ^^ !

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