Aeris in Japan – Tag 9

Fushimi Inari Taisha

Fushimi Inari Taisha

Sonntag, 06. April 2014

Fushimi Inari

zu Tag 1 (Akihabara)
zu Tag 2 (Harajuku, Shinjuku, Shibuya)
zu Tag 3 (Kamakura, Shin-Yokohama, Kawasaki)
zu Tag 4 (Tokyo Tower, Ueno Park, Asakusa, Sumida River Cruise, Tokyo Skytree)
zu Tag 5 (Akihabara, Shinjuku, Shibuya)
zu Tag 6 (Odaiba, Shinjuku Robot Restaurant)
zu Tag 7 (Tsukiji Fish Market, Tokyo Zentrum, Meiji Shrine, Akihabara)
zu Tag 8 (Hakone)
Tag 9
zu Tag 10 (Arashiyama, Kinkaku-ji, Daitoku-ji)
zu Tag 11 (Nara, Osaka)
zu Tag 12 (Ginkaku-ji, Philosopher’s Path, Higashiyama, Gion)

Ja, ich lebe noch! Beziehungsweise, mein Reisetagebuch wird noch fortgesetzt! War in letzter Zeit irgendwie nicht so dazu gekommen… 4 Tage folgen noch!

Am Sonntag verließen wir morgens die Bergregion Hakone und fuhren nach Kyoto, wo uns 4 letzte Nächte bevorstehen sollten.

Ein Shinkansen (wooh, ein Zug!!1einself)

Ein Shinkansen (wooh, ein Zug!!1einself)

Die Fahrt mit dem Shinkansen war cool, hatte sogar Druck auf den Ohren, wobei ich dachte, dass das nur im Flugzeug geht.

Nach einer zügigen Zeit angekommen (und endlich mal länger sitzen war auch kein Grund zur Beschwerde ^^) machten wir uns vom Kyoto Hauptbahnhof auf zu unserem Hotel. Und – man mag es kaum glauben – ich machte den ersten (und letzten) Navigationsfehler ^^ . Ich dirigierte mich und meinen Freund fälschlicherweise in eine Bahn, die zwar in die richtige Richtung fuhr, aber ein „Express“ war und deswegen nicht an der Haltestelle hielt, wo wir eigentlich rauswollten. Na egal, an der nächsten ausgestiegen, in einen „Local“-Zug in die andere Richtung umsteigen, und dann endlich an der richtigen raus 🙂 . Das Hotel war schnell gefunden, es sah stylish aus, die Rezeptionisten konnten sehr gut englisch, und unser Zimmer war auch schon bezugsfähig – und das um 11 Uhr morgens! Das war schon ganz nice, sonst kann man ja häufig erst um 3 oder so rein.

Unser Ryokan-artiges Zimmer im Village Kyoto

Unser Ryokan-artiges Zimmer im Village Kyoto

Wir hatten ein süßes kleines Tatami-Zimmer mit Ausklapp-Sesseln zu erhöhten Matratzen und Futons zum selber drauf legen. Das Bad hatte sogar eine Badewanne, und der letzte Schrei, was ich vorher noch nicht kannte: im Spiegel war ein beheizter Bereich, der beim Duschen oder Baden nicht beschlägt! Coole Sache!

Also packten wir kurz das nötigste aus und macht uns dann wieder gen Süden auf den Weg zum Fushimi Inari:

And now... prepare for the orange overload!!!

And now… prepare for the orange overload!!!

Dieser Schrein ist einer der wichtigsten Shinto-Schreine und huldigt der Reisgöttin Inari. Er ist auf dem gleichnamigen Berg Mt. Inari gebaut, der 233m hoch ist. …was ich vorher nicht wusste, aber dazu kommen wir später.

Es war mal wieder ein super sonniger Tag, trotzdem aber kalt. Ich hatte ein Unterhemd + Pulli an, Jacke und leichter Schal, und das war auch gut so. Es regnete später auch mal kurz, aber das war in Ordnung.

Das vorige Foto zeigt den Eingangsbereich des Schreins. Es sollte eins von vielen, viiiieeeelen roten Toren, den „Torii“ sein, die diesen Schrein ausmachen.

Auch in Kyoto war die Kirschblüte noch in voller... Blüte...

Auch in Kyoto war die Kirschblüte noch in voller… Blüte…

Ein weiteres Tor mit den euch wohl bekannten Kitsunes - Füchse, die "Messenger" der Reis-Gottheit Inari, der hier gehudligt wird

Ein weiteres Tor mit den euch wohl bekannten Kitsunes – Füchse, die „Messenger“ der Reis-Gottheit Inari, der hier gehudligt wird

Am Anfang waren es jedoch weniger Tore, erstmal kamen die Haupt-Schreingebäude, mit Laternen, Schreinen, diesen Kordeln zum Klingeln, Souvenirs und so weiter.

Eine Tanz- und Musikaufführung, die leider gerade zu Ende war, als wir ankamen

Eine Tanz- und Musikaufführung, die leider gerade zu Ende war, als wir ankamen

Erst dahinter fing der richtige Berg- und Torii-Bereich an, und jetzt kommen wir zu den unerwarteten 233 Metern Höhe…

Die Karte des Grauens...

Die Karte des Grauens…

Ihr sehr ja den roten Punkt unten leicht links, der das übliche „you are here“ bezeichnet. Rechts davon sind wie gesagt die großen Haupt-Schrein-Gebäude, und weiter hoch fängt der Torii-Pfad an. Wir standen davor, nickten uns zu: „Joa, das ist ja machbar bis zur Spitze!“

Worin die Karte aber völlig failte, war beim Scale, bei den Dimensionen: Von dem ersten allein stehendem Tor links leicht unter der Mitte bis zu der ersten richtigen Torii-Reihe (und den 2-reihigen Toren) dauerte es circa 20 Minuten zügig Gehen, danach der komplett U-förmige Pfad brauchte circa 30-40 Minuten, und dazwischen waren überall RICHTIG steile Treppen und es ging heftig bergauf! Und das übelste noch: Als wir an diesem oberen Ende der Karte ankamen, ERWEITERTE sich die Karte sogar noch um gut das Doppelte!!! 😀 😀 😀 Die hat uns echt so verarscht, die Karte ^^ .

Als wir eine Zwischenebene erreichten, dachte ich echt „ich pack das nicht bis zur Spitze, ich will wieder runter“ und mein Freund und ich überlegten schon. Wir rafften uns dann aber gemeinsam auf, gemäß dem „Wann kommen wir hier schon mal wieder her? Dann machen wir eben langsamer mit längeren Pausen“, und los ging es.

Treppen.

Treppen.

Treppen.

Es dauerte nicht lang, bis mein Freund seufzte: „Treppen – die Geißel der Menschheit“, und wir uns vorwärts ächzten ^^ . Es war halt auch so fies, weil alle Treppenstufen unterschiedlich hoch waren, nach dem Regen natürlich nass und glitschig (Rutschgefahr), und dann wie gesagt auch echt steil.

Die Aussicht auf dem gesamten Weg machte all dies natürlich wett:

Was die kreativen Besucher mit den Platten so alles machen, auf denen eigentlich nur geschlossene Fuchsaugen aufgedruckt waren ;)

Was die kreativen Besucher mit den Platten so alles machen, auf denen eigentlich nur geschlossene Fuchsaugen aufgedruckt waren 😉

...oder so

…oder so

Man erkennt leicht, welches Tor wie alt ist

Man erkennt leicht, welches Tor wie alt ist

Fushimi Inari Torii #1

Fushimi Inari Torii #1

Fushimi Inari Torii #2

Fushimi Inari Torii #2

Fushimi Inari Torii #3 - auf den Rückseiten der Tore stehen immer die Spender und das Datum, wann es gespendet wurde

Fushimi Inari Torii #3 – auf den Rückseiten der Tore stehen immer die Spender und das Datum, wann es gespendet wurde

Die berühmten 2-reihigen Torii aus dem Film "Die Geisha"

Die berühmten 2-reihigen Torii aus dem Film „Die Geisha“

Wunderschöne Aussicht, auch wenn es kalt an diesem Tag war

Wunderschöne Aussicht, auch wenn es kalt an diesem Tag war

So sahen viele Zwischenebenen auf dem Berg Inari aus - kleine Nischen und Ecken mit kleinen Schreinen und kleinen Torii - gespendet von Besuchern

So sahen viele Zwischenebenen auf dem Berg Inari aus – kleine Nischen und Ecken mit kleinen Schreinen und kleinen Torii – gespendet von Besuchern

Und irgendwann, irgendwann, nach 2 Stunden circa, waren wir endlich at the top!

WE WERE THERE!!! An der Spitze!

WE WERE THERE!!! An der Spitze!

Wir freuten uns wie Bolle oder auch wie ein Rennschnitzel, wie man so schön sagt.

Fushimi Inari Torii #5

Fushimi Inari Torii #4

Fushimi Inari Torii #6

Fushimi Inari Torii #5

Ich wüsste gern, warum diese Tiere und auch die Füchse Lätzchen umhaben - weiß einer von euch was dazu?

Ich wüsste gern, warum diese Tiere und auch die Füchse Lätzchen umhaben – weiß einer von euch was dazu?

Das ist eines meiner Lieblingsbilder von der gesamten Reise:

Weitere Zwischenebene, oft mit Restaurants oder Bars, zum Ausruhen perfekt

Weitere Zwischenebene, oft mit Restaurants oder Bars, zum Ausruhen perfekt

Interessant war die Fülle von Menschen im gesamten Gebiet: Wir waren ja wie gesagt bei weitem nicht früh morgens da. In Tokyo noch trafen wir andere deutsche Reisende, die gerade aus Kyoto kamen, und uns empfahlen, früh morgens um 8 zum Fushimi Inari zu fahren. Dann würde man sogar begrüßt werden von den Mönchen, und man würde auch mal ein Foto von den Torii OHNE Menschen drauf kriegen.

Für den Anfang des Bereichs traf das auch zu für unsere Zeit: Es war wirklich ziemlich voll, man bekam eigentlich kein einziges Foto ohne einen Touri drauf, und man musste dauernd warten, bis jemand anderes sein Foto fertig macht. Das war gerade am Anfang der 2-reihigen Torii so, die ja extrem beliebt sind. Das Foto von denen, das ihr weiter oben seht, wo zwei junge in Kimono gekleidete Japanerinnen drauf sind, ist nämlich das Ende der Torii, also hinten, nicht der Anfang.

Aber je weiter wir kamen, desto leerer wurde es, und wie ihr seht, habe ich auch ja auch genügend Fotos von Torii ohne Menschen drauf bekommen. Das war also im Endeffekt wirklich gar nicht so schlimm. Man musste den Moment vielleicht schon gut abpassen („Mach schnell, da hinten kommen welche!“), aber das war sogar ganz lustig, weil man sich wie „beim Schmiere stehen“ gefühlt hat 🙂 .

Hier noch ein weiteres meiner Highlight-Fotos: Ein junges japanisches Pärchen, beide in schönen Kimonos gekleidet, feierten vllt. ihren Jahrestag oder so, denn sie hatten einen Fotografen (oder Foto-Freund) dabei. Wie ich vorher ja gelesen hatte, sind die japanischen Pärchen ja totaaaal schüchtern, bieder, kein Händchen halten in der Öffentlichkeit, küssen schon gar nicht, bla bla bla:

Kissuuuuuuuu!!!

Kissuuuuuuuu!!!

Ist das nicht unglaublich niedlich? *kawaiiiii Fäuste an die Wange halt* Vom Auslöse-Zeitpunkt war das ein Glückstreffer von mir, yeah!

Der Abstieg dauerte dann nicht mehr so lang. Es ging unerwartet leicht (manchmal sagt man ja, der Abstieg sei schwerer als der Aufstieg bei einem Berg), und die Sonne begann laaaangsam unterzugehen.

Wie aus unseren geliebten Animes... *schmelz*

Wie aus unseren geliebten Animes… *schmelz*

Als wir wieder in unserem Hotel waren, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen. Praktischerweise lag in unserem Hotel ein Prospekt mit empfehlenswerten Restaurants in der Umgebung aus, inklusive Karte, Preisspanne und Stil des Restaurants. Das war sehr cool!

Wir entdeckten ein Shabu-Shabu-Restaurant, was mein Freund unbedingt mal ausprobieren wollte. Shabu-Shabu ist Rindfleischfondue, wo hauchdünnes Rindfleisch eben in heiße Brühe gelegt wird, um gar zu werden. Dazu gibt es dann Gemüse allerlei.

Wir also hin da zu dem Laden um die Ecke. Unten am Eingang auf die Preisliste geguckt… hinten über gefallen. 60€ pro Person nur fürs Essen!!! *schluck* Wir: überlegt-überlegt-überlegt. „Naja wir sind ja nur einmal hier, ne?“ Also hoch und rein. Oben angekommen bei den Empfangsleuten durften wir irgendwie nicht so wirklich gleich rein. Ah, „reservation needed“ konnte der eine zum Glück auf halb englisch. Mein Freund ihm also seinen Namen zum Reservieren gegeben. Mein Freund hat einen ganz typischen deutschen Namen, auch noch mit „ck“ im Nachnamen, und der war echt schwer zu verstehen für den Typen ^^ . Mein Freund zeigte ihm eine Bankkarte, damit er den Namen ablesen konnte, und der Japaner wiederholte den Namen SUPER gebrochen (das klang so lustig), und umschrieb ihn in seinem Reservierungsbuch mit Hiragana, erspähte ich (nicht, dass ich es lesen konnte).

Da hatten wir also einen Tisch für den nächsten Abend um 8 gebucht. Yay! Wo aber jetzt essen? Im Endeffekt trauten wir uns per Fahrtsuhl in den 3. Stock von einem Gebäude, auf dem ein Restaurant schon von außen beworben wurde: das „Watamin Chi“ (ich weiß nicht, ob das „Vitamin C“ bedeuten soll). Hier gab es allerlei gegrilltes, BBQ-ähnliches in kleinen Häppchen, so Tapas-mäßig. Und das war soooooooooo lecker!

Die Karte war ja mal wieder komplett mit Bildern, und so bestellten wir kreuz und quer, was lecker aussah: Von regulären Hähnchenteilen + Kartoffelecken über Cevapcici-Hacksticks mit Käse innendrin (boaaaah so lecker), Paprika mit Käse gefüllt und mit Speck umrollt, andere Fleischteile, und eine coole Pilzpfanne:

Heißer Stein mit glühender Kohle und Pilzen oben in der Schale

Heißer Stein mit glühender Kohle und Pilzen oben in der Schale

Dazu gabs lecker japanisches Bier (das war echt gut alles in allem), und am Ende eine doch a bissl höhere Rechnung als wir erwartet hatten ^^ . Aber naja, wir sind ja nur einmal hier, ne? 😀

Aeris

Advertisements

Über Aeris

Ich bin die Aeris, Autorin von Ramen-chan, und begeisterter Naruto-Fan! :)

Ein Kommentar zu “Aeris in Japan – Tag 9

  1. Talianna sagt:

    Ich gestehe, ich habe gerade nur die Bilder angeschaut … aber die sind hammerschön! Da bin ich ein bisschen neidisch.

    So viele tolle Torii! 🙂

Na los, gib dir einen Ruck und schreib was! Wenn du das allererste mal bei uns schreibst, so müssen wir dich erst freischalten!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s