Come to think about it…

Ich möchte doch noch ein paar Sachen zu dem aktuellen (von Donnerstag) Anime loswerden. Nach Donnerstag bin ich irgendwie nicht richtig dazu gekommen, jetzt eben habe ich ihn noch einmal gesehen, und mir ist eingefallen, dass ich dazu doch eigentlich recht viel zu sagen hab.

Erstmal: WIEDER so eine tolle Episode! Leider gab es natürlich mal wieder ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. das ständig anders colorierte Stirnband Pains, und ein paar „krumme“ Animationen oder Posen der Charaktere, aber die Storyline des Animes hat mich so gefesselt, dass es mir nicht so übel aufgefallen ist.

Naruto Shippuuden 165

Ganz im Mittelpunkt stand diesmal die Unterhaltung, oder sagen wir lieber „der Monolog“ von Pain über Hass, Krieg und Frieden. Shikamaru und seine Crew, den ich liebevoll „Captain Obvious“ getauft habe, hab ich beim zweiten Schauen übersprungen, denn dieses „Hmmm, dann bedeutet Jiraiya-samas Code ‚Der Echte ist nicht dabei‘, dass es wohl noch einen Pain gibt, der nicht dabei ist, und alle steuert“-Gelaber ging mir schon damals im Manga aufn Keks 😉 .

Also zu Pain: Richtig in Fahrt gekommen ist es imho, als Fukasaku getötet wurde und Naruto ihn aufgefangen hat. Ab da ging alles BÄM-BÄM-BÄM: Pain zieht ihn mit Banshou Tenin („Universal Pull“, *lol*, wie dämlich klingt das denn!) heran, packt ihn am Hals, knallt ihn zu Boden, reißt seine Hände herum, zieht seinen Stab, und ich zuckte selber schmerzerfüllt zusammen, als der Stab durch Narutos Hände gerammt wurde.

Was aber SOWAS von gänsehauterregend war, war der Schrei Narutos!!! Boah, der hat mich total beeindruckt, der war SO gut! *shudder*

Ich meine, stellt euch mal vor, was das für Schmerzen sein müssen, und der Junge ist 16…

Dann beginnt Pains Befragung Narutos, und die Finesse Kishis, Pain sagen zu lassen „Has this tamed you a little, Nine-Tails?“ anstatt „Has this tamed you a little, Naruto?“ ist subtil, aber genial: Er zeigt uns, wie Pain – wie auch so viele andere Shinobi oder normale Bewohner der Naruto-Welt – über Jinchuuriki denken: Sie sind kaum Menschen, sondern werden primär über das Bijuu in ihnen definiert, denn sie sind eigentlich nur ein Gefäß, um diese Monster von den Menschen fern zu halten. Dass der Jinchuuriki selber vielleicht ein ganz normales Leben führen will interessiert keinen.

Eine weitere Finesse Kishimotos folgt, als Pain zu seiner großen Frage ausholt, und erklärt, dass er genau denselben Schmerz erlitten hat, den Naruto nun erleidet. Seine Familie, seine Freunde, sein Dorf. Die Gerechtigkeit, die er gerade ausübt, ist dieselbe, die Konoha an seinem Land ausgeübt hat, was ihn zu seiner großen Frage führt: „Sag mir, wie würdest du diesem Hass entgegen treten?“ Die Finesse daran finde ich, dass Kishimoto der einzige mir bekannte Storyteller ist, der den Antagonisten so gut darstellt wie den Protagonisten.

Ist euch das mal aufgefallen, dass die Bösewichte in den meisten Geschichten, sei es Roman, Film, Serie oder sonst etwas, eigentlich sehr häufig so dargestellt werden, dass sie selber eigentlich auch immer nur das Beste für die Welt wollen? Nur ihre Mittel sind immer fies und hart, und deswegen sind sie die harten Fieslinge. Genau wie in Naruto z. B. Tobi, der mit dem Mugen Tsukuyomi ja eigentlich auch nur totalen Frieden schaffen will, indem er einfach ALLE kontrolliert. Und so wollen das die meisten anderen auch: Totale Kontrolle (Diktatur) erlangen, um dann Frieden zu diktieren.

Nur kauft man das den meisten Bösewichten nie ab.

Pain aber, bzw. Kishimoto, nimmt sich so gut, effizient, und einfühlsam Zeit dafür, seine Beweggründe zu erzählen, sodass er VIEL besser rüberkommt als jeder Bösewicht sonst, finde ich. Natürlich gipfelt das erst später, wenn Naruto direkt von Nagato steht und dieser wirklich seine gesamte Kindheitsgeschichte erzählt, aber auch das jetzt schon, finde ich, bringt mehr als alles andere. Die Überlegung, dass der Frieden, den Naruto zu bringen versucht, auch nur in Krieg gegen Amegakure endet, genau so wie Pains Frieden Krieg in Konohagakure bringt, ist so treffend auf den Punkt gebracht, dass mich das in dieser Episode mal wieder  geflasht hat.

Nagato hat in seiner Kindheit einen üblen Krieg miterlebt, in dem sogar seine Eltern von Konoha-Shinobis getötet wurden. Wäre das Naruto passiert, wäre Naruto Nagato, ein Ame-Nin, so wären Konoha-Nins „die Bösen“ für uns gewesen, an denen er sich hätte rächen wollen. Was mich zu der interessanten Vorstellung bringt, wie es wohl gewesen wär, wenn der Manga nicht „Naruto“ sondern „Nagato“ gehießen hätte, und wir seine Story miterlebt hätten. Gut, die wär jetzt natürlich schon zu Ende, weil er tot ist, aber trotzdem 😉 .

Warum gibt es eigentlich nie (quasi) eine Geschichte, in der der Böse der Hauptcharakter ist?

Nun gut, jedenfalls wollte ich euch fragen, wie ihr diese Wirkung erlebt habt:

Aeris


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Über Aeris

Ich bin die Aeris, Autorin von Ramen-chan, und begeisterter Naruto-Fan! :)

3 Kommentare zu “Come to think about it…

  1. ololo sagt:

    war da auch echt baff, vorallem als naruto dann sagt: „Ich weiss es nicht..“ fand ich einfach der hammer und sehr eindrücklich. Aber, ich habe pain eigentlich nie als antoganisten gesehen, nur eine person die in der überzeugung das richtige zu tun einfach falsch handelt. Freu mich schon darauf wenn |SPOILER| Naruto ihm dann höchstwahrscheinlich genau so packend den wahren frieden erklärt, den ich zum glück schon vergessen habe 😀 (freu ich mich doppelt :))

    Super anime-breackdown 😀 thx

  2. sum2k3 sagt:

    „Warum gibt es eigentlich nie (quasi) eine Geschichte, in der der Böse der Hauptcharakter ist?“

    Aus den gleichen Gründen warum es kein wirkliches ‚gut‘ oder ‚böse‘ gibt.^^ Eine ähnliche Diskussion hatten wir bereits. Wenn die Geschichte aus der Sicht des ‚Bösen‘ repräsentiert wird, dann wirkt er für uns eher weniger böse, dafür aber die vermeintlich ‚guten‘. ^^ Natürlich kann man die Feinheiten definieren (Mörder z.B. sind nicht unbedingt Heilige ..apropos Heilige: Waren die Heiligen Kreuzüge nun ‚gut‘? schließlich tötete man ja anderen Menschen aus anderen Religionen ..nur für Gott :/)

    Aber abgesehen von der OT-Sache, hab ich nichts zu sagen. ^^ 😛
    Der Anime war in Ordnung, was gesagt wurde kam schließlich schon im Manga toll. *g*

  3. Oder wann man mal schaut, sämtliche „Bösewichte“ sind eigentlich früher auch noch gut und nett gewesen wie Itachi, Kakuzu, Sasori, Haku, Raiga, Madara, Kimimaru, Deidara (ok, er war ein Terrorist, aber als die Akas zu ihm kamen, war er mal noch kein Nukenin). Wenn man mal deren Vergangenheiten anguckt (ganz stark bei Kaku-chan), weiß man das.

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