Aeris in Japan – Tag 7 – letzter Tag in Tokyo

Die Sushi-Platte des Grauens!

Die Sushi-Platte des Grauens!

Freitag, 04. April 2014

Tsukiji Fish Market, Tokyo Zentrum, Meiji Shrine, Akihabara

zu Tag 1 (Akihabara)
zu Tag 2 (Harajuku, Shinjuku, Shibuya)
zu Tag 3 (Kamakura, Shin-Yokohama, Kawasaki)
zu Tag 4 (Tokyo Tower, Ueno Park, Asakusa, Sumida River Cruise, Tokyo Skytree)
zu Tag 5 (Akihabara, Shinjuku, Shibuya)
zu Tag 6 (Odaiba, Shinjuku Robot Restaurant)
Tag 7
zu Tag 8 (Hakone)
zu Tag 9 (Fushimi Inari)
zu Tag 10 (Arashiyama, Kinkaku-ji, Daitoku-ji)
zu Tag 11 (Nara, Osaka)
zu Tag 12 (Ginkaku-ji, Philosopher’s Path, Higashiyama, Gion)

Der siebte Tag unserer Reise sollte planmäßig der letzte in Tokyo sein. Am vorigen Tag waren wir meiner Planung nach mit dem wichtigsten durch, und so konnten wir uns für den letzten Tag ganz locker flockig entscheiden, was wir jetzt noch machen wollten.

Da wir am Vortag von einem Einheimischen noch eine konkrete Restaurant-Empfehlung für Sushi bekamen, er uns Tokyo Central Station empfahl und noch den Meiji-Schrein, nahmen wir dies alles auf unsere Liste. Geographisch passten die ersten beiden Sachen zum Tsukiji Fish Market, der der größte Umschlagplatz für Meeresfrüchte in Tokyo ist.

Tsukiji Fish Market #1

Tsukiji Fish Market #1

Leider waren wir zu spät da (9 Uhr ca.), da alle schon am Zusammenpacken, Aufräumen und Abrechnung Machen waren 😦 . So sahen wir kaum noch irgendwo Fisch herumliegen, sondern nur noch Verpackungen etc.

Tsukiji Fish Market #2

Tsukiji Fish Market #2

Wer noch ein paar Bilder mit richtigem Fisch sehen will, kann hier auf der Beschreibungsseite von japan-guide.com über den Tsukiji Fish Market schauen. Wir liefen also noch ein bisschen verloren durch die riesigen Hallen und mussten ganz schön gegen die Hitze ankämpfen – 25° waren es mindestens, und wenn man dann den ganzen Tag Rumlaufen auf dem Programm hat, schlaucht das schon 🙂 .

In 2-3 kleinen Seitengassen gab es dann Sushi-Restaurants, die (glaube ich) direkt den frisch gefangenen Fisch vom Markt aufgetischt haben. Welche Restaurants am beliebtesten waren, konnte man an der Länge der Schlange absehen:

Tsukiji Fish Market #3 - Ja, die stehen hier alle an!!

Tsukiji Fish Market #3 – Ja, die stehen hier alle an!!

So gab es hier circa 5-8 Restaurants, würd ich sagen, und die Leute haben wirklich brav gewartet, bis drinnen (Räume mit Platz für vllt 15-20 Mann) wieder eine Gruppe fertig war. Muss ja echt gut sein, das Essen!

Wir kauften dagegen in einem Souvenir-Laden ein T-Shirt und eine Tasche und zogen dann weiter, mit einem kleinen Abstecher an einem Tempel wieder einmal vorbei.

Nächste Station war Tokyo Central Station. Wie im ersten Bericht glaube ich schon gesagt ist die Station von den Linien her gar nicht soooo wichtig. So wie hier in Deutschland am HBF einer jeden Stadt meistens auch ALLE S- oder U-Bahnen durchfahren, so ist das in Tokyo nicht. Die Ringlinie fährt hier zwar durch, da sind Stationen wie Akihabara und natürlich Shinjuku aber viel besser befahren. (Shinjuku ist übrigens die weltweit frequentierteste Station, mit 2 Millionen Menschen täglich, die hier aus-, ein- und umsteigen.)

Trotzdem empfahl uns Keiji-san diese Gegend, und auch das von ihm vorgeschlagene Sushi-Restaurant sollte hier in der Nähe sein. So, genug um den heißen Brei herum geredet: So sah die Station aus:

Tokyo Haupstation - das europäischste Bauwerk, was wir auf unserer Reise gesehen haben, glaube ich

Tokyo Haupstation – das europäischste Bauwerk, was wir auf unserer Reise gesehen haben, glaube ich

Wenn man von dem Bild aus links-rückwärts die 4- oder 6-spurige Straße entlang gucken würde, würde man direkt zum Imperial Palace gucken, der -ganz grob gesagt- folgendermaßen aussieht:

Der Imperial Palace

Der Imperial Palace

Wir sind nicht näher rangegangen, weil man in den richtigen Palast eh nicht reinkommt, denn er wird ja von dem richtigen Kaiser bewohnt – Japan ist eine parlamentarische Demokratie (wie Großbritannien), also mit einem Kaiser (wie die Queen) und einem demokratisch gewähltem Parlament. Und in dem Imperial Palace wohnt der Kaiser Akihito auch wirklich. Deswegen kann man maximal die Gärten drum herum besichtigen.

Als wir hier „fertig“ waren, begann die Suche nach dem berühmt berüchtigten Sushi Zanmai, von dem Keiji-san uns erzählt hatte. Es sollte in Yurakucho liegen, dem Viertel direkt südlich der Tokyo Central Station. Aber es gab so unglaublich viele Straßen, wir hatten keine genaue Adresse, und die Internetseite von der Restaurant-Kette übersetzt per Google Chrome brachte auch nichts. So haben wir bestimmt 10 Minuten herumgeirrt, bis ich TODESMUTIG einen Japaner angesprochen habe (*stolzsei*): „Sumimasen, Sushi Zanmai wa doko desu ka?“ (*noch stolzer sei*) . Er schaute sich zuerst ein bisschen fragend die Straße auf und ab um, und dann zeigten wir ihm auf unserem Handy die Seite der Restaurant-Kette, auf der es den Filialfinder gab. Wir ließen Chrome nicht übersetzen, er scrollte durch die Liste durch, fand den nächsten Laden und schwupps, hatten wir einen Marker auf der Karte und unsere Position per GPS. Halleluja, Internet! Halleluja Smartphones! Halleluja tragbarer WiFi-Router!!!

Wir bedankten uns brav und stratzen in die angegebene Richtung. Dabei kamen wir an folgendem Laden vorbei:

Ein deutsches Lokal mitten in Tokyo. Deutschlandflagge, Erdinger, Bitburger, und bestimmt auch Sauerkraut :)

Ein deutsches Lokal mitten in Tokyo. Deutschlandflagge, Erdinger, Bitburger, und bestimmt auch Sauerkraut 🙂

Reingegangen sind wir aber nicht, wir wollten ja Mittag essen. Kurz danach kam der gesuchte Laden aber schon:

Sushi Zanmai

Sushi Zanmai

Also hereinspaziert, Platz genommen, eine gemischte Platte bestellt.

Unser Fazit: *wüüüüüüüüüüüürg*, leider.

Unsere Sushi-Platte - ein Versuch einer Erklärung

Unsere Sushi-Platte – ein Versuch einer Erklärung

Man muss dazu sagen, dass ich sowieso sehr mäkelig bin, was Essen angeht. Ich mag vieles nicht 😦 . Mein Freund hingegen ist TOTAL probierfreudig, und ihm schmeckt auch mehr als mir. Sushi hatte ich bislang nur beim Chinesen gegessen, wenn es Buffet gab. Und viele servieren da halt auch Sushi. Genau genommen kannte ich nur Maki Sushi, die Gerollten, bis dahin. Die fand ich ganz nett, aber mehr auch nicht. Kalter Reis und kalter Fisch? Ich brauch meistens was Warmes ^^ . Mein Freund hingegen hatte schon einmal Sushi in Düsseldorf in dem Viertel „Little Tokyo“ gegessen (Düsseldorf ist ja die deutsche Stadt mit den meisten Japanern), und fand das wunderbar dort. Die Annahme, dass uns das also auch in Japan schmecken würde, war angebracht…

Leider war dem nicht so.

Dabei darf man’s nicht ganz falsch verstehen: Manche Nigiri-Sushis (=wenn der rohe Fisch als Filet auf einem Reisball liegt) waren echt nett!! Gerade die dunkel-rosanen, was Lachs oder Thunfisch oder so war. Das konnte man echt essen. Die Maki Sushis waren natürlich auch gut, und gerade das Ei-Sushi war natürlich lecker ^^ . Aber der Rest….. *würg*

Dieses weiße Ding, was Rochen oder so war (die eindeutige Zuordnung zu den Abbildungen auf der Karte war nicht so leicht), hat mein Freund gegessen, und ich sollte es später auch noch einmal probieren: Es war fast hart, als ob es einen Mantel, eine Schale hätte, die man richtig knirschend durchbeißen musste. Einmal im Mund, wurde es mit jedem Kauen zäher und zäher und man bekam es einfach nicht runter!! Ich hatte hier noch todesmutig das Fischei-Dings probiert, und das war auch echt eklig. Vom Geschmack her gar nicht, aber es war einfach zu viel, und dein ganzer Mund war VOLL von diesen gubbeligen Eiern, die dauernd von rechts nach links durch deinen Mund wanderten, und ich musste hart kämpfen, 1. nicht so auszusehen, als ob ich gleich kotzen müsste ^^, und 2. es runterzubekommen. Hab ich im Endeffekt dann aber *phew*.

So aßen wir im Endeffekt nicht alles auf, glaube ich, tranken unseren gekühlten grünen Tee aus und verschwanden unzufrieden. Das war echt nicht lecker – für uns.

Damit endete dann unser Trip in der zentralen Region, und wir fuhren wieder nach Harajuku, wo wir am 2. Tag auch schon waren: auf zum Meiji-Schrein!

Meiji-Schrein #1

Meiji-Schrein #1

Kaiser Meiji war vielleicht der wichtigste Kaiser in Japan überhaupt: Im Alter von 7 Jahren  im Jahre 1867 auf den Thron gestiegen, war er schon ein Jahr später der erste japanische Kaiser, der einen ausländischen Diplomaten empfing. Zuvor war Japan ein abgekapseltes Land, das nichts von außen an sich heran ließ. Noch immer war Japan in der tiefsten Feudalzeit, hatte noch kaum moderne Technologie (für das Zeitalter zumindest) und war sehr rückständig. Das sollte sich aber mit der Regentschaft Meijis enden, der 1868 die Meiji-Restauration ausrief: Diplomaten wurden in die fernen Länder geschickt und die besten Systeme aus allen Bereichen wurden sich abgeguckt: das Medizinsystem von Deutschland, das Regierungssystem von Großbritannien, das System der Präfekturen-Einteilung von Paris. Der Stand der Samurai wurde abgeschafft, der gregorianische Kalender und öffentliche Schulen eingeführt, und Japan entwickelte sich in Windeseile zu einer Industrie- und Seefahrer-Nation.

Wurde auch langsam Zeit, Ende des 19. Jahrhunderts! Aus einem Buch habe ich noch, dass zuvor Männer und Frauen in Japan auch gemeinsam nackt im Onsen badeten. Die Scham vor dem anderen Geschlecht kam erst mit der Adaption und Modernisierung gemäß vieler anderer Länder, und war so nicht Japaner-original.

tl;dr: Meiji war ein ganz wichtiger Typ! Deswegen ist sein Schrein sehr wichtig und beliebt, und jedes Jahr (glaube ich), wird ihm hier ein Sake-Fass gespendet bzw. geopfert.

Meiji-Schrein #2 - Sakefässer als Darbietung

Meiji-Schrein #2 – Sakefässer als Darbietung

Und auch Wein wird gespendet, von den Franzosen, da Meiji damals wohl ganz dicke mit den Franzosen war ^^.

Meiji-Schrein #3 - Weinfässer ebenfalls als Darbietung

Meiji-Schrein #3 – Weinfässer ebenfalls als Darbietung

So viel zur heutigen Geschichtsstunde! 🙂 Der Test kommt dann demnächst per Fragebogen an euch alle… ^^

Meiji-Schrein #4 - und wieder die Ema, Holzplatten mit Wünschen

Meiji-Schrein #4 – und wieder die Ema, Holzplatten mit Wünschen

Wie ihr euch denken könnt, sind wir weiter durch den Schrein gelaufen, der ein bisschen weitläufiger war (es kommen aber noch viel größere). Es war sehr schönes Wetter, und der Umstand, dass wir keinen zeitlichen Druck hatten, war genial.

Meiji-Schrein #5 - Hände und Mund reinigen

Meiji-Schrein #5 – Hände und Mund reinigen

Meiji-Schrein #6

Meiji-Schrein #6

Meiji-Schrein #7

Meiji-Schrein #7

Meiji-Schrein #8

Meiji-Schrein #8

So machten wir uns dann nachmittags auf den Heimweg und gingen noch ein letztes mal shoppen in Akihabara. Endlich kamen wir auch in das Anime Center und den offiziellen Evangelion-Store rein, da beide beim letzten mal noch zu hatten.

Dieses Anime Center war aber extrem ernüchternd und ziemlich langweilig. Eine Hälfte des Shops war wie ein ganz normaler Merchandising-Laden aufgemacht, und der andere wie ein… Showroom, ein bisschen wie bei einer Messe; wobei ich gar nicht verstand, was das hier soll. Solche Displays gabs da 4-5 mal:

NARUTOOOOOO!!!

NARUTOOOOOO!!! (auf dem Fernseher oben liefen auch Ausschnitte aus dem Anime, nur leider nicht in dem Moment, wo ich geknipst habe)

Und das ganze halt nur auf 50-60 Quadratmetern, also VOLL klein und wenig Inhalt in diesem Raum :/ . Ich weiß immer noch nicht, ob wir was Elementares da übersehen haben…

Nunja, der EVA-Store unten drunter war jedenfalls der helle Wahnsinn! SOOOOOOOOOO viel geiles Zeug! Nicht nur von Eva, auch von Code Geass gab es da z.B. die König-Schachfigur aus der Serie (wo ich mich immer noch ärgere, dass ich die nicht mitgenommen hab GRRR), Postkarten, Hefte, Tücher mal wieder, Handtücher auch, Taschen, Sachen von Pokemon, von Evangelion natürlich, ein bisschen Sailor Moon war glaub ich auch da, und noch ganz viele Sachen, die ich schon wieder vergessen habe UND ich natürlich wieder nicht kannte.

Jedenfalls hab ich dann da ein EVA-Tshirt gekauft, einen EVA-Handyanhänger und ein EVA-Artbook. Ich hätte gern noch mehr gekauft, da ich aber Angst hatte, dass das Geld nicht bis zur Ende der Reise reicht (bzw. dass ich dann knapsen muss), hab ich es dann dabei belassen 😦 .Später hat sich herausgestellt, dass ich noch ruhig mehr hätte kaufen können.

So ging dann unser letzter Abend in Tokyo zu Ende!

Fazit: Tokyo

WAS für ein Sonnenuntergang!!!!!!!

WAS für ein Sonnenuntergang!!!!!!! Hier ist nichts manipuliert, alles echt. Am Vormittag regnete es, danach war es sehr heiß, und dieser phänomenale Anblick erbot sich dann abends von unserem Hotelzimmer aus!

Tokyo ist meiner Meinung nach ein ausgiebiges Must See! Die Größe der Stadt ist atemberaubend, wobei ich noch nicht mal weiß, ob ich das so erfassen konnte. Die Läden sind der Hammer, es gibt so wunderschöne Parks zur Kirschblütenzeit, die Menschenmengen sind ein einmaliges Erlebnis, und das U-Bahnsystem macht wirklich Spaß! Es gibt so viele oberkrasse, ikonische Landmarks, der Tokyo Tower war wahnsinn, der Skytree war awesome, und die Aussicht, die sich von beiden erboten hat, natürlich sowieso. Das rege Leben in der Stadt ist wirklich phänomenal, Großstadt-Feeling pur!

@mein Freund:

Meine Top-3-Highlights in Tokyo

  1. Akihabara als Viertel an sich
  2. Tokyo Tower
  3. Ramen-Museum

Aeris

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Über Aeris

Ich bin die Aeris, Autorin von Ramen-chan, und begeisterter Naruto-Fan! :)

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