Warum Manga?

Haha, die europäische "erste Seite" war immer mit dieser Anleitung ausgestattet, für die, die auf der falschen Seite anfangen wollten

Jetzt mal abseits von Naruto:
Soweit ich eure Kommentare zu meinen vorherigen Artikeln verfolgt habe, trifft sich auf diesem Blog eine Gemeinde mit einer ganzen Menge Mangaerfahrung.

Aber warum ist das so toll? Warum lesen wir den Kram überhaupt, philosophieren über den Inhalt, verbringen Stunden und Tage und Wochen und Monate damit, Wikias, Blogs, Foren und dergleichen vollzuposten und zu verfolgen, mit Artikeln und Kommentaren dazu zu versehen?

Warum gerade Manga? Sind wir zu alt für Comics und zu jung für Bücher? Oder haben wir die „gewohnten Medien“ einfach satt?
Für die meisten ist es ja wohl nicht nur Naruto oder One Piece, sondern sie sind vollkommen in der Mangawelt drin, lesen wöchentlich/monatlich x neu erscheinende Kapitel der unterschiedlichsten Mangaserien (Für mich: Naruto/One Piece/Fairy Tail/Change 123/ Sidooh = 1x Ninja-Story/1xPiraten-Story/1xMagier-Story/Kämpfer-Story/1xSamurai-Story).

Warum?

Sind sie so viel besser als good ol‘ Druckbuchstaben-Literatur? Immerhin tut ihr euch gerade nichts anderes an, indem ihr meinen Blog-Artikel lest, den ich zwar (tatsächlich weil ich bilderlose Artikel hasse) mit einer Illustration ganz oben und einem netten Bildtext versehen habe, aber so richtig zum Text passt das Bild dann doch nicht.

Um diese Warum-Frage zu klären, auf die sicher jeder von euch eine Standard-Antwort hat, möchte ich kurz zu meinen Mangaanfängen zurück:

Ich hatte schon zuvor hier und da den Namen „Mutenroshi“ gehört, ihn aber nie richtig zuordnen können. Als ich dann in der fünften Klasse (1997) meinen ersten Band der Serie „Dragon Ball“ las, konnte ich kaum fassen, was für eine absonderliche Geschichte mir da geboten wurde. Ein nackter Junge hüpfte durch die Geschichte, war superstark und total bekloppt, wusste nicht, was ein Mädchen ist und musste zuweilen das Geschlecht seines Gegenübers durch Nachschauen oder Tasten erprüfen.
Ich dachte nur: „Was ist den HIER los?“
Nach Dragon Ball hab ich sofort die Geschichten des perversen Dr. Slump durchgelesen und zum Teil im Bus lauthals zu lachen begonnen… Mehrmals… Wegen derselben Stelle.

Als ich dann (nach einigen Manga – ich hatte schon Ranma, One Piece, Dragon Ball, Dr. Slump gelesen) Die Seite OneManga entdeckte, war ich endgültig fasziniert von der Vielfalt des Medium, das ich bis dato nur als Träger von Action- und Sexabenteuer gehalten habe:
Es gibt Manga übers Kochen, Fussball, Vampire, das europäische Mittelalter, die Zukunft, Außerirdische, Roboter, Piraten und Ninja und, und, und…
Meine „zu lesen“-Liste wächst und wächst und ich habe schon etliche Serien aus meiner Link-Liste rauswerfen müssen einfach weil es nicht mehr zu schaffen ist.
Sie enthält noch immer (im Moment) 38 Titel, bei denen ich entweder im ersten Kapitel stehe, mittendrin, oder kurz vor Ende. Bei einigen warte ich auch schon seit Monaten auf ein neues Kapitel und es ist alles dabei. Auch Serien, die eigentlich eher für Mädchen waren (wie Ranma zB, obwohl es auch Jungen-Elemente hatte).

Wenn ich also eine Antwort dafür geben muss, dass ich (als Germanistik-Student!) lieber Manga als Bücher lese, dann ist der Grund dafür die Lesekultur.
Das Entführen in eine Vorstellungswelt, die sich weitab von unserer (großartigen) deutschen Literaturgeschichte entwickelt hat und VOLLKOMMEN andere Interessenbereiche abdeckt.

Hell, ohne Manga hätte ich gar nicht gewusst, dass ich eine Geschichte über Piraten lesen will!

Tjoa, ich wär soweit fertig, ist nur ’n kurzer Artikel gweorden. Hier die Umfrage dazu, klickt euch die Finger wund, ihr könnt so viele Auswahlen anklicken, wie ihr wollt.

Ninjason


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Über Ninjason

Ich bin ein Anime- und Manga-Fan, der unter anderem auf der deutschen Naruto-Wikia sehr aktiv gewesen ist und derzeit mit einer weiteren Autoren-Partnerin am Blog "Ramen-Chan" schreibt, wo wir uns mit Naruto auseinandersetzen. Nebenbei entwickle ich unter "Ninjason.de" ein Naruto-RPG für den PC, das mittlerweile ca. 50 Std. Spielzeit umfasst.

3 Kommentare zu “Warum Manga?

  1. narut0-fan7 sagt:

    ich bin mit der mangascene vertraut geworden, nachdem ich bei naruto auf neue folgen warten musste, da ich nicht einfach immer ne woche warten wollte, habe ich die mangas dazu gelesen und so bin ich nun beim manga gelandet, naja ich warte trotzdem jede woche noch auf 18 neue seiten, das ist doch schon irgendwie bekloppt, ich fieber immer dem donnerstag hin, weil es dann neues von naruto, one piece und co. gibt
    nachdem ich mich also mit den mangas vertraut gemacht habe, lese ich diese echt gerne, einfach desswegen, weil die story zwar vorgegeben ist, aber es ist die aufgabe der fantasie die einzelnen bilder, die man sieht, dann in richtige bewegungen umzusetzen, das finde ich besonders spannend. wenn ich ein manga gelsesen habe, kommt es mir immer wie ein kleiner schwarz/weiß film vor
    aber wirklich faszinierend finde ich die geschichten, die einfach nur durch magas erzählt werden können, zB. deathnote (wer das manga kenn, weiß was ich meine), ich denke ohne bilder hätte diese geschichte nicht die richtige wirkung, man müsste ständig alles beschreiben und das macht die geschichte dann langweilig

  2. johnny/ジョニ一 sagt:

    Tja… WARUM lieben wir eigentlich Mangas? Gute Frage. Vielleicht weil es doch auf eine Art und Weise etwas ganz anderes ist als Bücher lesen: anderes Feeling, anderer Verlauf, anderer Lesestil (den du so oder so befolgen musst), das WARTEN der laufenden Mangas und damit verbundenes *ans-Herz-wachsen* der Geschichte(n) …und nicht zuletzt SUCHT, die sich durch das lange Verfolgen der Serien in uns entwickelt hat bzw noch entwickeln wird (wenn jemand noch nicht SO vom Manga besessen ist ^^).

    Zwar lese ich auch gerne normale Bücher (hab aber schon lange keins mehr gelesen, muss ich gestehen), bin aber noch nie von einem Buch süchtig geworden (wenn mans so ausdrücken darf ^^). Tatsächlich bin ich erst mit Naruto ein richtiger Manga-Junkie geworden. Wenn man so darüber nachdenkt ist es unglaublich wie eine fiktive Geschichte jemanden so fesseln kann. Und die Mangakas sind aber auch alle kleine Teufel mit der Zeichenfeder: lassen uns über viele, viele Jahre nicht von der kurzen Leine – ein Manga dauert ja …….. oft sieht man das Ende laaaaange nicht.

    Defenitiv aber spielt die Erzählform mit Bildern dabei eine sehr wichtige Rolle – man stellt sich die Geschichte nicht nur vor, man SIEHT sie auch! Und das ist ein wichtiger Aspekt, der Mangas und Bücher grundsätzlich voneinander trennt.

    Aber egal Warum? Weshalb? Wieso? Weswegen? …WIR LIEBEN EINFACH MANGAS!!! =DD

    Gruß, johnny/ジョニ一

  3. Aeris sagt:

    Tja, ich weiß gar nicht, ob ich da überhaupt die richtige Person für bin, da ich eben NUR Naruto lese. Ich bin eher der Anime-Typ, davon hab ich schon sehr viel mehr gesehen.

    Ich habe „Kultur“ und „weniger anstrengend als ein Buch“ gewählt. Ich lese natürlich auch Bücher, aber nur SEHR selektiv, mein größter Respekt gilt da immer noch dem Dunklen Turm von Stephen King, absolut atemberaubend! DAVON interessanterweise gibt es ne Graphic Novel, also einen Comic, von Marvel-Zeichnern, den ich eben so gern verschlinge, eben weil ich gerne Bilder dazu sehe, ich stehe auf Bilder, und es eben sehr viel schneller geht.
    „Kultur“ habe ich wohl nur gewählt, da ich die japanische Kultur total interessant finde, und die in Naruto oft irgendwie eingebunden ist.

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